Ein Tonspielfeld zu füllen, ist mehr als Vorbereitung. Schon hier beginnt der Kontakt mit dem Material: achtsam, ruhig und mit den Händen. Der Ton wird in das Feld gebracht, verteilt und geglättet. So entsteht eine Fläche, die einlädt: zum Spüren, zum Greifen, zum Gestalten.
Pädart-Bildungsakademie. Ilse-Marie Herrmann
Ich bilde PädArT-Therapeut*innen aus und bin erfolgreiche Systemaufstellerin mit Verkörperungsarbeit www.paedart.de
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Manchmal braucht es gar nicht viel. Einen Moment der Stille. Einen Kontakt mit den Händen. Ein spüren: Ich bin da.
Im Ton kann etwas entstehen, dass gar nicht geplant war. Etwas, was mich nährt. Etwas, dass mir zeigt: Ich darf nehmen. Ich darf fühlen. Ich darf mir selbst begegnen.
Und plötzlich sind sie da: kleine Glücksgefühle. Nicht laut, nicht gemacht. Sondern echt.
Ein inneres Wissen wächst:
Ich bin wertvoll.
Nicht, weil ich etwas leiste.
Sondern weil ich bin.
Meditieren mit Ton. Du legst deine Hände in den Ton – und weißt nicht, was entsteht. Genau darin liegt die Einladung: nicht kontrollieren, nicht planen, nicht bewerten. Sondern spüren. Der Ton antwortet auf deine Hände. Auf deine Stimmung. Auf das, was in dir gerade lebendig ist. Manchmal entsteht Fülle. Manchmal Leere. Manchmal eine Form, die du vorher nicht kanntest. Meditieren mit Ton ist eine stille. Selbst Begegnung. Ein Moment, in dem du dir selbst näher kommst – ohne Worte. Was entsteht, darf entstehen.
Das Leben ist immer wieder so wunderbar. Lasst es uns feiern und jeden guten Moment genießen.
So fülle ich ein Tonspielfeld. Der Tonblock wird umgedreht, in das Feld gestellt, die Plastiktüte vorsichtig auf links abgezogen und auf rechts gedreht. Feuchte Tonreste, die außen an der Tüte trocknen, können später viel Tonstaub hinterlassen.
Wenn die Tüte wieder richtig rum gedreht wird, bleiben die feuchten Tonkrümel innen in der Tüte. Der Ton wird ins Feld eingearbeitet und die Tonfläche mit einem Schaber und den Händen glatt gestrichen. Das Feld ist dann für den haptischen Don Process bereit.
Nach dem Buch „Anne und Pfirsich. Wo unsere Seele zu Hause ist.“ sind wir in einen Tonprozess gegangen.
Nicht mit der Frage: was soll daraus werden?
Sondern mit der leisen Einladung:
Wo fühlt sich meine Seele zuhause?
Es entstanden Spuren, Formen, Orte, Innenräume.
Manches lässt sich nicht in Worte fassen. Aber im Tun kann es Gestalt bekommen. So wird aus einer Geschichte ein eigener Erfahrungsraum. Im Greifen sich begreifen.
„Unendliche Fülle . Vollendete Form. Und all das für mich.“ (). Eine Meditation mit Ton zum Samenkorn mit .
Erleben erschafft Wissenschaft. Denn bevor wir etwas erklären können, müssen wir es erfahren. Ein Tonprozess kann zeigen, was Worte oft noch nicht greifen können. Die Hände berühren. Der Körper antwortet. Das Innere findet eine Form. In PädArT und in der Arbeit an Tonfeld entsteht Erkenntnis, nicht nur im Kopf. Sie beginnt im Spüren, im Greifen, im Tun. Denn was der Mensch erlebt, kann er begreifen. Und was er begreift, kann er verstehen. So entsteht in Tonprozessen Entwicklung.
Warum ist das Arbeiten am Ton gerade in unserer heutigen Gesellschaft so wichtig? Im siebten Modul der PädArT-Grundausbildung geht es um Supervision, Coaching und Fallarbeit. Wie begleiten wir Gruppenprozesse in Kitas, Schulen, anderen sozialen Einrichtungen oder in eigenen Atelier? Und welche Entwicklung können wir bei den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beobachten?
Unser Hautinn ist unsere wichtigste Grenze zwischen innen und außen. Wir nehmen Kontakt auf mit der Welt und die Welt mit uns. Wie oder was berühren wir? Wie oder was berührt uns? Beides geschieht gleichzeitig. Berühre jemanden oder etwas sanft und du fühlst Sanftheit. Berühre jemanden oder etwas grob: du spürst Härte. Berührung geschieht meist unbewusst. Mach dir bewusst, was du und wie du dich selber fühlen möchtest. ❤️
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