22/09/2026
Was, wenn religiöses Aufwachsen ganz anders aussieht, als wir es uns vorstellen?
Zwischen dem, was Familie, Schule und Gesellschaft mitgeben, den eigenen Erfahrungen und dem, was junge Menschen daraus machen, entstehen ganz unterschiedliche religiöse Bildungsbiografien. Genau dieses Spannungsfeld stand im Mittelpunkt der ersten kooperativen Tagung aller wissenschaftlichen Religionspädagogiken:„Konstruktionen religiösen Aufwachsens: Religiöse Bildungsbiografien zwischen Anspruch und Wirklichkeit“.
Vom 17. bis 19. September haben sich in Bonn katholische, evangelische, muslimische und jüdische Wissenschaftler:innen ausgetauscht und miteinander diskutiert. Die Vielzahl unterschiedlicher Perspektiven hat zahlreiche spannende Impulse hervorgebracht. Auch unser Team der Religionspädagogik war Teil dieses Austauschs und brachte sich mit eigenen Erfahrungen und Fragen ein. Besonders sichtbar wurde das in dem Workshop „Religiöses Aufwachsen als Aushandlung von Agency und religiöser Sprachfähigkeit unter mediatisierten Bedingungen“ von Paula Schöttke und Laura Mößle.
Und vielleicht braucht genau so ein Austausch auch Räume jenseits des klassischen Tagungsprogramms: Bei einem Besuch der DFG, dem Deutschem Museum, einem Jazz-Konzert und einer Stadtführung haben wir weitergesprochen, uns kennengelernt und gemeinsam Zeit verbracht.
So wurde aus drei Tagen in Bonn mehr als eine Tagung: ein gemeinsamer Blick auf religiöses Aufwachsen, ein Austausch über unterschiedliche Traditionen hinweg und ein wichtiger Schritt hin zu einer langfristigen Zusammenarbeit. In zwei Jahren soll eine kooperative Tagung erneut stattfinden. Wir freuen uns darauf, die begonnenen Gespräche weiterzuführen und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln. Vielen Dank für die Organisation!