Waldorfkindergarten Landshut

Waldorfkindergarten Landshut

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Träger: Kreis für Waldorfpädagogik e.V. Landshut

Photos from Waldorfkindergarten Landshut's post 20/07/2026

JOHANNIFEIER IN DEN GRUPPEN 🌹☀️🌸

Photos from Waldorfkindergarten Landshut's post 28/05/2026

Es gibt Feste, die man spürt, bevor man auch nur ein Wort darüber gehört hat. Pfingsten ist so ein Fest.
Wer an diesem Morgen unser Kinderhaus betrat, wurde von einer Fülle empfangen, die aus jedem Detail sprach. Frischgrüne Tischläufer, schwere dunkelrote Pfingstrosenblüten, die den Raum mit ihrem Duft erfüllten. Überall weiße Tauben, aus Papier geschnitten, aus Wolle gefilzt, als Fensterbild ins Licht gehängt. Eine Girlande aus weißen Papierfaltvögeln umrahmte den Festkreis auf dem Boden.
Der Jahreszeitentisch trug sein Pfingstgewand: üppige Buchszweige, ein Nest mit drei kleinen Filzküken, eine gefilzte weiße Taube, die vom Zweig herabschwebte, Kerzen, die jedes Kind auf seinem eigenen, selbst getöpferten Kerzenhalter trug. Jeder Halter trägt einen Namen. Jedes Licht gehört einem Kind.
Ein Fest für alle Sinne. Birnenspaltenfächer, in zwei Ringen gelegt wie eine Spirale aus Licht. Melonenscheiben im Kreis, jede einzelne sorgfältig gesetzt. Dazwischen ein Hefezopf, gebacken aus lauter kleinen Schnecken, goldbraun und duftend, ein Brot das von Gemeinschaft erzählt. Frische Zweige in einem weißen Taubenkrug. Jede einzelne Kerze auf ihrem Tonhalter.
Pfingsten erzählt von einem Geist, der die Menschen verbindet, der Wärme bringt, der Gemeinschaft stiftet. Nichts davon braucht lange Erklärungen. Kinder spüren es, wenn ein Raum mit Liebe bereitet wurde, wenn ein Tisch mit Sorgfalt gedeckt ist, wenn ein Fest wirklich gefeiert wird.

26/05/2026

Tisch abwischen gehört bei uns genauso zum Tag wie Spielen, Singen und Draußensein. Wenn vier Kinder gleichzeitig mit dem Lappen anrücken, dann ist die Sache in Rekordzeit erledigt, mit vollem Körpereinsatz, wie man sieht.
In der Waldorfpädagogik ist das kein kleines Detail am Rande. Die Pflege des gemeinsamen Raumes ist ein echtes Anliegen. Kinder, die ihren Raum mit gestalten und in Ordnung halten, erleben sich als wirksam. Sie gehören dazu, sie tragen bei, sie sind nicht nur Gäste in einem Haus, das Erwachsene für sie herrichten. Dieser Tisch gehört ihnen und deshalb wischen sie ihn auch selbst ab.
Was uns besonders gefällt: niemand hat gezögert. Die vier sind einfach dran. Konzentriert, gemeinsam, mit dem Ernst, den Kinder an den Tag legen, wenn sie merken, dass ihnen etwas wirklich anvertraut wird.
Ein ganz normaler, wunderbarer Moment bei uns im Kinderhaus. 🌸

