13/06/2026
Die Landesarbeitsgemeinschaft der (LAG) fördert eine Qualifizierungsmaßnahme für 13 Fachkräfte. Wir durften das erste Modul hier in ausrichten. Danke ans Stadtteilhaus Lorenz-Süd für eure Gastfreundschaft! 🙏
Andreas Sandvoß von SyDeMa bildet uns zu Systemischen Anti-Gewalt-Trainer:innen aus. Die Fanprojekte professionalisieren sich somit weiter und positionieren sich klar gegen Gewalt.
Danke an die LAG für eure Unterstützung! 🙏
06/06/2026
Am Montag, dem 22. Juni 2026 laden wir in Kooperation mit Frau.Leben.Freiheit.Münster zu einem Gespräch mit dem ehemaligen iranischen Nationalspieler Bakhtiar Rahmani ins Café SpecOps network (Aegidiimarkt 5, Münster) ein.
Thematisch soll es um den Fußball und die Fußballkultur im gehen, aber selbstverständlich auch um die aktuelle politische Situation nach den intensiven "Frau, Leben, Freiheit"-Protesten und angesichts des Krieges am Persischen Golf. Zahlreiche Sportler:innen haben sich ja sehr mutig positioniert und für die Freiheit der Menschen im Iran und gegen das autokratische Mullah-Regime ausgesprochen. Wenn Menschen dort oder im Ausland ihre Meinung sagen, riskieren sie dabei ihr Leben. Ungezählte politische Morde und volle Gefängnisse kennzeichnen die Situation im Iran.
Wir fragen Bakhtiar auch nach der aktuellen Situation rund um die in Mexiko, USA und Kanada und den Schwierigkeiten bezüglich der Teilnahme Irans angesichts des Krieges.
Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr, der Eintritt ist frei.
05/06/2026
Dr. Georgios Tsakalidis koordiniert unser neues Integrationsprojekt, bei dem junge Erwachsene aus der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes NRW (ZUE) in Gremmendorf ihre neue Stadt kennenlernen. Mit dieser wöchentlich durchgeführten Freizeitpädagogischen Maßnahme erfahren die Zugewanderten Einiges über die Geschichte der Stadt und besuchen relevante Einrichtungen, wie das Büro des Integrationsrates oder das Bürgerbüro der Stadt Münster. Auch Museumsbesuche und Kinogänge sind geplant.
Mit diesem Projekt schaffen wir Gelegenheiten, bei denen die Geflüchteten ihren Unterbringungsalltag zumindest eine Zeit lang vergessen und sich als Bürger:innen dieser Stadt fühlen können. Die Identifikation mit der Stadt Münster hilft beim Ankommen in der neuen Umgebung enorm.
Möglich wurde dieses Projekt, das im Rahmen des Modellprojektes Integration von Polizei und Bezirksregierung Münster stattfindet, durch eine Spende der Sparkasse Münsterland Ost.
03/06/2026
Weltmeisterschaft und Widerstand
Am Donnerstag, dem 11. Juni 2026, laden wir um 19:30 Uhr zu einer Infoveranstaltung mit dem Sporthistoriker und FIFA-Kritiker Dietrich Schulze-Marmeling in die Buchhandlung Schatzinsel (Spiekerhof 2) ein. Thematisch geht es um die anstehende Fußball-WM der Männer.
Eine aktuelle Doku auf „Phoenix“ über die WM in Mexiko, USA und Kanada trägt den Untertitel: „Grün ist hier nur der Rasen“. Und das stimmt: Die WM mit dem größten Teilnehmerfeld aller Zeiten und mit den meisten Spielen produziert den größten CO2-Ausstoß, den je eine WM produziert hat. Klima? Egal! Hiergegen regt sich Widerstand. Die Großveranstaltung wird von Vielen als basisferne Propagandashow wahrgenommen, die den Regierenden nützen soll. Die hohen Ticketpreise zeigen, dass nicht jede:r bei den Spielen erwünscht ist.
In Mexiko ist eine veritable Soziale Bewegung gegen den „Raub“ („Despojo“) entstanden: „Die FIFA gewinnt, Mexiko verliert“ fasst ein Slogan die ökonomischen und ökologischen Kosten zusammen, die die einfache Bevölkerung tragen muss. Neben dem hohen Wasserverbrauch und der ungerechten Verteilung dieser knappen Ressource wird auch der Umstand kritisiert, dass viele WM-Tourist:innen in AirBnB-Unterkünften untergebracht werden, aus denen zuvor massenhaft Menschen „entmietet“ wurden.
