Erich- Zeigner Haus e.V.

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Das Erich-Zeigner-Haus in Leipzig ist Zentrum und Begegnungsort für gelebte Zivilcourage & Demokratie

20/08/2026

Unsere Bildungs- und Beratungsstelle „HAND“ startet in das Schuljahr mit neuen Angeboten für Grundschulen der Stadt Leipzig. Interessierte Lehrkräfte können 90-minütige, kostenfreie Workshops und Projekttage für ihre Klassen buchen. In den Angeboten üben Kinder demokratische Kompetenzen ein und lernen Diskriminierung zu erkennen und wirksam zu begegnen. Die eingesetzten spielerischen, altersgerechten und abwechslungsreichen Methoden helfen dabei, komplexe Themen kindgerecht zu vermitteln.

Für pädagogische Fachkräfte bieten wir zudem schulinterne und thematische Weiterbildungen sowie individuelle Beratungen beim Auftreten von menschenfeindlichen Vorfällen an der eigenen Schule an.

Informationen über das Angebot gibt es auf unserer Projektseite www.gs.erich-zeigner-haus-ev.de. Tretet gern mit dem Projektteam in Kontakt, um einen Workshop, eine Weiterbildung oder einen individuellen Beratungstermin zu vereinbaren.

Photos from Erich- Zeigner Haus e.V.'s post 12/08/2026

Fachtag „Teilen stärkt. Adultismus und Beteiligungschancen in der Grundschule“ am 9. September in Wurzen

In diesem Jahr veranstalten wir bereits den zweiten Fachtag für pädagogische Fachkräfte und Multiplikator:innen im Rahmen des Projekts „BÄR – Bildung stärkt Demokratie“. Im Mittelpunkt von Vorträgen, Workshops und Austauschformaten stehen diesmal die Themen Adultismus und Beteiligung in der Grundschule. Als Referent:innen konnten die Rapperin Sookee, die Kinderrechtsexpertin Marta Skrzypczak und die Kunst- und Kulturpädagogin Tania Kolbe gewonnen werden. Im abschließenden World Café stehen Expert:innen der Universität Leipzig, des Landesamtes für Schule und Bildung, des Netzwerkes für Demokratie und Courage und des Projektteams für die gemeinsame Diskussion zur Verfügung. Die unterschiedlichen Impulse und Formate ermöglichen den Austausch über Praxiserfahrungen, Ideen und Handlungsmöglichkeiten zur Diskriminierungsprävention und Demokratiebildung in der Grundschule.

Das Programm und weitere Informationen sind zu finden unter: https://erich-zeigner-haus-ev.de/fachtag-teilen-staerkt-adultismus-und-beteiligungschancen-in-der-grundschule/

Anmeldung bis 26. August 2026 an [email protected].

Der Fachtag ist Teil des Projekts „BÄR – Bildung stärkt Demokratie“ und wird gefördert vom Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen“.

Photos from Erich- Zeigner Haus e.V.'s post 11/08/2026

25 Jahre Tolerantes Sachsen - das wird gefeiert!

Seit 25 Jahren setzen sich Menschen in Sachsen für Demokratie, Vielfalt und eine offene Gesellschaft ein.
Sie bleiben dran, widersprechen, wenn es nötig ist, und schaffen Räume für Begegnung. Genau dieses Engagement möchten wir gemeinsam feiern!

🗓️ 22. August 2026
🕑 14-21 Uhr
📍 Alte Spitzenfabrik, Grimma

Kommt vorbei, stoßt mit uns an und bringt gerne Familie & Freund:innen mit!

Alle Infos: https://www.tolerantes-sachsen.de/wir-feiern-25-jahre-netzwerk-tolerantes-sachsen/

03/08/2026

Buchvorstellung und Diskussion mit Monty Ott und Ruben Gerczikow: Antisemitismus im Fußball

🗓️ 25.08.2026
🕡 18:30 Uhr
📍 Erich-Zeigner-Haus

Antisemitismus nimmt in vielen Bereichen der Gesellschaft zu, auch im Fußball. Und obwohl Sport seit jeher Gemeinschaft schafft und Menschen verbindet, erleben Jüdinnen und Juden in deutschen Stadien weiterhin Ausgrenzung und Anfeindungen. Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich die Situation zusätzlich verschärft. Unsere Veranstaltung beleuchtet diese Entwicklungen und geht den Fragen nach: Wie zeigt sich Antisemitismus im Fußball? Was erleben Betroffene im Alltag? Welche Verantwortung tragen Vereine, Fans und Verbände?

Zu Gast sind die Autoren Monty Ott und Ruben Gerczikow, die mit dem Buch „Juden auf dem Platz, Juden auf den Rängen“ eine aktuelle und viel diskutierte Analyse vorgelegt haben. Sie geben Einblicke in ihre Recherchen und ordnen die Lage ein. Die Veranstaltung möchte sensibilisieren, Perspektiven öffnen und dazu anregen, das eigene Verhalten zu reflektieren.

