WATERWORLD - SEGELSCHULE - WASSERSPORT & MEER
Alles begann vor ca. 55 Jahren, die anderen Kinder wollten auf´s Moped, in das Feuerwehrauto oder in den Hubschrauber, ich aber wollte in das Segelboot. Ein paar Jahre später, mittlerweile im Fahrradalter angelangt, wurden die Excursionen in die nähere und weitere Umgebung des Heimatortes immer größer und es zog mich vom Main, den ich täglich von mein
em Fenster aus vor Augen hatte, hin zum Ellertshäuser See, gut 15 km von Zuhause entfernt. Dort konnte man für kleines Geld (das Taschengeld reichte zur damaligen Zeit eben nicht viel weiter) ein Senftbrot und eine Stunde Ruderboot erstehen, diese damals noch aus echtem Holz und langen hölzernen Riemen. Später dann, im Motorradalter angekommen führte es mich wieder zurück an den Main. Die Eltern meiner damaligen Freundin hatten in Garstadt ein Motorboot liegen, somit begann eine neue Epoche in der motorisierten Fortbewegung. Allerdings hatte ich vom andauernden brrrrr des Außenborders bald die Nase voll, schließlich war ich unter meinem Hintern auch schon mehr als ausreichend motorisiert. Und dann kam dieser schicksalshafte Sommerurlaub in Griechenland, ich verbrachte mit meiner Freundin 2 Wochen in einem schönen kleinen Hotel an der Nordküste von Kos. Vom Strand aus konnten wir die vorbeiziehenden Segler sehen, manche nur unter Maschine, warum ? war mir damals noch nicht bewußt. Im Stadthafen von Kos lagen sie dann, schön klassisch, wie ich später erfuhr, Popo am Poller und warteten auf Gäste. Somit gab es hier nun die Gelegenheit sich diese Fahrzeuge anzusehen, welche wie von Geisterhand bewegt vor unserem Strand über den Horizont zogen. Wieder Zuhause angekommen, ließ es mir keine Ruhe und ich habe mich nach einer Segelschule umgesehen und wurde am Ellertshäuser See fündig. Nach telefonischer Absprache begab ich mich zu einer Besichtigung dorthin und was ich nach Umrundung der letzten Huk zum Eingang in die Bucht der Segelschule sah und vor allem hörte, hinterließ einen prägenden Eindruck, der mich für mein späteres Hobby und Handeln auf Dauer begleiten sollte. Es war die Stimme von Sigi, besser unter dem aussagekräftigen Namen: Käpt´n Chaos, wohlbekannt. Die nächsten 6 Jahre werden wir nun miteinander verbringen, was ich aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen konnte. Ich absolvierte die Klassiker: SBF See und Binnen, Segel und Motor, wobei ich doch ursprünglich doch nur an der Küste und auf dem Meer segeln wollte. Ich habe mich beim segeln scheinbar nicht so schlecht angestellt, im Umgang mit den Segeljollen und später dann auf dem Seekreuzer der Segelschule, so daß Sigi mich zum Ausbilder anheuerte und mein schicksalhafter Weg begann. Durch die Jahre erwarb ich einen Segelschein nach dem anderen, die Sprechfunklizenz und die Segellehrer Lizenz und vor allem: Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung. Ich sollte bei Sigi in die Segelschule einsteigen, jedoch verliefen schon die ersten Gespräche zu diesem Thema in mißtrauischem Geplänkel und so erfaßte ich meine Chance beim Schopfe, mein Hobby und die Nebenbeschäftigung zum Beruf, besser noch zur Berufung zu machen. So ergab es sich schließlich, daß ich nach der Segellehrer Lizenz 1999 und dem Umbau meines Hauses in 2002 eine eigene Segelschule eröffnete.