24/05/2026

Vor einiger Zeit haben wir euch die ersten Bilder gezeigt: Balken, Sägeböcke, Holzstapel im Garten und ein Papa, der mit vollem Einsatz ans Werk gegangen ist. Jetzt können wir sagen: sie steht. Die Pergola ist fertig.
Frisches Holz, sorgfältig gezimmert, lehnt sich an die alte Backsteinmauer unseres Gartens. Ein Dach schützt den Raum darunter vor Regen, die Konstruktion ist solide und schön zugleich. Hier werden bald unsere Spielsachen untergebracht sein, Schaufeln, Eimer, Fahrzeuge, Bretter und all die Dinge, die Kinder im Garten brauchen, um ihre Ideen in die Welt zu bringen.
Was uns an diesem Moment aber genauso bewegt wie die fertige Pergola selbst, ist der Weg dahin. Ein Vater aus unserer Gemeinschaft hat seine Zeit, sein handwerkliches Können und seine Energie geschenkt. Er hat Stunden in unserem Garten verbracht, gemessen, gesägt, geschraubt und gebaut. Nicht weil er musste, sondern weil ihm dieser Ort und die Kinder, die hier jeden Tag spielen, am Herzen liegen.
Genau das ist es, was unsere Waldorfgemeinschaft ausmacht. Es sind nicht nur die Pädagoginnen und Pädagogen, die diesen Ort gestalten. Es sind die Familien, die mitdenken, mitpacken und mitbauen. Jede helfende Hand hinterlässt hier eine Spur, die die Kinder spüren, auch wenn sie nicht wissen, wer den Nagel eingeschlagen hat.
Von ganzem Herzen: Danke. Dieser Unterstand wird noch vielen Kinderjahren gute Dienste leisten.

22/05/2026

Unsere Berufspraktikantin hatte ihre praktische Prüfung. Das bedeutet, sie hat ein Angebot für unsere Kinder vorbereitet, geplant, durchgeführt und dabei gezeigt, was sie in ihrer Ausbildungszeit bei uns gelernt hat. Das Ergebnis hängt jetzt bei uns am Fenster und lässt das Licht hindurchscheinen.

Ein Fensterbild aus echten Pflanzen. Die Kinder sind vorher in den Garten gegangen und haben gesammelt, was der Mai ihnen gerade schenkt. Löwenzahn mit seinen leuchtend gelben Blüten, Farnwedel, Gräser, Blätter in allen Formen und Größen, feine Doldenblüten, Kleeblätter, Äste. Alles, was die Hände greifen konnten und was ihnen gefiel. Dann haben sie ihre Schätze auf dünnes, durchscheinendes Papier gelegt und arrangiert, jedes Kind auf seine eigene Weise, nach seinem eigenen Gefühl für Schönheit.

Herausgekommen ist dieses wunderbare Bild, das nun im Gegenlicht die ganze Fülle des Frühlings zeigt. Jede Pflanze erzählt von einem Spaziergang durch den Garten, von einem Moment des Entdeckens, von einer Kinderhand, die genau dieses Blatt besonders fand.

Wir sind sehr stolz auf unsere Praktikantin. Sie hat die Kinder mit viel Ruhe, Wärme und Begeisterung durch dieses Angebot begleitet und dabei genau das gezeigt, was gute Pädagogik ausmacht: nicht das Ergebnis vorgeben, sondern den Weg begleiten.
Alles Gute für deinen weiteren Weg und danke für die schöne Zeit bei uns.

Photos from Waldorfkindergarten Landshut's post 20/05/2026

Während im Hintergrund unseres Gartens gerade ein echter Unterstand entsteht, sind auch unsere Kinder eifrig am Bauen. Steine auf Steine, Äste auf Äste, Baumstämme als Pfeiler, Tannenzapfen als Dekoration. Was hier im Sand unseres Gartens gewachsen ist, haben Kinderhände gebaut. Ganz ohne Anleitung, ganz ohne Plan auf Papier, aber mit einer Ernsthaftigkeit und Ausdauer, die uns jedes Mal aufs Neue beeindruckt.

Was auf den ersten Blick wie ein wildes Durcheinander aus Holz und Steinen aussehen mag, ist in Wirklichkeit ein echtes Haus. Mit Wänden, die sorgfältig Stein für Stein geschichtet wurden. Mit einem Dach aus Rundhölzern. Mit einem Eingang, einer Umfriedung aus Steinen und Zapfen, die den Bereich um das Haus herum absteckt. Die Kinder wissen genau, was sie bauen. Sie haben Pläne im Kopf, die kein Erwachsener aufgezeichnet hat.

Solche Bauprojekte entstehen bei uns im Laufe von Tagen und manchmal Wochen. Ein Kind fängt an, ein anderes kommt dazu, ein drittes hat eine neue Idee. Sie verhandeln, sie tragen gemeinsam schwere Steine, sie entscheiden, wo der Eingang sein soll und wie hoch die Mauer werden darf. Das ist soziales Lernen, Vorstellungskraft, körperlicher Einsatz und kindliche Architektur in einem.
In der Waldorfpädagogik wissen wir, dass Kinder, die mit echten Materialien bauen, mit echtem Gewicht, echter Schwere, echten Oberflächen, dabei tief in sich selbst und in die Welt eintauchen. Ein Stein ist kein Plastikblock. Er hat eine Geschichte, eine Temperatur, eine Schwere. Das spüren die Kinder, auch wenn sie es nicht in Worte fassen können.