Es wird um eine vorherige Anmeldung gebeten unter: [email protected]. Der Eintritt ist kostenlos.

Photos from Erich- Zeigner Haus e.V.'s post 20/07/2026

Digitales Kursmodul erschienen: Von “Heimatschutz” und “Klimahysterie” – Wie Rechtsextreme das Umwelt‑ und Klimathema für sich nutzen

Dass Klimaschutz zum Feindbild der extremen Rechten wird, lässt sich spätestens seit dem Aufkommen von Fridays for Future deutlich beobachten. Aber warum wird gerade der Klimaschutz zum Feindbild? Welche Motive und Strategien stecken dahinter und wie lässt sich das mit einer gleichzeitigen Vereinnahmung von Natur- und Umweltschutzthemen zusammenbringen? Warum leugnen Menschen den Klimawandel und wie kann man dem begegnen? In diesem Modul bekommst du Antworten: durch Grundlagenwissen, interaktive Übungen und praxisnahe Dialogübungen. Das Modul richtet sich an ehren- und hauptamtlich Engagierte im Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sowie an alle Interessierten.

https://lernwelt.bund.net/explore/von-heimatschutz-und-klimahysterie-wie-rechtsextreme-das-umwelt-und-klimathema-fur-sich

„Durchblick gegen Unterwanderung: Schutz vor Rechtsextremismus im Umweltbereich“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem BUND und wird im Rahmen des Bundesprogramm Demokratie leben! gefördert.

Photos from Erich- Zeigner Haus e.V.'s post 09/07/2026

Am 23., 29. und 30. Juni haben wir gemeinsam mit Jugendlichen aus Oschatz, Roßwein und Delitzsch drei neue Stolpersteine verlegt.

In Ostrau erinnert nun ein Stolperstein an Emil Hugo Deubner. Er wurde 1894 in Hof bei Oschatz geboren und wuchs bei seinen Eltern auf, absolvierte eine Lehre als Schmied und wurde mit 20 Jahren ins Militär eingezogen. Wahrscheinlich aufgrund seiner traumatischen Erlebnisse im Ersten Weltkrieg erkrankte er an Schizophrenie. 1920 wurde er in die Heil- und Pflegeanstalt Hubertusburg eingewiesen und 1929 in die Anstalt Hochweitzschen überstellt. Am 19. Juli 1940 wurde er durch einen „Sammeltransport“ nach Pirna-Sonnenstein gebracht und noch am selben Tag im Keller der Anstalt ermordet.

In Delitzsch wurde ein Stolperstein für Wilhelm Friedrich Hänisch verlegt. Er wurde 1902 geboren und war vom Beruf Bauschlosser. Am 18. März 1933 wurde die Anordnung erlassen ihn in Schutzhaft zu nehmen, da er als politisch verdächtig eingestuft wurde. 1935 wurde er in das KZ Sachsenburg und 1937 in das KZ Buchenwald deportiert. Dort musste er, eingeteilt im Arbeitskommando „SS-Unterkunft“, Unterkünfte der SS in Stand halten. Am 4. September 1942 wurde Wilhelm Friedrich Hänisch ermordet.

In Roßwein wurde ein Stolperstein für Karl Emil Müller verlegt. Er wurde 1901 in Roßwein geboren und litt an Epilepsie. Er begann eine Lehre zum Schmied und arbeitete später u.a. in der Metallwarenfabrik Roßwein, und chemischen Fabrik Graff. 1929 wurde Karl das erste Mal in die Heil- und Pflegeanstalt Hochweitzschen eingewiesen. 1939 wurde er erneut aufgenommen und erhielt dort die Diagnose Epilepsie und „Schwachsinn“. In den Dokumenten finden sich Hinweise auf eine Sterilisation. Am 2. August 1940 wurde er mit einem Sammeltransport von Hochweitzschen nach Pirna-Sonnenstein deportiert und dort am selben Tag ermordet.

06/07/2026

Ein Freiwilligendienst im Erich-Zeigner-Haus e.V. – FÖJ-Stelle für September 2026 bis August 2027 zu vergeben!

Du möchtest dich für Nachhaltigkeit engagieren? Du willst politische Arbeit in der Praxis erleben? Möchtest junge Menschen aufklären und politisch unterstützen? Dann ist ein Freiwilliges Jahr beim Erich-Zeigner-Haus e.V. genau das Richtige für dich!

