25/09/2026
Eindrucksstarke Klänge treffen auf aufstrebende Talente beim...
Siebten Internationalen Buxtehude-Orgelwettbewerb. 23 junge Organist:innen aus über zehn Nationen wetteifern vom 25. September bis zum 3. Oktober an den historischsten Orgeln des Nordens. Und wir begleiten den Wettbewerb von Beginn an!
Bereits in der Vorrunde mussten sich die Teilnehmenden in einem digitalen Auswahlverfahren beweisen und müssen sich nun, in den ersten beiden Runden in der St. Jakobi Lübeck und der St. Jacobi Hamburg, erneut der renommierten Jury stellen. Eine Nervenprobe auf allen Ebenen, denn die Teilnehmenden bekommen nicht nur ein Preisgeld von insgesamt 18.000 Euro in Aussicht gestellt, sondern auch der Titel kann Grundstein für zukünftige Karrieren sein.
Der MHL-Orgelprofessor und Projektleiter Arvid Gast erklärt, was den Lübecker Wettbewerb so bedeutsam macht: „Der Buxtehude-Wettbewerb hat seit fast 20 Jahren als einziger Wettbewerb für Alte Musik in Norddeutschland ganz besondere Preisträgerinnen und Preisträger hervorgebracht. Viele von ihnen nehmen inzwischen Spitzenpositionen ein: Johannes Lang wurde Thomasorganist und ist Professor an der Leipziger Hochschule für Musik, Mari Ohki ist Konzertorganistin an der Kawasaki Hall Tokio. Somit kann der Wettbewerb über die Preisgelder hinaus ganz maßgebend Karrieren befördern.“
Zudem ist der Internationale Buxtehude-Orgelwettbewerb weltweit der einzige Wettbewerb, der sich dem Thema Alte Musik in Verbindung mit der Norddeutschen Orgelkultur verschreibt. Dieterich Buxtehude (1637 bis 1707), Namensgeber des Wettbewerbs, ist ihr wichtigster Vertreter und gehört zu den großen europäischen Musikerpersönlichkeiten des Barock. Die drei öffentlichen Konzerte bieten die Möglichkeit, in seine faszinierenden Klangwelten einzutauchen.
Beim heutigen Eröffnungskonzert um 19 Uhr in St. Jakobi – gleichzeitig das Abschlusskonzert der Lübecker Buxtehude-Tage – präsentieren sich neben den Nominierten auch das renommierte Leipziger Gesangsensemble Amacord, Hartmut Becker (Violoncello) und Johannes Unger (Orgel) sowie der niederländische Organist Pieter van Dijk, Vorsitzender der Jury. In der öffentlichen Finalrunde am Freitag, 2. Oktober, ab 15 Uhr müssen die fünf Finalistinnen und Finalisten ein facettenreiches Programm mit Werken von Buxtehude, Bach und Distler meistern sowie ein Auftragswerk, das Sarah Proske, frischgebackene MHL-Absolventin des Masterstudiengangs Orgelimprovisation, eigens für den Buxtehude-Wettbewerb geschrieben hat. Die Finalistenkonzerte beginnen um 15 Uhr, 16 Uhr, 17 Uhr, 19 Uhr und 20 Uhr. Am Samstag, 3. Oktober präsentieren sich schließlich im Preiskonzert um 19 Uhr in St. Jakobi die preisgekrönten Organistinnen und Organisten noch einmal dem Publikum und nehmen im Anschluss ihre Preise entgegen.
Wir wünschen Gregor Früh, aber natürlich auch den anderen Teilnehmenden, viel Erfolg und freuen uns, den Wettbewerb auch außerhalb der öffentlichen Runden für euch begleiten zu dürfen. Möge der Beste gewinnen!