04/10/2025
Gemeinsame Übung im Europäischen Zentrum für Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo Europa / Düsseldorf / Herbst 09 2025
»Gehe den Weg mit Ausdauer, Vertrauen und Geduld.« Sensei Laupp
Es ist schon eine erstaunliche Dynamik, wenn unsere Dojo Gemeinschaft eine Reise zu unserem Großmeister Sensei Laupp antritt. Wie ein Schwarm finden wir uns zur Abfahrt zusammen und auf der Strecke verteilt und dennoch miteinander verbunden, »fliegen« wir ins Zentrum unserer Schule.
Gemeinsam üben. Da zwischen unseren beiden Dojo ca. 560 km liegen, reise ich egelmäßig zu meinem Lehrer. Für mich als Schüler von Sensei Laupp - und als Dojo Leiter - ein besonders wichtiger Übungsinhalt. Genauso finden wir uns alle als Dojo Gemeinschaft zusammen, um mit Sensei Laupp zu üben, eine Praxis, die unserem Dojo die nötige Verbundenheit und Stärke gibt.
Die jüngeren Karateka lernen auf diesen Reisen viel über den Spirit und die Tradition der Shidokan Shirasagi Familie. Die älteren Karateka vertiefen ihre bisherigen Erfahrungen. Mit der Zeit wechseln die Wegstufen der Karateka und ihr Fortschritt wird immer mehr sichtbar. Für mich als Dojo Leiter eine große Freude - denn einen Dojo zu gründen ist die erste Stufe, ihn zu erhalten und zum wachsen zu bringen die nächste Stufe.
Überträgt man das auf die gemeinsame Übung, finden sich die Dojo-Gemeinschaften unserer Schule zusammen und können gemeinsam wachsen. Man lernt sich im Laufe der Zeit mehr und mehr kennen und die hohen Dan Träger der Kyoshi werden dabei immer präsenter. Diesen Prozess aktiv zu fördern, ist die ehrenwerte Aufgabe der Dojo Leiter.
Was diese Praxis miteinander verbindet ist die Wiederholung - sie fördert Ausdauer, Vertrauen und Geduld. Sensei Laupp vermittelt dieses Prinzip in all seinen Facetten und der Umfang seines Unterrichts richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen. Das ist bemerkenswert, denn das Ergebnis ist eine konstante und fokussierte Übung der Karateka unabhängig der Graduierung.
Wer Sensei Laupp aufmerksam begleitet, wird immer wieder Einblicke in seine Technik und seinen Spirit erhalten. Auch das ist ein langer Weg des Miteinander übens. Dabei spreche ich hier von vielen Jahren. Ich sehe das als eine wichtige Aufgabe, den Anfängern in meinem Dojo die nötige Geduld für den traditionellen Weg unseres Lehrers zu vermitteln. Ein großes Ego und Selbst-Überschätzung stehen diesen Dingen oft im Wege.
Das Wissen eines Meisters ist kein Selbst-Bedienungsladen. Ebenso wenig kann man einen Meister (be)urteilen, den man nicht wirklich kennt. Echtes Kennenlernen eines Lehrers - logischerweise vom Schüler ausgehend - muss gewissenhaft sein und die eigenen Komfortzonen bearbeiten.
Danke fürs lesen. Ich wünsche uns allen eine gute Übung!
David Deinert | Shirasagi Shima Dojo
www.shorinryu.de // www.shirasagi.de
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