18/04/2019
BerlinHabana
Balbach & Di Sera Art Projects
präsentiert
A***n Irsula Fractus Baumeister der Welten
Vernissage: Samstag, 23.03.2019, 18 Uhr
Finissage: Samstag, 30.03.2019, 18 Uhr
Künstlergespräch mit A***n Irsula, moderiert von Christine Balbach
SUBurbana, Bergmannstraße 91, QG, 10961 Berlin
Baumeister der Welten
A***n Irsula, 1984 in Havanna geboren, gehört als Junger Künstler der kubanischen zeitgenössischen Kunstszene an, sein umfangreiches Werk hat sowohl nationale als auch internationale Anerkennung erhalten. Bereits während seines Studiums an der Kunsthochschule "San Alejandro" in Havanna waren seine Werke in zahlreichen Ausstellungen in Kuba und im europäischen Ausland zu sehen. Deutschland ist ihm zur zweiten Heimat geworden, da er schon in jungen Jahren als Bühnenbildner an einem kleinen Theater in Ulm beschäftigt war. Im Zeitraum zwischen 2010 bis 2016 folgten Arbeitsaufenthalte und Ausstellungen in Kühlungsborn, Warnemünde, Bad Doberan, Schwerin sowie auf der Insel Amrum.
In Havanna, in der bekannten Avenida Paseo, betreibt der Maler und Bildhauer zusammen mit vier weiteren Künstlern seiner Generation das Irsula-Studio zur Präsentation ganz unterschiedlicher künstlerischer Stile. In einer früheren künstlerischen Phase war Irsulas Fokus und Inspiration die Heimat. „Heimatsymbole“ standen im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit, z.B. zeigte er die kubanische Flagge in vielfältigen Formen und Farbkombinationen. Angelehnt an die Maxime des kubanischen Nationaldichters und Helden José Martí „Patria es Humanidad“ („Heimat ist die Menschheit”) tritt nun im aktuellen Werk A***n Irsulas das Thema Welt in den Vordergrund.
Als ein Baumeister von Welten weisen seine Werke auf eine fiktive Welt hin, jedoch ausgehend von konkret reellen Komponenten. Im Vordergrund steht nicht die Fiktion, sondern die Erkundung des Unsichtbaren, um dies dann mit dem Sichtbaren zu einer neuen Dimension zusammenzusetzen. Irsula schafft Bilder einer abstrakten Natur mit Motiven der Geographie, Kartographie und Kosmologie. Seine künstlerischen Motive findet er in seinem eigenen Werk, indem er Oberflächen übermalt und der Zustand des entstandenen Objektes durch Verzerrung und Zersetzung als „Zooming“ nun fragmentiert, zerlegt, und überdimensioniert erscheint. Irsula nutzt die Rhetorik jedes materiell verzerrten Bildes aus, um die Aufmerksamkeit auf die Inhaltsleere der Dinge dieser Welt zu lenken, um seine eigentliche Substanz mit Hilfe der visuellen Manipulation zu überdenken.
(Jesus Irsula/ Neufassung: Tanja Fornaro, Christine Balbach)