Reitpädagogik Fries - Dein Partner Pferd

Reitpädagogik Fries - Dein Partner Pferd - Reitpädagogik nach EQUIPART®
- Pädagogik statt Ponyhofimage
- Bildungsarbeit mit Pferd nach dem Motto “Kinder stärken | Pferde achten | Haltung leben”

weitere individuelle Förderung nach Absprache

„Du musst.“Ein merkwürdiger Satz, wenn man ihn einmal aus der Perspektive eines Pferdes hört.“Du musst jetzt da durch.”
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21/08/2026

„Du musst.“

Ein merkwürdiger Satz, wenn man ihn einmal aus der Perspektive eines Pferdes hört.

“Du musst jetzt da durch.”
“Du musst weitergehen.”
“Du musst dich überwinden.”
“Du musst lernen, dass dir nichts passiert.”

Aber wer sagt eigentlich, dass es muss?

Das Pferd hat keinen Termin im Kopf.
Keinen Trainingsplan, der heute noch erfüllt werden muss.
Keine Vorstellung davon, dass diese eine Übung jetzt unbedingt gelingen soll.

Es weiß nur, was gerade ist.
Vielleicht ist da Unsicherheit.
Vielleicht Überforderung.
Vielleicht fehlt noch ein Stück Vertrauen.
Und vielleicht ist das, was wir als „müssen“ bezeichnen, manchmal vor allem eines: unser eigener Plan.

Häufig machen wir aus einem “Ich möchte, dass du…”
ein “Du musst.”

Aus unserem Zeitplan wird sein Zeitdruck.
Aus unserem Ziel wird seine Aufgabe.
Aus unserem „Das schaffen wir heute“ wird sein „Du musst da durch“.

Dabei könnte die Frage eine ganz andere sein:
Was würde passieren, wenn es heute nicht muss?

Vielleicht würde es trotzdem weitergehen.
Nur anders.
Vielleicht nicht durch die Situation hindurch, sondern mit Vertrauen daran wachsen. Und vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen einem Pferd, das folgt, und einem Pferd, das mitgeht.

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Das Model auf dem Titelbild ist übrigens Poldi, ein Edelbluthaflinger, der in seinem Leben sehr wenig “muss”.

Ich habe lange gedacht, dass gute Reitpädagogik vor allem davon abhängt, was wir tun.Heute weiß ich, dass sie viel frühe...
15/08/2026

Ich habe lange gedacht, dass gute Reitpädagogik vor allem davon abhängt, was wir tun.

Heute weiß ich, dass sie viel früher beginnt.

In der Art, wie wir ein Pferd wahrnehmen.
In der Frage, ob wir seine Grenzen ernst nehmen.
Darin, ob wir Kindern zutrauen, wirklich in Beziehung zu treten – statt ihnen nur zu zeigen, wie etwas funktioniert.

Das klingt vielleicht selbstverständlich. Ist es aber nicht immer.

Denn sobald ein Pferd Teil eines pädagogischen Settings wird, tragen wir Verantwortung. Für das Kind. Für das Pferd. Und für die Qualität dessen, was dazwischen entsteht.

Genau deshalb ist Reitpädagogik für mich auch keine Ansammlung schöner Ideen rund ums Pferd.

Sie braucht Fachwissen.
Sie braucht Reflexion.
Und manchmal braucht sie den Mut, Dinge anders zu machen, als sie bisher gemacht wurden.

Das ist der Standpunkt, von dem aus ich arbeite.

Und wahrscheinlich erklärt er ziemlich gut, warum mich Reitpädagogik bis heute nicht loslässt.

Anna

PS: Die Bilder in diesem Carousel sind teilweise mit KI entstanden. Die Haltung dahinter ist es nicht

Ich verwende bewusst das Wort „Begleitung“ anstatt „Instruktion“. Nicht, weil es schöner klingt.
Sondern weil dahinter e...
13/08/2026

Ich verwende bewusst das Wort „Begleitung“ anstatt „Instruktion“. Nicht, weil es schöner klingt.
Sondern weil dahinter eine andere pädagogische Haltung steht.

Ich will einem Kind nicht im Detail vorgeben müssen, was es mit dem Pferd lernen soll. Ich möchte einen Rahmen schaffen, in dem es Erfahrungen machen kann, die Entwicklung möglich machen.

