10/05/2015
Blut geleckt???
Es begab sich vor ein paar Tagen … sooooo viele waren es nicht … aber wenig zu sagen, wäre auch vermessen … es werden schon vier, fünf Handvoll gewesen sein … spielt aber auch keine allzu große Rolle …, dass mein britisches zweirädriges Kraftrad nach gut 60 km und einer Raucherpause einen akuten Energiemangel verspürte. Damit ist jetzt nicht der der fossilen Art gemeint, sondern vielmehr einer stromtechnischer. Der Rückweg erfolgte somit achträdrig. Der Auftakt in die neue Saison hätte bravoröser nicht sein können.
Nach diversen und intensivsten Mess-Test-Reihen und Rücksprache mit von Hinckley betrauten Facharbeitern, ergab sich, dass der Stromspeicher einen Defekt haben musste. Ich als Ottonormaluser kenne mich da ja auch nicht aus und versuche auch nur im schlimmsten Fall mich mit solchen Gedanken auseinanderzusetzen, die zugegebenermaßen bei mir einen radikalen Energieverbrauch verursachen. Was bleibt also eben diesem Menschen als einzige Lösung: eine neue Batterie, wiederaufladbarer Art, musste her. Gesagt, getan, bestellt, entgegengenommen, ausgepackt, aufgeladen und eingebaut!
Nun bin ich ja zuweilen ein eher skeptischer Mensch. So war ich auch dem gegenüber skeptisch, was mir die Experten gesagt und empfohlen hatten. Das hatte zur Folge, dass ein Test am lebendigen Objekt, also Mensch und Maschine, durchgeführt werden musste. Mensch und Maschine waren vorhanden und einsatzbereit, aber es mangelte an Zeit. Diesen Faktor hatte ich zunächst außer Acht gelassen und vollkommen unterschätzt. Ich suchte, suchte und suchte und fand diese dann doch noch am vergangenen Donnerstagvormittag. Außentemperatur: angenehm, Asphalttemperatur: eher mau, erwartetes Verkehrsaufkommen: ja! (wie viel weiß man ja im Vorhinein meistens nichtso genau)
So ein Test muss natürlich strengsten Regeln unterliegen. Schließlich muss man sich sicher sein, dass die Änderung auch den gewünschten Erfolg erzielt. Erster Start der Maschine: nach zwei, drei Umdrehungen erfolgreich. Das machte sie schon immer so. Zwischenstopp: Motor aus, Motor wieder an. Und das sogar nur nach einer Umdrehung. Prima! Nächster Stopp: Motor aus, Zigarette an, Zigarette aus, Motor wieder an. Hervorragend. Die ominösen gut 60 km waren geschafft und zumindest dasselbe Fehlverhalten trat nicht mehr auf. Dritter Stopp: Motor aus, Motor wieder an. Alles bestens!
Nach rund 115 km wieder zurück. Zu Hause angekommen: Motor aus, Motor wieder an. Das Problem scheint behoben. Dank einer ausgekügelten Teststrategie meinerseits kann ich nun behaupten, dass der technisch einwandfreie Zustand meines Moppeds wieder hergestellt ist.
Der Nachteil: ich musste leider erfahren, dass das Bewegen eines motorisierten Zweirades doch mitunter sehr viel Spaß bereitet, doch mangels der Zeit, zu wenig von dieser dafür verwendet werden kann.
Trotzdem bin ich sehr erpicht auf die neue Saison. Freue mich!
Blut geleckt???
Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja!