Platypus Leipzig

Die Platypus Affiliated Society organisiert Lesekreise, öffentliche Veranstaltungen, Vorträge, Forschung und Journalismus im Hinblick auf überkommene, ungelöste Probleme und Aufgaben der “Alten” (1920er-30er), “Neuen” (1960er-70er) und post-politischen (1980er-90er) Linken und der Möglichkeiten für emanzipatorische Politik heute.

Die bürgerliche Revolution und Amerika 250 – SommerlesekreisWoche 3 | Locke und die Glorious RevolutionMontag, 31. Augus...
26/08/2026

Die bürgerliche Revolution und Amerika 250 – Sommerlesekreis
Woche 3 | Locke und die Glorious Revolution
Montag, 31. August 2026, 18–21 Uhr
Leipzig: Liebknecht-Haus, Braustraße 15, 04107 Leipzig

„Denn Gesetz im wahren Sinn ist nicht so sehr die Beschränkung, als vielmehr die Leitung eines frei und einsichtig Handelnden in der Richtung seines eignen Interesses, und seine Vorschriften erstrecken sich nicht weiter, als es zum allgemeinen Wohl aller derjenigen dient, die unter dem Gesetz stehen.”
– John Locke

Welche Erfahrung der bürgerlichen Revolution und politischer Krise verarbeitet Locke? Inwiefern ist Freiheit bei Locke eine gesellschaftliche und politische Aufgabe? Was ist das revolutionäre Potenzial von Eigentum?

Diese Woche zu lesen:
• John Locke, Zweite Abhandlung über Regierung (1689)

Wir treffen uns zum Sommerlesekreis bereits immer um 18 Uhr. Er findet wöchentlich abwechselnd in Leipzig und Halle statt.

Der Link zur gesamten Leseliste mit allen Texten.

Die bürgerliche Revolution und Amerika 250 – SommerlesekreisWoche 2 | Hobbes (Fortsetzung)Montag, 24. August 2026, 18–21...
22/08/2026

Die bürgerliche Revolution und Amerika 250 – Sommerlesekreis

Woche 2 | Hobbes (Fortsetzung)

Montag, 24. August 2026, 18–21 Uhr
Halle: Studentisch selbstverwalteter Raum (SSR), Steintor Campus, Adam-Kuckhoff-Straße 34a, 06108 Halle (Saale)

„Um auf die wahre Beschaffenheit der bürgerlichen Freiheit zu kommen oder um zu bestimmen, welches die Handlungen sind, welche wenngleich vom Oberherrn vorgeschrieben, ohne Ungerechtigkeit unterlassen werden können, muß man erwägen, welchen Rechten man entsagt und welcher Freiheiten man sich begibt, wenn man einem oder mehreren die höchste Gewalt überträgt. Darin liegt sowohl Verpflichtung wie Freiheit; daher müssen aus der Unterwerfung selbst Quellen und Gründe für beides genommen werden. Wozu man seine Einwilligung nicht gab, dazu kann man wegen der natürlichen Freiheit aller Menschen nicht verpflichtet werden.”

– Thomas Hobbes

Wie hängt die bürgerliche Freiheit für Hobbes mit den Bedingungen souveräner Herrschaft zusammen? Wie blickt Hobbes auf den Englischen Bürgerkrieg zurück? Worin besteht die Freiheit, wenn sie nicht als Teilnahme an der Herrschaft, sondern als Bereich verstanden wird, in dem das Gesetz schweigt?

Diese Woche zu lesen:

• Hobbes, Leviathan (1651/68), Kapitel XVI-XIX, XXI, Rückblick und Schlußbetrachtung

Wir treffen uns zum Sommerlesekreis bereits immer um 18 Uhr. Er findet wöchentlich abwechselnd in Leipzig und Halle statt. 

Der Link zur gesamten Leseliste mit allen Texten.

