10/08/2026
Die neue Ausgabe der Zeitschrift Journalistik ist erschienen. Darin zu lesen ist ein Essay unserer Professorin Katja Schupp, den sie zusammen mit Mirco Liefke geschrieben hat. Der Titel: "Dein Vibe – neuer Standard oder Hype? Journalistische Glaubwürdigkeit in der Digitalen Öffentlichkeit".
Außerdem sind im Heft u.a. zu finden eine Analyse des subjektiven (Presenter-) Journalismus und wie dieser wirkt, ein Aufsatz über die Klimaberichterstattung rechter Medien – und ein Appell aus der Initiative „Journalismus macht Schule“. Es gibt wie immer eine englischsprachige Version – und das Ganze nicht nur als Websites, sondern auch als herunterladbare pdf-Hefte und pdf-Aufsätze.
Aktuelle Ausgabe 2/2026 | Journalistik
Mit Beiträgen von Alf Mayer und Horst Pöttker; Janis Brinkmann; Luis Paulitsch; Martina Thiele und Siegfried Weischenberg; Katja Schupp und Mirco Liefke; Klaus Ott; Martina Thiele und Boris Romahn.
20/07/2026
Green Finance, Hedgefonds, Crowdinvesting - was genau ist das, wie funktioniert das alles? Wie wird der Finanzmarkt reguliert oder nicht reguliert? Wie lese ich eine Bank-Bilanz? Als Hilfe, um sich in der komplizierten Finanzwelt journalistisch zu orientieren, bieten wir unsere JS-Akademie Finanzjournalismus an. Sie findet vom 5. bis 9. Oktober bei uns am JS in Mainz statt. Jetzt bewerben für diese Fortbildung, die sich an Volos, Redakteurinnen und Redakteure aller Mediengattungen richtet: https://journalismus.uni-mainz.de/de/weiterbildung/finanz/
11/07/2026
Gestern war unsere Zeugnisfeier mit anschließendem JS-Sommerfest - und heute ist passenderweise eine der journalistischen Masterarbeiten aus dem Absolventenjahrgang auf der Seite Drei der FAZ Rhein-Main erschienen: Isabel Schönfelder hat über die Notschlafstelle Mainz geschrieben, in der Jugendliche übernachten, die sonst nirgends mehr Aufnahme und Ruhe finden. Ein sensibler Text, der auch zeigt, was für starke Leistungen unsere Studierenden immer wieder erbringen.
02/07/2026
Es ist 22:22 Uhr, Spanien führt 1:0 gegen Österreich, in der Domus läuft aber gerade ein viel wichtigeres Spiel: Die beiden Magazine, die der Master-Juniorkurs nach der Görlitz-Exkursion gestaltet hat, sollen bis Mitternacht fertig werden. Das wird auch gelingen. Mutmaßlich. Angeblich. Im Ernst: ganz bestimmt. Es fehlt nicht mehr viel.
Das Studio-Fenster steht offen, geschwitzt wird seit Tagen - und das auch, weil beide Redaktionen so viele Seiten produzieren wie noch kein JS-Jahrgang zuvor. Mehr als 80 Seiten je Heft könnten es werden. "Hoffentlich nicht nur heiße Luft", unkt ein Lehrender, aber der ist auch nicht mehr frisch. Wir wünschen viel Kraft für die letzten Meter - die teuflischen Layout-Details, die bisher noch jede Redaktion herausgefordert haben. Die richtige Lebensweisheit haben die Studierenden sich auch schon an die "Tafel" geschrieben.
01/07/2026
Exkursion nach Saarbrücken
Für zwei Tage haben die Studierenden des deutsch-französischen Journalismus-Masters Mainz verlassen und die wohl französischste Stadt Deutschlands erkundet: Saarbrücken. Ziel der Exkursion war eine journalistische Feldrecherche mit Ortsbegehungen und Interviews. Ob Kultur, Kulinarik, Sport, Geschichte oder die Beziehungen zu Frankreich: Die frei gewählten Themen werden am Ende in einem gemeinsamen Magazin mit Reportagen und Artikeln über Saarbrücken zusammengeführt.
Die Exkursion bot außerdem die Gelegenheit, mit Saarbrücker Journalist:innen ins Gespräch zu kommen. Robert Hecklau und Simon Herz vom Funk-Format „offen un' ehrlich“ des Saarländischen Rundfunks berichteten von ihrer Arbeit im Fake-News-Debunking und erklärten, wie sie junge Menschen mit ihren Videos erreichen. Anschließend sprach Aline Pabst, Reporterin der Saarbrücker Zeitung (im Bild rechts mittig am Tisch), im Biergarten mit der Gruppe über ihren journalistischen Werdegang, ihren Zugang zum Schreiben und darüber, wie sie komplexe Themen wie Umwelt und Klimawandel verständlich aufbereitet. Themen, die angesichts der aktuellen Hitzewelle heute besonders relevant erscheinen.
Eine bereichernde Erfahrung, die an eine der wichtigsten Grundlagen des Journalismus erinnert: Rausgehen, unterwegs sein, mit Menschen ins Gespräch kommen und neugierig bleiben - das ist oft das beste Rezept für gelungene Geschichten.
Text und Foto: Liza Fresnay
Link: https://www.facebook.com/saarbrueckerzeitung/?locale=de_DE
28/06/2026
Fußball in der Gluthitze
Die guten Nachrichten vorweg: Die JS-Alumni haben es bis ins Halbfinale des J-Cup 2026 geschafft. Die Gruppenphase im legendären Fußballturnier der Journalismus-Schulen hat das Team auf dem zweiten Platz und mit vier Punkten aus drei Spielen abgeschlossen. Dank der besseren Tordifferenz hat dieses Ergebnis für das Viertelfinale gereicht. Dort hat die Mannschaft sensationell mit einem 1:0 die Titelverteidiger "Gostom-Chicks" aus Dortmund geschlagen. Im Halbfinale waren allerdings die Gastgeber "Porno-Journos" aus Eichstätt zu stark.
