12/09/2026
Heute, am 12. September 2026, ist Welttag der Ersten Hilfe.
Das diesjährige Thema lautet „Erste Hilfe in Migrationskontexten“. Dabei geht es nicht darum, für jeden Menschen andere Erste Hilfe zu leisten. Es geht darum, Barrieren zu erkennen, damit Hilfe tatsächlich ankommt.
Sprachbarrieren, Unsicherheit, kulturelle oder religiöse Bedürfnisse und unterschiedliche Erfahrungen mit Behörden oder Gesundheitssystemen können eine Notfallsituation zusätzlich erschweren.
Für Ersthelfende bedeutet das vor allem: ruhig und einfach kommunizieren, zeigen statt nur erklären, Wünsche erfragen, Würde und Privatsphäre schützen – und notwendige Hilfe nicht verzögern. In Deutschland sollte außerdem erklärt werden, dass im medizinischen Notfall die 112 angerufen wird.
Gute Erste-Hilfe-Ausbildung sollte deshalb verständlich, praktisch und inklusiv sein: mit einfacher Sprache, Bildern, viel Übung und Raum für Fragen.
Mein Statement: Erste Hilfe ist für alle da. Jeder Mensch kann helfen und jeder Mensch soll im Notfall Hilfe erhalten – unabhängig von Herkunft, Religion, Weltanschauung oder Aufenthaltsstatus.
Ich bin Yvonne Lucke, Gesundheitspädagogin B.A. und Notfallsanitäterin. Menschen handlungsfähig zu machen bedeutet für mich auch, Hilfe so zu vermitteln, dass sie verstanden wird und ankommt.
Was würde dir in einer Notfallsituation helfen, wenn du die Sprache nicht sicher sprichst oder dich in einem fremden Land befindest?
Quelle: IFRC / Global First Aid Reference Centre, „World First Aid Day 2026 – First Aid in Migration Contexts“.
https://www.ifrc.org/article/world-first-aid-day-2026-move-not-alone
https://www.globalfirstaidcentre.org/wp-content/uploads/2026/05/Concept-note-WFAD-2026_EN.pdf