Die bürgerliche Revolution und Amerika 250Sommerlesekreisab 17. August, immer montags, ab 18 Uhrabwechselnd in Leipzig /...
14/07/2026

Die bürgerliche Revolution und Amerika 250
Sommerlesekreis
ab 17. August, immer montags, ab 18 Uhr
abwechselnd in Leipzig / Halle
Liebknechthaus / SSR Steintorcampus

Die bürgerliche Revolution ist singulär. Als langer historischer Prozess der sozialen Revolution fand sie auf ihrem Weg in mehreren entscheidenden politischen Ereignissen ihren Ausdruck. Unter anderem feiert in diesem Jahr die amerikanische Revolution als Teil der bürgerlichen Revolution ihr 250-jähriges Bestehen. Dieses Vermächtnis wurde für die „(marxistische) Linke“ im Verlauf des 20. Jahrhunderts immer undurchsichtiger. Darum lesen wir diesen Sommer die bürgerlichen Denker, die die neu aufkommenden Probleme ihrer Zeit aufgriffen. Was waren die übergreifenden Entwicklungen und Ideen? Was bedeutete die historische Aufgabe der bürgerliche Revolution für eine Linke? Was kann aus ihr noch werden?

Empfohlene Vorbereitungs- und Hintergrundliteratur:
+ Karl Marx, "England and Materialist Philosophy" (1845)
+ Max Horkheimer, “Anfänge der bürgerlichen Geschichtsphilosophie” (1930): Kapitel 2

Vom 17. August bis 28. September 2026, jede Woche montags. Eine vorherige Anmeldung o.Ä. ist nicht nötig.

Montags: 18 Uhr – 21 Uhr, abwechselnd in Leipzig: Liebknecht-Haus, Braustraße 15, 04107 Leipzig und in Halle: Studentisch selbstverwalteter Raum (SSR), Steintor Campus, Adam-Kuckhoff-Straße 34a, 06108 Halle (Saale). Die Texte werden im Voraus gelesen und dann zusammen diskutiert.

Neueinsteiger/innen sind herzlich willkommen. Vorkenntnisse werden keine benötigt.

● vorausgesetzte Texte
+ zusätzlich, empfohlene Texte

Link zur gesamten Leseliste in der Bio.

Was ist revolutionärer Marxismus?Lesekreis – IV. Was tun?Mo., 11.05., ab 19 UhrLiebknechthaus, Braustraße 15"Aber es gib...
06/05/2026

Was ist revolutionärer Marxismus?
Lesekreis – IV. Was tun?
Mo., 11.05., ab 19 Uhr
Liebknechthaus, Braustraße 15

"Aber es gibt Spontaneität und Spontaneität.”

Mit „Was tun?” werden wir uns mit einer der grundlegenden Schriften von Wladimir I. Lenin befassen, wo dieser sein Verständnis des orthodoxen Marxismus der 2. Internationale für die russische Bewegung formuliert.
Was versteht er dabei unter „Spontaneität” und „Bewusstheit”? Welche Bedeutung haben diese Begriffe in dessen Verständnis für revolutionäre Politik? Diese und weitere Fragen werden wir in der Einheit gemeinsam besprechen.

Haupttext
• W. I. Lenin, Was tun? (1902)

Zusatztext
+ Richard Appignanesi und Oscar Zarate, Lenin for Beginners (1977)

Wir treffen uns nächste Woche Montag um 19-22 Uhr im Liebknecht Haus (Braustraße 15). Ihr müsst euch nicht vorher anmelden und könnt zur Sitzung einfach vorbeikommen.

Ihr findet alle Texte auch in der Bio.

Wie immer werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.

Welle:Platypus  #15 – Donald TrumpIn der fünfzehnten Folge von Welle:Platypus diskutieren wir die Bedeutung Donalds Trum...
28/04/2026

Welle:Platypus #15 – Donald Trump

In der fünfzehnten Folge von Welle:Platypus diskutieren wir die Bedeutung Donalds Trumps als Symptom des Post-Neoliberalismus. Dazu besprechen wir mehrere Artikel von Chris Cutrone aus der deutschsprachigen Ausgabe der Platypus Review: „Wieso nicht Grönland?“, „Was Musk und Trump noch verbindet“, „Mar-a-Gaza“ und „Die Furcht selbst“.

