26/08/2015
Stellung beziehen!
Ich hab sie satt. Ich habe sie so satt!
Wenn Frau Merkel vor die Demonstranten tritt, hat sie den die empörte Ausstrahlung einer Kartoffel – weich gekocht, fast schon matschig. Da ist kein Biss drin. Das hat die Ausstrahlung einer Tante Uschi, die in Duziduzi Manier den Finger hebt und mild altklug lächelnd sagt: „Das tut man aber nicht.“ So, als wäre einem ein Furz entwichen.
Hier geht es aber nicht um einen Furz, wir ka**en uns hier grad mächtig ein.
Wir brauchen endlich wieder einen, der auf den Tisch haut. Einen Wut-Politiker. Jemanden, der sich im Brustton der Empörung vor das Volk stellt und uns mal kräftig eine langt.
„Ihr verdammtes deutsches Wohlstandspack! Es mag in unserem Land nicht jedem gut gehen. Ganz gewiss nicht. Bei vielen reicht das Geld nicht, um locker über die Runden zu kommen. Viele sind frustriert, enttäuscht und haben Angst. Ich weiß das. Wir Politiker wissen das. Das ganze Land weiß das. Aber jeder, bis auf ganz wenige Ausnahmen, jeder in diesem Land hat die Chance ein Dach über dem Kopf zu haben, jeder hat was anzuziehen und die Möglichkeit sich zu waschen und sich Essen zu kaufen. Und was noch wichtiger ist: Jeder wirklich JEDER in diesem Land kann jeden Tag ins Bett gehen, ohne Angst zu haben, dass nachts die Sirenen heulen. Jeder, wirklich JEDER in diesem Land kann jeden Tag aus dem Haus gehen, ohne Angst haben zu müssen heimtückisch erschossen zu werden. Und jeder, wirklich JEDER kann sich morgens von seiner Frau oder seinem Mann und seinen Kindern verabschieden ohne in der Angst leben zu müssen, ob man sie abends lebend wieder sieht.“
Das konnten diese Menschen ***und er zeigt auf die Flüchtlinge hinter sich*** nicht! Sie wissen, was wirkliche Existenzangst ist, was Hunger ist, was Todesangst bedeutet und wie grausam es ist Menschen nicht nur zu verlieren, sondern ihnen beim Verrecken zuschauen zu müssen.
Und jetzt steht ihr hier mit eurer Dreieurofünfzig-Bratwurst in der Hand, frisch geduscht und in sauberer Unterhose und neidet ihnen die warme Decke, das Essen und das kleine Bisschen Sicherheit, das man in einem fremden Land haben kann, dessen Sprache nicht spricht.
Schämt euch! In Grund und Boden. Und wenn ihr es nicht tut, dann werden es eure Eltern hoffentlich für euch tun.
Ich schäme mich. Für euch! Vor diesen Menschen in meinem Rücken und vor der ganzen Welt. Und jetzt schert euch nach Hause. Sofort. Und während ihr auf dem dahin Weg seid, stellt euch einen Moment, nur einen ganz kurzen Moment, vor, dass es euer Zuhause nicht mehr gäbe, dass es einfach weg wäre. Für immer. Verloren. Und ihr könntet nie wieder zurück.
Und dann lasst um Himmels Willen diese armen Menschen einfach in Ruhe! Leben!“
So einen Mann bräuchten wir. Meinetwegen auch eine Frau. Keine Weichei-Merkel, keinen Mahnungs-Gauck. Gabriel hat schon gute Ansätze, aber dem hat man auch schon lange den Tisch mit Schaumstoff bezogen, auf den er mal hätte hauen können.
Einen, der uns mit harter Hand, aber Verstand und Weisheit sagt, wo es lang geht. Der uns an unsere gute Kinderstube erinnert.
An Manieren.
An Respekt.
An Mitgefühl.
An gutes Benehmen.
An Anstand.
An Demut
und an Großzügigkeit.
So einen bräuchten wir.