Unser Garten ist ein Ort, an dem gebaut, erforscht, verändert und wieder neu gedacht wird. Jeden Tag. Von großen und kleinen Baumeistern.

Photos from Waldorfkindergarten Landshut's post 18/05/2026

Es gibt Momente, in denen eine Gemeinschaft zeigt, was sie wirklich ausmacht. Einer dieser Momente ist gerade in unserem Garten zu erleben.

Balken werden zugesägt, Pfosten in den Boden gesetzt, ein Gerüst aus frischem Holz wächst Stück für Stück zwischen den alten Backsteinmauern in die Höhe. Was hier entsteht, ist ein Unterstand für unsere Kinder, ein geschützter Platz im Freien, an dem sie auch bei wechselhaftem Wetter draußen spielen, werkeln, matschen und die Welt erkunden können.

Und wer baut das alles? Ein Papa aus unserer Gemeinschaft. Er hat seine Zeit, sein Können und seine Energie mitgebracht und legt Hand an, damit unsere Kinder bald einen neuen Lieblingsplatz haben. Dafür möchten wir ihm von Herzen danken. Solche Menschen machen unsere Einrichtung zu dem, was sie ist.

Unser Garten ist uns sehr wichtig. Draußen sein, die Jahreszeiten spüren, im Matsch buddeln, Käfer beobachten, Regen riechen, das alles gehört für uns zur Kindheit dazu, so selbstverständlich wie das Frühstück am Morgen. Ein Unterstand erweitert diesen Raum. Er gibt den Kindern die Möglichkeit, auch dann draußen zu sein, wenn der Himmel grau wird, und er lädt ein zum Bauen, zum Verstecken, zum Zusammensein.
In der Waldorfpädagogik glauben wir daran, dass Kinder eine Umgebung brauchen, die sie trägt und herausfordert. Ein Garten, der lebt und wächst, ist ein Teil davon. Und wenn eine ganze Gemeinschaft daran mitwirkt, ihn zu gestalten, dann spüren das am Ende auch die Kinder.

16/05/2026

Mitten auf unserem Teppich ist eine ganze Welt entstanden. Baumstämme, die zu Türmen oder Hügeln werden, bunte Wollschnüre und Filzscheiben, die sich zu leuchtenden Landschaften schichten, kleine Holzzäune, die Bereiche abgrenzen, blaue Tücher, die Seen oder Flüsse werden, und zarte Holztierchen, die sich ihren Platz in dieser Landschaft suchen. Was hier zu sehen ist, hat kein Erwachsener gebaut. Das haben unsere Kinder ganz alleine geschaffen.

Solche Spiellandschaften entstehen bei uns regelmäßig und jedes Mal sind sie anders. Mal ist es ein Bauernhof, mal eine Burg, mal eine geheimnisvolle Insel. Die Kinder wissen es oft selbst noch nicht genau, wenn sie anfangen. Sie greifen nach dem, was sie anzieht, sie probieren, verändern, fügen hinzu. Irgendwann ist da etwas, das eine ganz eigene Geschichte erzählt.
Genau das ist freies Spielen im Sinne der Waldorfpädagogik. Es geht nicht darum, ein vorgegebenes Ziel zu erreichen oder etwas Bestimmtes herzustellen. Es geht darum, dass Kinder in ihrem Spiel denken, fühlen und handeln, dass sie Entscheidungen treffen, Konflikte lösen, miteinander verhandeln und ihre innere Vorstellungswelt nach außen bringen.

Das Material, das wir dafür bereitstellen, ist bewusst gewählt. Holz, Wolle, Stoff, natürliche Formen ohne aufgedruckte Gesichter oder festgelegte Bedeutungen. Ein Baumstumpf kann alles sein. Ein Stück blauer Stoff ist heute ein See und morgen ein Himmel. Diese Offenheit fordert die Fantasie der Kinder heraus und gibt ihr gleichzeitig Raum zum Wachsen.
Wir staunen jeden Tag aufs Neue, was in unseren Kindern steckt, wenn man ihnen einfach Zeit, Raum und gutes Material gibt.

