Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa - GWZO

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Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa - GWZO, Hochschule und Universität, ReichsStr. 4–6, Specks Hof (Eingang A), Leipzig.

In seiner Forschung stellt das GWZO Themen in den Fokus, die zu den drängendsten Herausforderungen unserer Zeit gehören: Globalisierungsdynamiken und Migration, Wissensordnungen und konkurrierende Geschichtsbilder sowie Umwelt und Gewalt.

20/08/2026

🧱 Spur der Steine: Was erzählt Leipzigs Pflaster?

Am kommenden Dienstag lädt unsere Kollegin Stephanie Weismann dazu ein, Leipzigs Straßen einmal mit einem anderen Blick zu betrachten: Bei der „Spur der Pflaster-Steine“ erzählt sie von den Geschichten, die buchstäblich zu unseren Füßen liegen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Architektur und Film“ statt. Im Anschluss wird der DEFA-Klassiker „Spur der Steine“ mit Manfred Krug gezeigt.

📍 UT Connewitz
🕕 Dienstag, 18 Uhr

Stephanie Weismann forscht am im Projekt „Leipziger Pflastergeschichte/n“ zur Geschichte und Materialität des Straßenpflasters und fragt danach, welche Geschichten, Erfahrungen und welches Wissen sich im Boden unter unseren Füßen finden lassen.

👉 Kommt vorbei und entdeckt Leipzigs Pflaster neu!

Der kommende Dienstag steht ganz unter dem Motto „Spur der Steine“ - im Rahmen der Reihe „Architektur und Film“ des und der stadtleipzig
Um 18:00 Uhr erzähle ich auf der „Spur der Pflaster-Steine“ von der Geschichte und den Geschichten, die uns allüberall zu Füßen liegen.
Anschließend wird der DEFA-Film „Spur der Steine“ gezeigt.
Im UT Connewitz könnt ihr sowohl Manfred Krug als auch lokale Pflaster-Schätze aus einem Forschungsprojekt am Leibniz-Institut GWZO auf Leinwandgröße erleben.

19/08/2026

Kennt ihr schon den Blog unserer Kollegin Alexandra Ghiț? 👀

Der Blog begleitet ihr Forschungsprojekt »Politikerinnen und der Nachkriegswiederaufbau in Rumänien«. Regelmäßig erscheinen dort Reflexionsbeiträge, die Einblicke in Alexandras laufende Forschung geben, erste Interpretationen vorstellen und Forschungsergebnisse diskutieren.

Der Blog und das Forschungsprojekt werden im Rahmen der Marie Skłodowska-Curie-Aktionen (MSCA) durch die Europäische Union gefördert.

📖 Jetzt ist der zweite Blogbeitrag erschienen:

#2 Reconstruction | Revolution Historiographies – On Keeping our Postwar History Together

Der Beitrag hinterfragt die Trennung zwischen „Rekonstruktion“ im Westen und „Revolution“ im Osten nach dem Zweiten Weltkrieg. Anhand von Frauen in der Politik in Italien und Rumänien zeigt Alexandra Ghiț gemeinsame Entwicklungen und Verflechtungen auf und plädiert für eine gesamteuropäische Perspektive auf den Wiederaufbau.

👉 Jetzt auf dem MSCA Project Blog lesen:
https://www.leibniz-gwzo.de/en/research/research-departments/dept-entanglements-and-globalisation/international-positioning-5

MSCA Project Blog | GWZO This blog accompanies the MSCA research project »Women’s Politics and Postwar Reconstruction in Romania« by Alexandra Ghiț. How did women politicians and grassroots activists shape the postwar remaking of key political fields? RECKON will investigate the gendered transformation of public health...

12/08/2026

🌊 16 Hochwasser in nur zwei Jahren

Die berühmte Magdalenenflut von 1342 war offenbar keine isolierte Katastrophe. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Leipziger Umwelthistorikers Martin Bauch (GWZO) hat nachgewiesen: Zwischen Winter 1341/42 und Ende 1343 suchten 16 große Hochwasser weite Teile Europas heim.

Vier davon erreichten statistische Wiederkehrperioden von 500 bis 1.000 Jahren – echte „Jahrtausendfluten“. Das Jahr 1342 war damit das hochwasserreichste der vergangenen 700 Jahre.

