24/08/2026
[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
Heute vor 85 Jahren endete die sogenannte „Aktion T4“, in deren Verlauf allein in Hadamar über 10.000 Patient:innen aus diversen Heil- und Pflegeanstalten in einer Gaskammer im Keller ermordet wurden. In insgesamt sechs speziell dafür eingerichteten Tötungsanstalten ermordeten die Nationalsozialisten über 70.000 Menschen im gesamten Deutschen Reich.
Ein Grund für das Ende der „Aktion T4“ war die gescheiterte Geheimhaltung der Morde. Zwar sollten diese im Verborgenen stattfinden, doch in der Bevölkerung mehrten sich Gerüchte. In Hadamar wurden diese zusätzlich angeheizt durch die vielen „Grauen Busse“ und den ständig rauchenden Schornstein der Verbrennungsöfen. Zusätzlich dazu festigte die Predigt des Münsteraner Bischofs von Galen Anfang August 1941 das Wissen über die Patient:innenmorde in der Gesellschaft.
Mit dem Ende der „Aktion T4“ endeten jedoch nicht die Morde. In den nächsten Jahren wurden weiterhin Patient:innen aus Heil- und Pflegeanstalten in ihren Einrichtungen ermordet. Bereits ein Jahr nach dem Ende der Gasmorde wurde Hadamar erneut als Tötungsanstalt eingerichtet und diente in der sogenannten „dezentralen Euthanasie“ als einer der zentralen Tötungsorte.
Foto: Fotografie der Tötungsanstalt Hadamar mit rauchendem Schornstein 1941. Foto: Gedenkstätte Hadamar, Sammlung FS 4
[💡 Der gleiche Text einfacher]
Vor 85 Jahren endete die „Aktion T4“.
Bei der „Aktion T4“ ermordeten N***s viele kranke und behinderte Menschen.
Die N***s nannten diese Morde „Euthanasie“.
Es bedeutet hier: Ein Mensch wird gezielt getötet.
In Hadamar ermordeten die N***s mehr als 10.000 Menschen.
Die Menschen lebten zuvor in Heil·Anstalten und Pflege·Heimen.
Die N***s brachten die Menschen nach Hadamar.
Dort gab es eine Gas·Kammer.
Eine Gas·Kammer ist ein Raum für die Tötung mit Gas.
Die Menschen starben dort.
Im Deutschen Reich gab es sechs Orte für diese Morde.
Dort ermordeten die N***s mehr als 70.000 Menschen.
Die N***s wollten die Morde geheim halten.
Viele Menschen erfuhren trotzdem von den Morden.
In der Bevölkerung gab es immer mehr Gerüchte.
In Hadamar sahen die Menschen viele graue Busse.
Mit diesen Bussen kamen die Opfer nach Hadamar.
Dazu kam der Rauch aus dem Schornstein.
Der Rauch kam von den Öfen für die Toten.
So erkannten viele Menschen, was in Hadamar geschah.
Im August 1941 sprach Clemens August von Galen über die Morde.
Er war Bischof in Münster.
Ein Bischof ist ein Leiter der katholischen Kirche.
Er sprach offen über die Morde an kranken und behinderten Menschen.
Seine Rede machte die Morde noch bekannter.
Am 24. August 1941 stoppten die N***s die „Aktion T4“.
Damit endeten die Morde mit Gas in den sechs Tötungs·Anstalten.
Die Morde an kranken und behinderten Menschen gingen weiter.
Auch in Heil·Anstalten und Pflege·Heimen wurden weiter Menschen ermordet.
Die Täter nutzten dafür andere Wege.
Ein Jahr später wurde Hadamar wieder zu einem Ort für Morde.
Dort ermordeten die Täter viele Menschen.
Diese Form der Morde nennt man „dezentrale Euthanasie“.
„Dezentral“ bedeutet: Die Morde fanden an vielen Orten statt.
Hadamar wurde dabei zu einem wichtigen Ort für diese Morde.
Die Morde dauerten bis zum Ende der N**i·Zeit an.
Foto: Fotografie der Tötungsanstalt Hadamar mit rauchendem Schornstein 1941. Foto: Gedenkstätte Hadamar, Sammlung FS 4
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