Deine möglichen Aufgabenfelder:
• Historisch-politische Bildungsarbeit mit Jugendlichen an verschiedenen Schulen (Stolpersteinprojekte, Workshops zur politischen Bildung, Begleitung auf Exkursionen)
• Gartenpflege und Konzeption im historischen Garten
• Organisation und Durchführung von Veranstaltungen zu Themen der politischen Bildung, u.a. gegen Rechtsextremismus und Demokratiefeindlichkeit
• Öffentlichkeits-/Netzwerkarbeit, z.B. Betreuung Social Media, Infostände, Mitarbeit beim Leipziger Netzwerk für Demokratie

Das bringst du mit:
• Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit
• Interesse an Politik und Geschichte
• Bereitschaft zu intellektuellem Engagement

Und sonst so?
Neben deiner Arbeitszeit bei uns fährst du auch gemeinsam mit anderen FÖJler:innen auf Seminarfahrten und nimmst an mehreren Bildungstagen teil. Hier hast du die Möglichkeit, dich auch mit ökologischen Themen auseinanderzusetzen und deine Seminargruppe in einem entspannten Umfeld kennenzulernen sowie die Tage selbstständig mitzugestalten.
 
Du hast Interesse? Dann freuen wir uns auf deine Bewerbung!

Sende uns deine Unterlagen (Lebenslauf und Motivationsschreiben) per Mail an [email protected] oder bewirb dich bei dem Träger SUA unter: https://www.foej-sua.de/index.php/freiwilligendienste/foej/bewerbung

Photos from Jüdische Woche Leipzig's post 03/07/2026
Photos from Erich- Zeigner Haus e.V.'s post 03/07/2026

Am Donnerstag, dem 25. Juni, haben wir im Rahmen der Jüdischen Woche Leipzig gemeinsam mit Jugendlichen der Freien Rahn Oberschule und der Petrischule an zwei Orten elf neue Stolpersteine verlegt.

Im Ranstädter Steinweg 15 erinnern nun zehn Stolpersteine an die jüdische Familie Rosenstein. Michla Rosenstein zog nach dem Tod ihres Mannes 1933 mit ihren Kindern nach Leipzig. Bei der sogenannten „Polenaktion“ am 28. Oktober 1938 wurde die Familie gemeinsam mit tausenden weiteren Jüdinnen und Juden mit polnischem Pass gewaltsam nach Polen abgeschoben. Nach dem deutschen Überfall auf Polen setzte sich die Verfolgung fort. Michla Rosenstein wurde 1939 in das Warschauer Ghetto gebracht und 1942 ermordet. Mehrere Familienmitglieder gelten bis heute als verschollen. Harry Herschel und Moritz Moses Rosenstein überlebten die NS-Zeit und lebten fortan in des USA und Israel. Seit März 2025 setzten sich acht Jugendliche aus der Rahn-Oberschule Leipzig mit dem Schicksal der Familie auseinander und recherchieren ihre Verfolgungsgeschichte.

In der Karl-Liebknecht-Straße 95 wurde ein Stolperstein für Heinz Robert Brau verlegt. Er lebte dort mit seiner Mutter und seinen Geschwistern und arbeitete unter anderem als Gärtnergehilfe und Metallarbeiter. Die Nationalsozialisten verfolgten ihn als homosexuellen Mann. 1936 wurde er zwangssterilisiert, 1939 nach § 175a verurteilt und nach seiner Haft im Jugendgefängnis Hoheneck in die Heil- und Pflegeanstalt Waldheim eingewiesen. Am 29. Februar 1940 wurde Heinz Robert Brau in die „Euthanasie“-Tötungsanstalt Brandenburg gebracht und dort ermordet. Seit Februar 2025 beschäftigten sich 12 Jugendliche der Petrischule mit der Biografie von Heinz Robert Brau und beendeten mit der Verlegung das Projekt.

Neben den Verlegungen in unserer Patenschaft fanden am selben Tag weitere Stolpersteinverlegungen in Leipzig statt. Der Überblick und die Biografien sind bei der AG Stolpersteine Leipzig zu finden:https://www.stolpersteine-leipzig.de/download/einladung_stolpersteine_2026_juni_25.pdf

15/06/2026

Leipzig feiert in diesem Jahr vom 21. bis 28. Juni zum 17. Mal die Jüdische Woche. In diesem Rahmen veranstalten wir eine 90-minütige Stadtführung, welche die Geschichte ausgewählter Leipziger „Judenhäuser“ beleuchtet, in denen Jüdinnen und Juden konzentriert wurden, bevor sie deportiert wurden. Sie informiert über das Schicksal einzelner Personen – bekannte Geschäftsleute ebenso wie Familien, Waisenkinder und alte Menschen – und endet mit einem Blick auf das jüdische Leben in Leipzig seit 1990.

🗓️ Dienstag, 23.06.2026
🕔 17:00–18:30 Uhr
📍 Gemeindesynagoge der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig (Brodyer Synagoge), Keilstraße 4, 04105 Leipzig

Leitung: Dr. Eberhard Ulm. Eintritt frei. Wir bitten um voherige Anmeldung per Mail: [email protected]

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Öffnungszeiten

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Dienstag 09:00 - 15:00
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Donnerstag 09:00 - 15:00
Freitag 09:00 - 15:00