🔎 Grundlage der Rekonstruktion sind mehr als 1.000 historische Quellen – darunter Chroniken, Rechnungsbücher, Urkunden und Briefe. Martin Bauch steuerte insbesondere Quellen aus Mitteldeutschland, Böhmen und dem östlichen Mitteleuropa bei.
💡 Die Ergebnisse sind auch für heute relevant: Hochwasser können sich häufen und miteinander zusammenhängen. Die Forschenden plädieren deshalb für Schutzstrategien, die nicht nur einzelne Extremereignisse, sondern ganze Katastrophenketten berücksichtigen.

📚 Die Studie ist in Nature erschienen:
Kiss, A. et al. (2026): Cascading continental-scale floods across Europe in 1342–1343.
DOI: 10.1038/s41586-026-10888-8

Bild: : Darstellung von extremen Niederschlägen und Hochwassern des 13. Jahrhunderts im „Ehrenspiegel“ des Jakob Fugger. Quelle: BSB München, CGM 895, fol. 133v. (Lizenz: Public Domain Mark 1.0 Universal)

06/08/2026

📖 „Erhitzte Begriffe, kalte Heimaten“

Wie lässt sich an Flucht und Vertreibung erinnern, ohne historische Zusammenhänge und Ambivalenzen aus dem Blick zu verlieren?

Darüber spricht unsere Direktorin Maren Röger in der aktuellen Spezialausgabe des polnischen Wochenmagazins Tygodnik Powszechny. Im Interview geht es um Zwangsmigration, den Verlust von Heimat und um die unterschiedlichen Erinnerungskulturen in Deutschland und Polen.

Eine zentrale Herausforderung beschreibt Maren Röger so:

„Eine große Herausforderung für die Erinnerungskultur und auch für jede betroffene Familie ist die Anerkennung dessen, dass man sowohl Täter als auch Opfer sein kann. Flucht und Vertreibung veranschaulichen diese Ambivalenz.“

Und sie betont die tiefgreifende individuelle Erfahrung von Zwangsmigration:

„Zwangsmigration bedeutet immer den Verlust der kleinen Heimat, des vertrauten Umfelds, den Verlust von Eigentum. Für jeden Menschen ist das ein Schock und eine schmerzvolle Zäsur im Leben.“

Das ausführliche Interview ist Teil der aktuellen Spezialausgabe von Tygodnik Powszechny, die sich mit der Geschichte ehemaliger deutscher Gebiete auseinandersetzt, die infolge des Zweiten Weltkriegs Teil Polens wurden.

👉Zur Spezialausgabe: https://sklep.tygodnikpowszechny.pl/ziemie-odzyskiwane-e-wydanie

04/08/2026

🇨🇿 Das GWZO in Prag

Seit 2025 ist das GWZO mit einer eigenen Abteilung in Prag vertreten. Die Abteilung „Wissen und Partizipation“ unter der Leitung von Michal Frankl beschäftigt sich mit der Entstehung, Vermittlung und gesellschaftlichen Aushandlung historischen Wissens.

Wie kam es zur Gründung der Prager Zweigstelle? Welche Themen stehen im Mittelpunkt ihrer Arbeit? Und welche Perspektiven eröffnet der Standort für die Forschung?

Darüber spricht Michal Frankl im Interview mit Radio Prag International. Das bereits im Januar gesendete Gespräch wurde nun erneut ausgestrahlt – eine gute Gelegenheit, noch einmal reinzuhören. 🎙️

🎧 Zum Interview: https://deutsch.radio.cz/gespraeche-ueber-staatshaushalt-2027-forschungen-zu-sonnenfnsternissen-prager-8893433

31/07/2026

📚 Erste Rezension zu "Original Ostblock" erschienen!

Wir freuen uns über die erste Rezension des Buches „Original Ostblock“ unserer Kollegin Sabine Stach, die am Mittwoch auf H-Soz-Kult veröffentlicht wurde.