Das Team der aktiven Master-Studierenden hat leider der Hitze nicht standhalten können und ist mit drei Niederlagen aus drei Spielen bereits in der Gruppenphase ausgeschieden. Gegen die NDR-Volos gab es noch eine 1:2-Niederlage, gegen die "Tupper-Tussis" aus Dortmund und "Roter Stern Reutlingen" musste sich das Team klar mit 0:3 geschlagen geben. In der Trostrunde konnte das Team leider keinen Turnaround schaffen: Gegen die ZDF-Volos unterlag das JS im Elfmeterschießen und das anschließende Spiel um den vorletzten Platz entschieden die Studierenden des deutsch-französischen Masters aus Freiburg mit 1:0 für sich.
Eine nette Geschichte gab es trotzdem noch: Weil nach der Gruppenphase sowohl das aktive Team des JS als auch das Team der Henri-Nannen-Schule nicht mehr genügend spielfähige Spieler vorweisen konnten und beide Teams die Gruppenphase mit 0 Punkten und einer Tordifferenz von 1:8 abschlossen, wurde kurzerhand die "Spielgemeinschaft 1:8" gegründet. In der Trostrunde trat die Spvgg-1:8 also als neues, gemeinsames Team an. Trotz eines Mainz-Hamburgischen-Freundschaftsbeweises hat der Zusammenschluss nichts an der Leistung ändern können.
Den Titel holte die Deutsche Journalisten-Schule, der J-Cup 2027 findet also voraussichtlich in München statt.
Post: Frederick Dustmann
28/06/2026
Wie sollten Medien über Gewalt berichten? Das war die Leitfrage der Südwestdeutschen Medientage in Landau, mit vorbereitet vom Journalistischen Seminar. Unser Seniorkurs diskutierte mit, beispielsweise darüber, mit welcher Wortwahl über Femizide zu berichten sei und mit welcher besser nicht. Zwei Studierende, Asja Wortmann und Felix Werner, moderierten ein Gespräch, in dem es um beim Publikum beliebte True Crime-Formate ging (Foto: M. Stolz).
Lisa Kräher von Übermedien kritisierte den Podcast "Alles Böse" der Rheinpfalz, dessen Macher Uwe Renners mit ihr auf dem Podium saß. Kräher befand, dieser wie andere Podcasts berichteten zu oft über Mord und Totschlag, zu sensationalistisch und meist ohne neue Erkenntnisse. Wirtschaftskriminalität werde in diesen Formaten meist übergangen. Dabei gebe es doch gerade hier die Chance, Neues zu recherchieren.
https://www.facebook.com/uebermedien/?locale=de_DE
https://www.facebook.com/rheinpfalz
23/06/2026
Global Media Forum in Bonn, re:publica in Berlin, Südwestdeutsche Medientage in Landau ... Studierende auf Konferenztour
Das Sommersemester steht ganz im Zeichen von Vernetzung, Auseinandersetzung mit aktuellen Trends aus Theorie und Praxis und konstrovers-konstruktivem Dialog: Heute und morgen sind unsere Tranamas auf dem Global Media Forum in Bonn, im Mai war der Oberkurs in Berlin auf der re:publica, gestern und heute sind die Studies auf den Südwestdeutschen Medientagen in Landau.
Die Kernbotschaft des GMF in diesem Jahr ist dabei eine gute Botschaft für unseren herausfordernden Beruf insgesamt: Journalist:innen müssen für einander einstehen, sich gegenseitig unterstützen und laut werden, wenn Sie sehen, dass Kolleg:innen in Bedrängnis geraten oder ihnen Unrecht geschieht. Das braucht Mut! Lasst ihn uns gemeinsam aufbringen!
Text: Katja Schupp
21/06/2026
Welche Rolle spielt die politische Orientierung junger Journalistinnen und Journalisten, die sich in Redaktionen bewerben? Braucht die Branche, wie ZEIT-Co-Chefredakteur Jochen Wegner anregt, mehr junge Menschen, die Friedrich Merz oder Christian Lindner gut finden? Im neuen "medium magazin" widerspricht Tanjev Schultz; die journalistische Rolle verlange etwas anderes, argumentiert er in seiner Kolumne. Hier die ganze Kontroverse (€):
Brauchen Redaktionen junge Merz- und Lindner-Sympathisanten?
Sein Medium suche konservative Stimmen, so der Co-Chefredakteur der "Zeit" beim Oberauer-Mediencamp. Der journalistische Nachwuchs müsse ganz andere Qualitäten mitbringen, kommentiert Tanjev Schultz. Wie reagiert Jochen Wegner? Seine Reaktion in unserem Debattenformat "einerseits… andererseits".
21/06/2026
Die Hitze war eine Herausforderung, aber mehr als 100 Bewerberinnen und Bewerber haben ihr getrotzt und sind am Samstag auf den Campus gekommen, um an dem Test für unseren Master-Studiengang "Journalismus" teilzunehmen. Es ist ermutigend, dass so viele Studierende auch und gerade in digitalen und KI-getriebenen Zeiten in den Journalismus streben und dafür teilweise auch aus entfernten Orten nach Mainz gefahren sind.
Wir freuen uns schon auf den neuen Jahrgang, der im Herbst bei uns anfangen wird. Auch allen anderen, die über dem Wissenstest und den journalistischen Aufgaben brüteten, wünschen wir natürlich alles Gute!