Dauerthemen, wie das der „Verschwundenen“ – in Mexiko sind aktuell mindestens 130.000 Menschen als vermisst gemeldet -, oder die zahllosen Morde an Frauen („Femizide“) und die Untätigkeit staatlicher Behörden kommen zur WM-Kritik an der Regierung mit auf die Tagesordnung. Und schließlich finden schon seit Monaten Razzien gegen Migrant:innen und Arme in den Innenstädten der Austragungsorte Guadalajara, Mexiko-Stadt und Monterrey statt. Die Gentrifizierung (Inwertsetzung) der Innenstädte vertreibt Menschen – zu Zeiten von Sportgroßveranstaltungen umso intensiver. Dies ist übrigens der Grund, weshalb die Menschen in Hamburg sich kürzlich gegen eine Austragung der Olympiade entschieden haben.
Und in den USA? Bisher waren Proteste von Gewerkschaften wahrzunehmen, da Beschäftigte an den WM-Standorten zu besonders üblen Bedingungen arbeiten mussten – aufgrund der Verträge mit der FIFA. Und von der Behörde United States Immigration and Customs Enforcement (ICE), die mit der Internierung und Abschiebung von vermeintlich „illegalen“ Migrant:innen beschäftigt ist, werden mit der WM verschärfte Kontrollen bis hin zu Menschenrechtsverletzungen befürchtet.
Die Veranstaltung wird gestreamt - den Link gibt's auf unserer Homepage: www.fanport-muenster.de
20/05/2026
Wir machen im Juni unsere Schließzeit und sind nur sehr eingeschränkt erreichbar. 👋
Am Donnerstag, den 11. Juni machen wir jedoch nochmal eine kritische Veranstaltung zur in Mexiko, USA und Canada. Achtet auf Ankündigungen. ⚽️
14/05/2026
Vom 12.-13. Mai 2026 trafen sich die NRW-Fanprojekte in Duisburg zu ihrer halbjährlich stattfindenden Klausurtagung. In Workshops ging es u.A. zu Gewaltvorfällen im Profifußball. Ein wichtiger kollegialer Austausch über Vorfälle, die auch die Fachkräfte in Fanprojekten sehr belasten können.
Wir bedanken uns beim Fanprojekt Duisburg e.V. für die Ausrichtung der Tagung. 🙏
Während dieser Tagung wurden die Regionalsprecher:innen der „BAG West“ neu gewählt. Edo ist gemeinsam mit Hendrik Trautmann vom Fanprojekt Aachen und Daniela Mathieu vom Fanprojekt Düsseldorf für zwei Jahre gewählt worden. Wir gratulieren! 💐
Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte e.V. (BAG) Koordinationsstelle Fanprojekte bei der dsj Deutscher Fußball-Bund Bundesliga
11/05/2026
Seit 15 Jahren Aktionsraum unserer Fansozialarbeit: die im Preußenstadion wird abgerissen
Ich erinnere mich gut daran, als für meine damalige Kollegin Yvonne und für mich der Block K zum Aktionsraum unserer Sozialen Arbeit wurde. Damals grenzte noch der Gästeblock unmittelbar und nur durch einen schmalen Streifen getrennt an den Block K. Dieser Ort sorgte bei so Manchen für besondere Aufmerksamkeit. Hier gab es immer wieder Unruhe, Provokationen, Konflikte und „Baustellen“. Bei jedem Torjubel, bei jedem Gegentreffer oder auch bei groben Unsportlichkeiten oder Provokationen der Gäste meinte irgendjemand, auf den Zaun klettern und die Gästefans mit Gesten und Beschimpfungen aller Art abwerten zu müssen. Hier versammelte sich häufig das entsprechende Fachpersonal und kreierte eine Art „Kampfzone“.
Auch einige Kinder und Jugendliche hielten sich hier gerne auf - an der Grenze zum „verhassten“ Gästefan. Denn hier war immer was los!
Klar, dass wir Fansozialarbeiter:innen hier gefragt waren, an diesem brisanten Ort tätig zu sein. Mit der Zeit lernte man sich kennen und ich erinnere mich noch gut, wie wir hier auf Jugendliche eingewirkt haben, doch bitte wieder vom Zaun herunter zu klettern, damit sich keine unschöne Situation mit dem Ordnungsdienst oder der Polizei entwickeln konnte. Soziale Arbeit hart an der Grenze zur Ordnungsinstanz. Aber immer für diese jungen Fans gedacht, immer in ihrem Sinne!
Diese Zeiten sind schon lange vorbei. Spätestens, als der Block K den Gästen überlassen wurde, wurden die nun in den Block L verlagerten „Scharmützel“ harmlos. Die Zeiten schienen sich zu ändern und unser Stadion wurde damit „sicherer“.