Außerdem angesprochen:
• Trade Wars Are Class Wars von Matthew Klein und Michael Pettis
• A User‘s Guide to Restructuring the Global Trading System von Stephen Miran
• Platypus Podium „Radical interpretations of the present crisis“

Link zum Nachhören in der Bio.

Nachrichten aus der ideologischen Antike - Teil 1: Marx und Eisenstein – FilmabendMittwoch, 22.04., 19 UhrZiegenledersaa...
21/04/2026

Nachrichten aus der ideologischen Antike - Teil 1: Marx und Eisenstein – Filmabend
Mittwoch, 22.04., 19 Uhr
Ziegenledersaal (Universitätsstraße 1)

Der kürzlich verstorbene Autor und Filmemacher Alexander Kluge ist als einer der bedeutendsten Vertreter des Neuen Deutschen Films eine bedeutende Figur der Kultur der Neuen Linken. Wir wollen uns seinem Werk mit dem 2008 erschienenem Film „Nachrichten aus der ideologischen Antike“ widmen. Hierbei handelt es sich um eine Betrachtung des Versuches von Sergej Eisenstein, das Kapital von Marx, im Jahre 1929 im Stile von James Joyce „Ulysses“ zu verfilmen.

Für Kluge gilt: „Ich finde Marx als Dichter hoch interessant. Als Ökonom interessiert er mich weniger.“ Wir wollen uns die Frage stellen, was uns dieser Zugang zur Beziehung der Neuen Linken mit dem historischen Marxismus offenbaren kann.

Lesekreis Woche 16:VIII. Was ist Marxismus?: Vorläufer der Frankfurter Schule "Die Vertreter dieser Auffassung werfen de...
12/02/2026

Lesekreis Woche 16:
VIII. Was ist Marxismus?: Vorläufer der Frankfurter Schule

"Die Vertreter dieser Auffassung werfen dem Kapitalismus vor, daß sein Rationalismus den Menschen vergewaltige, und sehnen die erneute Heraufkunft einer Gemeinschaft herbei, die besser als die kapitalistische Gesellschaft das vermeintlich Menschliche berge. (...) sie verfehlen das Gebrechen des Kapitalismus im Kern. Er rationalisiert nicht zu viel, sondern zu wenig."
Kracauer

Wilhelm Reich’s Verwendung der Psychoanalyse zur Klärung des Phänomens Faschismus wird für die Frankfurter Schule so einflussreich wie Siegfried Kracauer, der den ideologischen Kern hinter kulturellen Phänomenen ernst nimmt und damit Einblicke in eben die Massengesellschaft bekommt, die letztendlich dem Faschismus den Sieg ermöglichen wird.
Wie erklärt sich Reich die Niederlage der marxistischen Arbeiterbewegung durch die "Mystik des Nationalsozialismus"? Wie kann Psychoanalyse zu einer Rekonstitution des Marxismus beitragen? Und welche Bedeutung hat die dialektische Kritik von Kulturphänomenen?

Haupttexte
● Wilhelm Reich, Ideologie als materielle Gewalt aus Massenpsychologie und Faschismus (1933)
● Siegfried Kracauer, Das Ornament der Masse (1927)

Zusatztexte
+ Kracauer, Die Photographie (1927)
+ Capitalist contradiction chart of terms
+ Being and becoming (freedom in transformation) / immanent dialectical critique chart of terms

Wir treffen uns nächste Woche wieder Montag um 19-22 Uhr im Liebknecht Haus (Braustraße 15). Ihr müsst euch nicht vorher anmelden und könnt einfach vorbeikommen.

Ihr findet alle Texte auch in der Bio.

Wie immer werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.