Dafür braucht es mehr als ein Pferd und eine gute Idee.
Es braucht eine Fachkraft, die beobachten kann.
Die aushält, dass Entwicklung nicht immer planbar ist.
Die nicht jede Reaktion sofort bewertet oder korrigiert.
Und die weiß, wann sie führen muss – und wann sie Raum geben darf.

Das Pferd bringt dabei etwas Entscheidendes mit:
Es reagiert.
Nicht auf das, was wir uns für das Kind wünschen.
Sondern auf das, was tatsächlich passiert.

Genau darin liegt für mich die pädagogische Kraft.

Reitpädagogik beginnt deshalb nicht mit einer Methode.
Sie beginnt mit der Haltung, mit der ich Kind und Pferd begegne.
Und genau deshalb begleite ich Kinder mit Pferden. 🐴🤍

„Mein Kind möchte endlich richtig reiten lernen.“Ein Satz, den ich in den letzten Jahren unzählige Male gehört habe.Und ...
06/08/2026

„Mein Kind möchte endlich richtig reiten lernen.“

Ein Satz, den ich in den letzten Jahren unzählige Male gehört habe.

Und ich verstehe ihn.

Denn natürlich wünschen sich Eltern und ihre reitenden Kinder Fortschritt. Sicherheit. Einen schönen Sitz. Feine Hilfen und den ersten Galopp.

Nur frage ich mich oft: Was bedeutet eigentlich „richtig“?

Ist es erst dann richtig, wenn ein Kind Lektionen reiten kann? Oder beginnt „richtig reiten“ vielleicht schon viel früher?

Dann nämlich,
wenn ein Kind lernt, ein Pferd zu lesen.

Wenn es merkt, dass ein angelegtes Ohr mehr erzählt als jede Stimme.

Wenn es wartet, statt zu drängen.

Wenn es versteht, dass echte Partnerschaft mit dem Pferd nicht eingefordert werden kann, sondern aus einem Prozess des Miteinanders entsteht?

Für mich beginnt Reiten genau dort.
Nicht erst im Sattel.

Deshalb entsteht aus diesem Satz heute ein neues Format:

STALLGEFLÜSTER.

Sätze, die man auf vielen Stallgassen hört.

Und Gedanken dazu , die vielleicht eine zweite Perspektive eröffnen. 💭

Ich werde oft gefragt, wann Kinder bei mir “richtig reiten” lernen.Ehrlich gesagt beginnt für mich die wichtigere Frage ...
03/08/2026

Ich werde oft gefragt, wann Kinder bei mir “richtig reiten” lernen.

Ehrlich gesagt beginnt für mich die wichtigere Frage viel früher.
Denn was bedeutet “richtig” überhaupt?
- Geht es darum, möglichst schnell auf dem Pferd zu sitzen?
- Oder darum, ein Kind dabei zu begleiten, Beziehung aufzubauen? Wahrzunehmen. Verantwortung zu übernehmen. Sich selbst zu erleben.

Deshalb sage ich oft:
Ich unterrichte keine Kinder auf Pferden.
Ich begleite Kinder mit Pferden.
Weil Kinder nie nur Reiten lernen.

01/08/2026

Eigentlich wollte ich ihrer Besitzerin nur ein kurzes Urlaubsupdate schicken.

Es wurden… ein paar Bilder mehr. 😄

Greta gehört zu den Pferden, die sich offensichtlich nicht dafür interessieren, ob sie fotogen sind. Und genau deshalb sind sie es.

Vielleicht steckt genau darin etwas, das wir Menschen uns öfter erlauben dürften.

Nicht ständig überlegen, wie wir wirken.
Sondern einfach da sein.
Wie siehst du das?

Die wichtigsten Erkenntnisse entstehen selten in den besonderen Momenten.Sondern an ganz gewöhnlichen Tagen.Zwischen Sch...
01/08/2026

Die wichtigsten Erkenntnisse entstehen selten in den besonderen Momenten.
Sondern an ganz gewöhnlichen Tagen.
Zwischen Schule und Stall.
Zwischen To-do-Liste und Reithelm.
Zwischen dem Wunsch nach einer guten Reiteinheit und der Erkenntnis, dass ich innerlich noch gar nicht angekommen bin.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum Pferde mich seit Jahren faszinieren. Nicht, weil sie etwas mit uns machen. Sondern weil sie uns ehrlich zeigen, was bereits da ist.

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Adresse

Nebenstraße
Krottelbach
66909

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