Es ist schon verrückt, wie sich allein durch bauliche Maßnahmen unser berufliche Alltag verändert hat. Es ist definitiv ruhiger geworden im Preußenstadion. Dennoch vermisse ich die Zeit, als der Fußball noch rauher und zugänglich für jede:n war.
Zuletzt nahmen sich die Ultras diesen Raum und füllten ihn mit ihrer Kreativität und Leidenschaft. Der Block K, so wie wir ihn kannten, ist nun Geschichte. Demnächst also wieder in die Ost. Wir sehen uns! 😅
Edo
09/05/2026
Zum letzten Heimspiel der Saison begrüßt der SC Preußen Münster am Sonntag, dem 10. Mai 2026, die Lilien aus Darmstadt. 🦅⚽️🍀
Wir machen wie gewohnt um 10:30 Uhr die Tür los. Es gibt Frühstück. ☕️🥐
Gleichzeitig nehmen auch wir Abschied von der Gegengerade. Unzählige Stunden der Spannung, der Enttäuschung, aber auch der Freude und des Riesenjubels bleiben hier in Erinnerung. Tschüß, Carport! 🏟️
04/05/2026
FANport stellt NRW-Ministerin Schäffer Sportangebote für Geflüchtete vor
Auf Einladung der Polizeipräsidentin und des Regierungspräsidenten Münsters besuchte die NRW-Ministerin für Kinder, Jugendliche, Familien, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration (MKJFGFI), Verena Schäffer, am Donnerstag, dem 30. April 2026, die Zentrale Unterbringungseinrichtung für Geflüchtete (ZUE) in Münster. Die Ministerin informierte sich über das , das von der Polizei Münster und der Bezirksregierung Münster initiiert wurde. Zahlreiche Projektbeteiligte, wie der Bezirksbürgermeister, der SC Preußen Münster, die IHK Coesfeld, die Handwerkskammer Münster, die Stadtwerke Münster, das Jobcenter und das Fanprojekt „FANport Münster“ bemühen sich seit Ende 2024, um den jungen Geflüchteten der ZUE zukunftsträchtige Perspektiven zu verschaffen.
Das Fanprojekt der Outlaw Kinder und Jugendhilfe in Münster ist bereits seit 2017 mit der Integrationsarbeit beschäftigt. Seither fördert das MKJFGFI über die Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte in NRW die Integrationsarbeit an verschiedenen Fanprojektstandorten in NRW.
In Münster gibt es seither die Idee, Integration durch Sport zu bewerkstelligen. Das Projekt des FANport heißt „Refugees Welcome! Aktiv ankommen in Münster“ und organisiert mit Unterstützung des Landes NRW verschiedene Sportangebote für geflüchtete und andere Jugendliche.
Hierzu meint FANport-Leiter Edo Schmidt: „Seit Jahren versuchen wir, mit den Jugendlichen der ZUE Kontakt aufzunehmen und ihnen Sportangebote zu machen. Erst durch das Modellprojekt Integration ist es gelungen, dies regelmäßig zu realisieren. Das hilft nicht nur bei der Integration dieser Menschen, sondern ist auch noch gesund.“
Über 100 Maßnahmen hat das Integrationsprojekt bisher durchgeführt und dabei jedes Mal zwischen vier und 20 Jugendliche erreicht. Häufig schon konnten Jugendliche an Sportvereine weitervermittelt werden. Auch so genannte „Deutsch als Zweitsprache“-Klassen konnten am Preußenstadion begrüßt werden. Sie bekamen Workshops in Sachen Team Building, Demokratiebildung und Wertevermittlung.
Durch eine Spende der Sparkasse Münsterland Ost konnte die Zielgruppe der ZUE 2026 noch erweitert werden. So gibt es nun zusätzlich Angebote für junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren, Sport zu treiben oder Freizeitangebote wahrzunehmen.
Outlaw Kinder- und Jugendhilfe Chancen NRW Stadt Münster Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte e.V. (BAG) Koordinationsstelle Fanprojekte bei der dsj Landschaftsverband Westfalen-Lippe Bezirksregierung Münster Polizei NRW Münster Bundesliga Deutscher Fußball-Bund KickIn - Beratungsstelle Inklusion im Fußball
02/05/2026
Preußen-Spiel in Hannover:
Edo und Stefan sind im Zug mit am Start und begleiten euch auf der Fahrt nach Hannover. Wenn ihr Fragen habt oder irgendwas braucht, sprecht sie einfach jederzeit an – sie sind für euch da und kümmern sich.
⚽️🚂