Welle:Platypus  # 14 – Französische RevolutionIn der vierzehnten Folge von Welle:Platypus besprechen wir die Podiumsdisk...
07/02/2026

Welle:Platypus # 14 – Französische Revolution

In der vierzehnten Folge von Welle:Platypus besprechen wir die Podiumsdiskussion „The Legacy of the French Revolution“, die im vergangenen Herbst als Teil der Platypus European Conference stattfand.
Link zum Nachhören in der Bio. 🇫🇷

Lesekreis Woche 13:V. Was ist Marxismus?: Verdinglichung (26.01.26)In den nächsten 3 Wochen begeben wir uns mitten in di...
24/01/2026

Lesekreis Woche 13:
V. Was ist Marxismus?: Verdinglichung (26.01.26)

In den nächsten 3 Wochen begeben wir uns mitten in die Krise des Marxismus: Im Jahr 1923 ist das Scheitern der Zweiten Internationale nach der Niederschlagung der Revolution endgültig besiegelt. Georg Lukács und Karl Korsch werden die Krise des Marxismus, die ihre Anfänge in der Revisionismusdebatte nimmt, mit einer Rückbesinnung auf Marx kritisieren, um zu begreifen wie diese über sich hinausweist.

Den Anfang machen wir mit Lukács erstem Teil aus "Das Phänomen der Verdinglichung" in "Geschichte und Klassenbewusstsein": Ausgehend vom Fetisch-Charakter der Ware wird Lukács seinen Begriff der Verdinglichung bestimmen. Wie zeigt sich die Verdinglichung sowohl als objektives, als auch subjektives Phänomen im Kapitalismus? Welche Bedeutung hat die Verdinglichung des Bewusstseins für das Proletariat und inwiefern weist diese dialektisch über sich hinaus?

Haupttexte
 ● Georg Lukács, Das Phänomen der Verdinglichung, Teil I des Kapitels Die Verdinglichung und das Bewusstsein des Proletariats in Geschichte und Klassenbewusstsein (1923)

Zusatztexte
+ Commodity form chart of terms
+ Reification chart of terms
+ Capitalist contradiction chart of terms
+ Organic composition of capital chart of terms
+ Being and becoming (freedom in transformation) / immanent dialectical critique chart of terms

Wir treffen uns nächste Woche wieder Montag um 19-22 Uhr im Liebknecht Haus (Braustraße 15). Ihr müsst euch nicht vorher anmelden und könnt einfach vorbeikommen.

Ihr findet alle Texte auch hier.

Wie immer werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.

Lesekreis Woche 12:IV. Was ist Marxismus?: Kritik der Politischen Ökonomie (19.01.26)"Der Fetischcharakter der Ware ist ...
17/01/2026

Lesekreis Woche 12:
IV. Was ist Marxismus?: Kritik der Politischen Ökonomie (19.01.26)

"Der Fetischcharakter der Ware ist keine Tatsache des Bewußtseins sondern dialektisch in dem emminenten Sinne, daß er Bewußtsein produziert. [...] [D]ie Vollendung des Warencharakters in einem Hegelschen Selbstbewußtsein [inauguriert] die Sprengung der Phantasmagorie."
Theodor W. Adorno, in einem Brief an Walter Benjamin (1935)

Nächste Woche befassen wir uns - in aller Kürze - mit Marxens Kritik der Politischen Ökonomie. Die Ausschnitte aus den Grundrissen geben die Grundbestimmungen dessen, was später "Das Kapital" sein wird.
Inwiefern kritisiert Marx mit seiner Kritik der Politischen Ökonomie zugleich den Sozialismus seiner Zeit? Was kritisiert er an ihr und wie weist die Kritik über sich hinaus? Und wieso überhaupt befasst er sich mit dieser "ganzen ökonomischen Scheiße" (Marx Brief an Engels, 1851)?

Haupttexte
● Karl Marx, Auszüge aus Grundrisse (1857-1858)
● Karl Marx, Der Fetischcharakter der Ware und sein Geheimnis, aus Das Kapital Bd. I (1867)

Zusatztexte
+ Commodity form chart of terms
+ Capitalist contradiction chart of terms
+ Organic composition of capital chart of terms
+ Marx on surplus-value chart of terms
+ Being and becoming (freedom in transformation) / immanent dialectical critique chart of terms

Wir treffen uns wieder Montag um 19-22 Uhr im Liebknecht Haus (Braustraße 15).
Ihr müsst euch nicht vorher anmelden und könnt zu einer der beiden Sitzungen einfach vorbeikommen.

Ihr findet alle Texte auch in unserer Leseliste.

Wie immer werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.

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