18/06/2026
Die Aussagen zu biologischen Zusammenhängen beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. (Siehe unten) 👉 Die beschriebenen Alltagserfahrungen und Erleben ergänzen diese Erkenntnisse und stammen aus meiner fünfjährigen Coachingpraxis, ausschliesslich mit Frauen mit ADHS.
„Ich dachte, meine Medikation wirkt einfach nicht mehr.“
Das höre ich oft.
Und fast immer steckt dahinter kein Therapieversagen, sondern ein hormoneller Zusammenhang.
Als ADHS-Coach — keine Ärztin — teile ich hier, was sich viele Frauen mit ADHS wünschen:
einen verständlichen Überblick darüber, wie Östrogen, Progesteron, Zyklus und Perimenopause die Wirkung von ADHS-Medikamenten beeinflussen.
Wisch dich durch. Speicher es. Und nimm es mit ins nächste Arztgespräch.
Für alle, die tiefer einsteigen wollen:
In meinem 12 Wochenprogramm „ADHS- female edition“ gibt es dazu ein ausführliches Begleithandbuch, damit du nicht mehr rätselst, sondern ganz konkrete Fragen stellen kannst.
Alle Infos in der Bio. Mach Dich zu Deiner Expertin ;)
Quellen: https://www.adxs.org/de/page/532/zulassungsstatus-von-adhs-medikamenten, https://www.adxs.org/de/page/160/geschlechtsunterschiede-bei-adhs, https://etonpsychiatrists.co.uk/blog/adhd-hormones-and-womens-health,
15/06/2026
Ich kenne so viele Frauen mit ADHS, die unglaublich kreativ darin sind, ihr Leben am Laufen zu halten.
Sie arbeiten mit Musik.
Mit Listen.
Mit sichtbaren Erinnerungen.
Mit Body Doubling.
Mit festen Essensplänen.
etc.
Aber gleichzeitig schämen sie sich dafür.
Dabei ist sich zu unterstützen eine Form von Kompetenz.
Ein Akt des Selbstrespekt und eine Art zu sagen:
„Ich nehme mich ernst.“
Lange habe ich ja auch gedacht, ich müsste Dinge alleine und/oder auf neurotypische Weise schaffen, damit sie „zählen“.
Heute sehe ich es anders.
Selbststeuerung, vor allem mit ADHS, hat weniger mit Willenskraft zu tun,und viel mehr damit, ob ich mir erlaube, Bedingungen zu schaffen, die mich unterstützen.
Hast du eine „ich brauche das, aber ich schäme mich (noch) dafür“-Strategie?
Wenn ja, welche ist das?
Herzliche Grüße,
Anja
03/06/2026
ADHS, Perimenopause, Mental Load das ist ein krasser Mix.
Die Welt sieht nur „Alltag“ aber Du fährst ständig auf Anschlag.
Meistens denken wir Frauen dann aber leider einfach nur: „Ich bin halt nicht belastbar genug“.
Doch da sind verschiedene Ebenen am Werk –
Überreizung, Überforderung, Überlastung –
und jede davon sollte mal genau angesehen werden
Nicht, um einfach zu funktionieren. Sondern um ehrlicher mit dem zu werden, was generell möglich ist.
Denn Reizschutz ist etwas anderes als einfach nur „resilienter“ werden und weil echte Entlastung etwas anderes ist als „noch ein Planer“ bzw. Zeitmanagement.
Kannst du diese drei Ebene in deinem Leben schon erkennen? Lass es mich gern in den Kommentaren wissen :)
Herzliche Grüße,
Anja
26/05/2026
Wann kommt meine Lebendigkeit zurück?
Genau diese Frage stellen sich so viele Frauen mit ADHS nach dem ersten oder mehreren Burnouts. So war es auch bei mir.
Denn erst kommt natürlich die notwendige Schonung – Rückzug, weniger Termine, weniger Verantwortung, weniger Druck.
Doch nach einiger Zeit Ruhe, kann leise etwas entstehen:
Aus Schutz wird Starre. Aus Schonung wird Unterforderung.
Und deshalb passiert es gar nicht so selten, das Menschen mit ADHS nach einem Burnout in einen Boreout rutschen.
Zwei Zustände die sich sehr ähnlich sind, aber unterschiedliche Ursachen haben.
Aus Angst vor erneuter Überlastung wird alles reduziert,
bis dein ADHS-Gehirn viel zu wenig Reize, Struktur und Sinn bekommt.
Und du dich weiterhin energielos fühlst.
Was mich interessieren würde … 😎
Hast du diese Erfahrung auch schon gemacht, dass du dachtest du hast keine Energie,
doch durch Ansprache, Strukturen und kleinen Herausforderungen
hast du plötzlich gemerkt, dass du doch zu mehr in Lage bist, als du dachtest?
Schreib es mir mal bitte in die Kommentare.
Danke und herzliche Grüße,
Anja
In meinem 12‑Wochen Programm schauen wir genau hin:
Wie viel und welche Art von Aktivierung braucht dein ADHS‑Gehirn, damit du dich lebendig und angebunden fühlst – ohne zu überfordern?
Wir arbeiten mit sanfter Struktur, echter Selbstfürsorge und alltagstauglichen Routinen, die dich Schritt für Schritt aus der Dauer‑Schonhaltung zurück ins Leben begleiten.
22/05/2026
Ich kenne diesen Gedanken selbst:
Erst jahrelang das Gefühl, einfach irgendwie „falsch“ zu sein.
Dann endlich die Diagnose – und für einen Moment ist da Erleichterung.
Weil vieles plötzlich einen Namen bekommt.
Und dann kommt oft sehr schnell die nächste Erwartung:
ADHS soll bitte nicht nur erklärt, sondern am besten gleich als „Superkraft“ genutzt werden.
Und genau da kippt es bei vielen wieder in Selbstzweifel:
Nicht mehr „Ich bin blöd“, sondern „Ich bin zu blöd, mein ADHS richtig zu nutzen.“
Ich halte dieses Narrativ für zu kurz.
Nicht, weil ADHS keine Stärken mitbringen kann.
Sondern weil es oft ausblendet, das es viele Faktoren gibt, von denen es abhängt, ob sich ADHS im Alltag eher hilfreich oder eher massiv belastend anfühlt.
Wie erlebst Du das?
Hast Du Dich bei diesem Gedanken auch schonmal erwischt?
Herzliche Grüße,
Anja
PS: Wenn du dir einen Ort wünschst, an dem ADHS weder als „Defekt“ noch als „Glitzer-Superpower“ behandelt wird, sondern als das, was es ist – ein neurodiverses Profil –, dann könnte mein 12-Wochenprogramm für dich passend sein.
06/05/2026
ADHS oder Perimenopause? So erkennst Du, was hinter deinen Symptomen steckt.
Das Problem: ADHS bei Frauen und Perimenopause sehen sich verblüffend ähnlich. Schlafprobleme, Konzentrationsschwäche, Stimmungstiefs, emotionale Achterbahn, innere Unruhe das alles ist sowohl klassisch perimenopausales Geschehen als auch typisch für ADHS bei Frauen. Es gibt aber einen entscheid...