24/03/2022
Meine Gedanken zum Tag:
Wenn Erfahrungen von Krieg, Gewalt und Eskalation in unserer persönlichen Welt näher rücken, dann rücken Erfahrungen von Not stärker ins Bewusstsein, als wenn wir Berichte von entfernten Kontinenten hören. Dann geht es darum, die Dinge, die Bedeutung haben, sichern zu wollen oder sie tatsächlich zu verlieren. Menschen erleben Begegnungen mit Zerstörung, Tod und Verlusten und dies fast gleichzeitig zu einem wunderschönen Sonnenaufgang, blühenden Bäumen, üppiger Natur und das Zusammenrücken in einer Notgemeinschaft.
In der Not sind Menschen dabei Schutz und Sicherheit zu suchen, Überleben zu wollen und gleichzeitig gibt es helfende Hände, selbstlose Unterstützung und menschliche Zuwendung.
Da steht die Frage nach dem was wir wollen und suchen, bis hin zur Sinnfrage, in unmittelbarer Konfrontation zum Erleben von Zerstörung und todbringender Aggression. Zwei widerstreitende Dynamiken als Prüfungsaufgabe für Menschwerdung.
Diese Prüfungen suchen uns schon seit Urzeiten heim. Sie treffen uns jetzt und vermutlich auch in der Zukunft. Als Menschen sind wir dazu “verdammt” Fragen zu stellen, weil uns so viele Antworten fehlen. Religionen wollen uns glauben lassen, dass es Antworten gibt und sie winken mit dem Jenseits.
Ob das Bestehen für die “Prüfung Menschwerdung” eine Rolle für “ein Jenseits” spielt, scheint mir nachrangig. Meines Erachtens ist es nur für den konkreten Moment des Daseins wichtig. Das, was du konkret tust, entscheidet über dich und dein Gegenüber.