Die Caspar-David-Friedrich-Schule in Marzahn-Hellersdorf ist bekannt für ihr musisch-künstlerisches Profil und arbeitet in enger Kooperation mit dem freien Träger Förderband e. V. - Kulturinitiative Berlin, der im Rahmen kultureller Jugendarbeit den Schülerklub und den Schulgarten betreut. Als Essbare Schule integriert die CDF seit 2014 verstärkt die Themen Ernährung, Naturschutz und ökologische L
andwirtschaft in das Curriculum, pflegt zwei produktive Schulgärten (340m²) sowie zahlreiche Hochbeete auf dem Schulgelände und entwickelt mit Wissenschaftler*innen ein Umweltbildungskonzept für eine angrenzende Brachfläche (700m²). Um eine gesunderhaltende und umweltfreundlichen Verpflegung in der Ganztagsschule anzubieten, pflegen wir Kontakt zu ökologischen Landwirtschafts- und Verarbeitungsbetrieben, die uns zukünftig mit Lebensmitteln beliefern und uns als Lernpartner für praxisnahe Verbraucherbildung und Berufsorientierung unterstützen. Hand in Hand mit der Erzeugung und Beschaffung frischer Lebensmittel geht unser Bestreben, die frischen Lebensmittel in einer geeigneten Küche vor Ort zu verarbeiten und ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept mit Partner*innen im Sozialraum umzusetzen. Seit 2016 fördert die Europäische Union unsere Ziele mit dem Projekt Netzwerk Ernährungsbildung – Essbare Schule, um die Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen für mehr als 400 Jugendliche zu verbessern und Modellstrukturen zur nachhaltigen Lebensmittelversorgung im Sozialraum zu entwickeln. Mit dem Ziel, die Schulernährung in den Kontext einer gesamtbezirklichen Ernährungsstrategie zu stellen, arbeiten wir mit der Bezirksverwaltung zusammen und vernetzen uns mit weiteren Partnern aus der Nachbarschaft sowie aus den Sektoren ökologische Landwirtschaft und Ernährung in Berlin und Brandenburg. Am Kristallisationspunkt Schule können wir so modellhaft die Schnittmenge ernährungsbezogener Aktivitäten der Ressorts Bildung, Kultur, Jugend, Gesundheit, Grünflächen, Soziales, Verbraucherschutz, (Land-)Wirtschaft, Umwelt und Stadtentwicklung aufzeigen und eine Ernährungsstrategie für den Bezirk mitgestalten. Hochschulen wie die Technische Universität Berlin und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde flankieren und beraten das Projekt regelmäßig und schaffen den Anschluss an internationale Forschung z.B. im Rahmen des europäischen Projekts Green Surge – Grüne Infrastruktur und urbane Biodiversität für eine nachhaltige Stadtentwicklung und grüne Wirtschaftszweige.