10/08/2026
Magische Naturkunst – zwischen Spinnpalast, Bach und einem Wesen namens Manfred
„Das ist ein Spinnpalast.“
Mit einem riesigen Netz aus Wolle rund um die Buche auf dem Universitätsplatz begann die letzte Woche – und mit ihm fünf Tage voller Entdeckungen, Experimente und ziemlich viel Magie. Wünsche für die gemeinsame Zeit fanden ihren Platz im Netz, bevor es hinaus in den NABU-Calvingarten und an den Mühlenbach ging.
Es wurde geforscht, gemalt, genäht, gewickelt und gebaut. Selbstgemachte Kescher gingen auf Entdeckungstour, kleine Tiere wurden beobachtet und natürlich wieder freigelassen, aus Stöcken entstanden Angeln und aus Wolle, Ton und Fundstücken immer neue Ideen. Inspiriert von den Künstler:innen Judith Scott und Tomás Saraceno wurde gewickelt, versponnen und darüber nachgedacht, wie aus einfachen Materialien etwas völlig Neues entstehen kann.
Und die Wolle des Spinnennetzes? Die bekam schließlich selbst ein neues Leben: Am 8. August wurde Manfred geboren – irgendwo zwischen Oktopus, Spinne, Fisch und Mensch. Manfred darf übrigens bleiben: Gemeinsam mit weiteren Arbeiten aus dem Kurs wird er Teil der Ausstellung „UFOs – Textile Landschaften“ ab Dezember 2026.
Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Picknick im Garten, eine Makro-Schatzsuche durch die Kunstschule und noch einmal Zeit für Traumfänger, Schmuck und all die Ideen, für die eine Ferienwoche eigentlich viel zu kurz ist.
Vielleicht fasst ein Satz vom letzten Tag die Woche deshalb am schönsten zusammen:
„Warte kurz, ich muss noch Tschüss sagen … Tschüss lieber Bach.“
Der Kurs fand im Rahmen des Ferienpasses der Stadt Lingen in der Kunstschule Lingen, auf dem Universitätsplatz und im NABU-Calvingarten statt.
Ein herzliches Dankeschön an den NABU Emsland für diesen besonderen Garten und an die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Lingen für die Nutzung der Sanitäranlagen im Calvinhaus!