14/05/2026

Auf den ersten Blick sieht man einfach viele kleine Holzstäbchen, die auf unserem Boden liegen. Schaut man genauer hin, erkennt man: da sind Buchstaben. Ein I, ein T, ein H, ein A, ein L. Unsere älteren Kinder, die bald in die Schule kommen, haben sich dieses Spiel ganz von alleine ausgedacht und waren mit großer Ernsthaftigkeit und Begeisterung dabei.

Was hier so spielerisch und leicht aussieht, ist in Wirklichkeit ein bedeutsamer Moment. Die Kinder legen Formen, die sie aus ihrer Umwelt kennen, die sie vielleicht zu Hause auf Büchern gesehen haben oder die ihnen vertraut sind, und bringen sie mit ihren Händen in die Welt. Sie erspüren, wie ein Buchstabe aussieht, wie er sich anfühlt, wenn man ihn Stück für Stück zusammensetzt. Das ist etwas völlig anderes, als einen Buchstaben auf einem Blatt Papier nachzumalen.

In der Waldorfpädagogik glauben wir daran, dass Kinder am tiefsten lernen, wenn sie ihren ganzen Körper einbeziehen, wenn sie bauen, formen, bewegen und gestalten. Das Legen von Buchstaben aus Holzstäbchen ist ein wunderbares Beispiel dafür. Die Hände arbeiten, der Kopf denkt mit, und das Ergebnis ist etwas, das man sehen und anfassen kann. So wird Lernen zu einem echten Erlebnis.

Solche Momente entstehen, weil Kinder von Natur aus neugierig sind und weil wir ihnen den Raum und das Material geben, diese Neugier zu leben. Die Holzstäbchen liegen einfach da, bereit zum Spielen, und die Kinder machen daraus ihre ganz eigene kleine Schule auf dem Boden.
Wir freuen uns sehr, wenn wir solche Augenblicke beobachten dürfen. Sie zeigen uns, dass die Kinder innerlich bereit sind, dass sie mit Freude und Leichtigkeit auf das zugehen, was vor ihnen liegt und das ist das Schönste, was wir uns für sie wünschen können.

Photos from Waldorfkindergarten Landshut's post 12/05/2026

Wer unser Kinderhaus kennt, weiß, dass der Jahreszeitentisch das Herz unserer Räume ist. Er verändert sich mit den Wochen, mit dem Wetter, mit dem, was die Natur gerade zeigt und im Mai sieht er besonders schön aus.

Gerade hat unser kleines Löwenzahnmännchen seinen Platz dort eingenommen. Es trägt einen leuchtend gelben Löwenzahn in der Hand, sein weißes Haar erinnert an die zarte Pusteblume, und sein grünes Gewand ist die Farbe der Wiesen draußen vor unserer Tür. Solche liebevoll handgearbeiteten Figuren sind typisch für die Waldorfpädagogik. Sie sind aus natürlichen Materialien wie Wolle und Filz gefertigt und laden Kinder ein, die Jahreszeiten mit allen Sinnen wahrzunehmen. Dazu liegt eine wunderschöne Postkarte, auf der Löwenzahnblüten und Pusteblumen unter einem hellen Sommerhimmel leuchten, und weiße Schmetterlinge in die Höhe steigen. Ein Bild voller Leichtigkeit und Aufbruch.

Der zweite Teil unseres Tisches gehört dem Fest, das diese Woche gefeiert wird: Christi Himmelfahrt. Ein goldenes Ei schwebt an einem feinen Faden, darunter breitet sich ein weißes Tuch aus, wie eine Wolke, wie ein sanftes Licht. Goldene Sterne sind rings darum gelegt, und eine kleine Blumenfee steht daneben, umgeben von frischen Zweigen mit zarten Kätzchen und ersten Blättern.

Unser Jahreszeitentisch ist kein Dekoelement, er ist ein Spiegel des Lebens draußen und der Feste, die wir gemeinsam begehen. Er gibt den Kindern Orientierung im Lauf des Jahres und schenkt jedem Tag etwas Besonderes.

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