Die Rezensentin Heike Wolters schreibt:
„Das Buch liefert eine bedeutende Ergänzung zur Forschung über den geschichtskulturellen Umgang mit der sozialistischen Vergangenheit der ostmitteleuropäischen Staaten. Sabine Stach vermeidet bei ihrer empirisch gestützten, sorgfältigen und differenzierten Analyse und Deutung explizite Bewertungen des Doing History, die sich gerade in wissenschaftlicher Literatur häufig finden. Sie bewertet nicht die „Richtigkeit“ von Erinnerungsformen und schreibt ihnen auch nicht schlagwortartig „Verharmlosung“, „Aufarbeitung“ oder „Idealisierung“ zu, sondern zeigt sie in ihrer Funktionsweise. Dabei verfasst sie ein starkes Plädoyer für Geschichtsschreibung abseits akademischer Texte und beweist, was die Stadtführungsangebote als ökonomisch eingebettete, performative Erinnerungsform, deren Inhalte durch Nachfrage, Erwartungshaltungen, persönliches Handeln der Guides und Konfliktvermeidung geprägt sind, leisten können.“

🔗 Zur Rezension: https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-160848

30/07/2026

⚔️ Wikinger, Lagerfeuer und mittelalterliche Spektakel – aber auch politische Vereinnahmung?

Das Slawen- und Wikingerfestival im polnischen Wolin zieht jedes Jahr tausende Besucher an. Zwischen historischen Kostümen, Schaukämpfen und Mittelalterromantik zeigt sich jedoch auch eine andere Seite des Festivals: Seit einigen Jahren mischen sich zunehmend Rechtsextreme und Neonazis unter das Publikum.

🎧 In dieser Podcast-Folge spricht die Historikerin Dr. Karin Reichenbach vom darüber, warum sich rechte Gruppen auf Wikinger, vorchristliche Gesellschaften und historische Rollenbilder beziehen – und welche gesellschaftlichen Vorstellungen dahinterstehen.

Im Gespräch mit detektor.fm-Redakteur Lars Feyen und Moderatorin Sara-Marie Plekat geht es außerdem darum, wie Geschichte politisch instrumentalisiert wird und weshalb historische Narrative für rechtsextreme Bewegungen so attraktiv sind.

Die Folge ist Teil unserer Podcastreihe »Forschungsquartett«, die wir gemeinsam mit detektor.fm realisieren und in der wir aktuelle Forschungsperspektiven hörbar machen.

📜Wikingerbilder faszinieren bis heute – auch weit über historische Reenactments hinaus. Rund um das Festival in Wolin vom 30. Juli bis 2. August empfehlen wir diese Folge besonders.

👉 Jetzt reinhören:
https://detektor.fm/wissen/forschungsquartett-rechtsextreme-und-geschichte?highlight=GWZO

28/07/2026

Auf dem Portal Copernico. Geschichte und kulturelles Erbe im östlichen Europa – zu dessen Netzwerk auch das gehört – ist jüngst der neue Themenschwerpunkt „Reisen und Tourismus“ erschienen! 📖✨

Herausgegeben von David Feest, Jan-Hinnerk Antons und Karsten Brüggemann betrachten die Beiträge das östliche Europa durch das Prisma des Reisens. Sie geben spannende Einblicke in die Vielseitigkeit von Reisemotiven und Reiseerfahrungen seit dem 19. Jahrhundert. 🧳✈️
👉 Jetzt reinlesen: https://www.copernico.eu/de/themenbeitraege/reisen-und-tourismus

💡 GWZO-Lese-Tipp: Mit dabei ist auch ein Beitrag unserer Kollegin Sabine Stach! Sie beleuchtet das kommunistische Erbe Ostmitteleuropas als touristische Ressource und fragt, wie aus Geschichte Reiseanlässe werden:
🔗 https://www.copernico.eu/de/themenbeitraege/beaten-track-das-kommunistische-erbe-ostmitteleuropas-als-touristische-ressource

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken! 🔍

Off the Beaten Track? Das kommunistische Erbe Ostmitteleuropas als touristische Ressource | Copernico. Geschichte und kulturelles Erbe im östlichen Europa Das Erbe des Staatssozialismus ist eine von vielen Ressourcen, die das östliche Europa im Städtetourismus in Wert setzen kann. Von Trabant-Fahrten bis zu Rundgängen an Originalschauplätzen – in „Communism Tours“ soll die jüngere Geschichte erlebbar werden.

26/07/2026

📂 Was bleibt von 30 Jahren GWZO-Geschichte?

In Teil 2 unseres Q&As zum Archivprojekt geht es ans Aussortieren: Welche Dokumente sind archivwürdig – und wie wird darüber entschieden? Außerdem verraten wir, welcher Fund bei der Sichtung besonders in Erinnerung geblieben ist und was durch das Projekt für die Zukunft erhalten bleibt.

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