10/11/2025
Der Ormesheimer Musiker, Sänger und Komponist Andy Pink hat dem Mandelbachtal einen Song gewidmet
Die Saarbrücker Zeitung hat den Komponisten Andy Pink besucht und mit ihm über die Entwicklung seines neuen Mandelbachtal-Songs gesprochen. Hier geben wir den Bericht aus der Saarbrücker Zeitung gerne wieder:
Die Franzosen haben ihre Marseillaise und wir Deutschen unsere Nationalhymne. Das ist nichts Ungewöhnliches. Neu ist, dass es für die Gemeinde Mandelbachtal nun ein eigenes Lied gibt – den Mandelbachtal-Song. Geschrieben und komponiert wurde das Werk von Andy Pink. Der Musiker und Sänger ist Ur-Mandelbachtaler aus Passion. Die Saarbrücker Zeitung hat mit dem Künstler, der in Habkirchen aufwuchs, seit Anfang der 1990er Jahre in Ormesheim wohnt und dort seit 1994 eine Musikschule betreibt, gesprochen.
„Ich lebe schon immer im Mandelbachtal und sah das alles gar nicht. Man wird irgendwie quasi betriebsblind“, erklärt er den Ursprung des Ganzen. Pink ist hier mehr als heimisch und will nie wegziehen. Warum auch? Pink ist Naturmensch, hat zusammen mit seiner Frau Petra vier Hunde, 25 Schafe und fünf Ziegen. Deshalb ist er auch jeden Tag draußen zum Bewegen und zur Entspannung; auch bei schlechtem Wetter.
Vielleicht bekommt er deshalb mehr mit als andere Menschen oder nimmt die Heimat anders wahr. „Ich hatte vor etwa zwei Jahren die Idee, dem Fleckchen einen Song zu widmen“, blickt der 1969 geborene Kreative zurück.
Zunächst entstand die Idee für den Text. Die Gemeinde Mandelbachtal habe eine besondere Lebensqualität, ist sich Andy Pink sicher und bewertet diese sogar mit „mordsmäßig“. Die positive Entwicklung seiner Heimat wie kulturelle Aktivitäten oder die Zunahme an Ferienwohnungen, wollte er auch zum Thema machen. Beides habe es in dieser Dimension früher nicht gegeben.
Vielen Einheimischen sei die Vielfalt von charakteristischen Streuobstwiesen, etlichen Wanderhütten und der hohe Waldanteil überhaupt nicht bewusst. Insofern ist sein Song auch eine Ode an die Heimat. „Künstler wollen was ausdrücken. Und dann habe ich es einfach gemacht“, blickt der Komponist zurück und hat dieses gewisse Strahlen in den Augen.
Man spürt dabei, dass es ihm ernst ist. Seinem Umfeld, wie etwa seiner Frau, hat er zunächst nichts davon gesagt. Es galt zuerst einmal, die Klangvorstellung zu checken. Keinesfalls sollte es etwas Altbackenes sein, aber stattdessen jeden Menschen ansprechen. Etwas funky und leichter Pop – kurz: Ein Rhythmus, bei dem man schnell mitgehen kann, so die Umschreibung von Pink.
Er habe einige Akkordfolgen ausprobieren müssen. Ein ganzes Jahr dauerte dieser Prozess, der in seiner Freizeit stattfand. Arrangieren, das Komponieren und das Abmischen brauchten ihre Zeit.
„Ich bin stark von visuellen Eindrücken geprägt. Deshalb war das dazugehörige Video einfach zwingend“, blickt Pink zurück. Künstler wollen was ausdrücken. Und dann habe ich es einfach gemacht.“ Also sprach er Steffen Jung an. Mit dem Mandelbachtaler Fotografen sichtete Andy Pink zusammen 1000 passende Fotos. Davon wählten die beiden 60 geeignete Motive aus.
Jeder Ortsteil findet sich nun mit Fotos und Naturaufnahmen im Video. Es werden auch Sport- und Freizeitaktivitäten gezeigt. Daraus produzierte Andy Pink ein Video. Das würde sich auch für Tourismus-Werbung, als Jingle oder als Warteschleifenmusik für Telefonanlagen eignen, könnte er sich vorstellen. Pink wäre auch bereit, die Aufnahme kostenlos für nicht-kommerzielle Zwecke zur Verfügung zu stellen.
Für ihn ist auch denkbar, dass Chöre oder Orchester das Werk aufführen. Dazu müsste es allerdings neu arrangiert werden. Durch einen Zufall ging das Video vorzeitig viral. Die Reaktionen waren durchweg positiv. Schon die Testversion deutete in seinem Umfeld darauf hin. Manche sprachen gar von der „Regionalhymne für oder einer Lobeshymne auf Mandelbachtal“ und attestierten gar einen Ohrwurm-Charakter.
Der Song ist gewiss nicht für die Top Ten geeignet. Dessen ist sich Andy Pink sicher. Dennoch kann das Lied, welches etwa drei Minuten dauert, Emotionen wecken und die Menschen berühren.
Wer sich das Lied gerne anhören möchte, findet hier den Link zum Song: www.youtube.com/watch?v=PKbwU2l_qA8
Text und Foto: Jörg Martin in der Saarbrücker Zeitung