25/09/2026
🌲 Hallo liebe Naturfreunde und Waldentdecker! 🍂
Nachdem unser Camp wieder sauber ist, die Rehe ausgezogen sind und wir selbst wieder Einzug gehalten haben, schreit dieser Ort förmlich nach Leben. Und genau das möchten wir in den Herbstferien gemeinsam mit euch hineinbringen.
Inzwischen hat sich einiges getan. Zusammen mit einem weiteren Projekt haben wir einen kleinen Plan für die Herbstferien entwickelt. Wobei „Plan“ bei uns bekanntlich relativ ist. Wir möchten mit euch im Camp sein, gemeinsam am Feuer sitzen, basteln, bauen, malen, buddeln, entdecken und einfach das machen, was uns gerade guttut. Ohne Leistungsdruck, ohne großes Programm und ohne die Erwartung, dass jedes Kind überall mitmachen muss.
🧩 Unsere Runde wird wieder neurodivergent geprägt sein. Viele unserer Kinder sind autistisch, haben ADHS oder beides. Entsprechend gestalten wir die Tage reizbewusst, bedürfnisorientiert und möglichst frei.
🔥 Für Essen und Getränke ist natürlich gesorgt. Die Teilnahme bleibt wie immer kostenlos. Wer unser Projekt freiwillig unterstützen möchte, darf gerne etwas spenden. Das ist aber ausdrücklich keine Voraussetzung für die Teilnahme. Dieses Camp ist für uns alle eine Herzenssache.
🥷 Und dann wäre da noch etwas: Unser Ninja-Parcours wartet immer noch darauf, gebaut zu werden! Vielleicht habt ihr ja Lust, ihn gemeinsam mit uns aufzubauen. Dann kann ich endlich auch wieder irgendwo herumhangeln. 🌲
Wir freuen uns auf entspannte, wilde und schöne Herbsttage mit euch im Wald. 🍁
🍂🌲 𝗘𝗜𝗡𝗟𝗔𝗗𝗨𝗡𝗚 𝗭𝗨𝗠 𝗛𝗘𝗥𝗕𝗦𝗧𝗖𝗔𝗠𝗣 𝟮𝟬𝟮𝟲 🌲🍂
𝗪𝗮𝗹𝗱. 𝗙𝗲𝘂𝗲𝗿. 𝗙𝗿𝗲𝗶𝗿𝗮𝘂𝗺. 𝗚𝗲𝗺𝗲𝗶𝗻𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁.
Und vor allem: ein Ort, an dem Kinder einfach sein dürfen.
Gemeinsam mit dem Projekt Bushcraft Niederrhein möchten wir in den Herbstferien Familien zu besonderen Tagen in den Wald einladen. Unser Waldcamp ist privat, ehrenamtlich organisiert und nicht gewerblich. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Familien für Familien.
🌿 𝗪𝗘𝗥 𝗦𝗜𝗡𝗗 𝗪𝗜𝗥?
Wir sind Mütter und Väter. Wir sind Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger sowie Menschen in der Ausbildung zur Heilerziehungspflege. Wir bringen unterschiedliche fachliche Hintergründe aus Pädagogik, Teilhabe und Naturpädagogik mit.
Und wir kennen Neurodivergenz nicht nur aus Lehrbüchern. Unter uns sind selbst neurodivergente Menschen und Eltern neurodivergenter Kinder.
Bei uns treffen deshalb Elternschaft, Fachwissen, pädagogische Erfahrung und eigene Lebenserfahrung aufeinander.
Wir wissen, wie wichtig Orte sein können, an denen Kinder nicht permanent funktionieren, sich erklären oder an Erwartungen anpassen müssen.
Wir wollen unsere Kinder nicht verändern. Wir möchten die Umgebung so gestalten, dass sie darin sein können, wie sie sind.
Unser Angebot richtet sich insbesondere an Kinder mit Autismus, ADHS und andere neurodivergente Kinder im Alter von etwa 6 bis 12 Jahren. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
🍁 𝗠𝗜𝗧𝗧𝗪𝗢𝗖𝗛, 𝟮𝟭. 𝗢𝗞𝗧𝗢𝗕𝗘𝗥 – 𝗛𝗘𝗥𝗕𝗦𝗧𝗖𝗔𝗠𝗣
Unser erster Tag dient vor allem dem Ankommen und Kennenlernen.
Hängematten zwischen den Bäumen, Lagerfeuer, Waldküche, gemeinsames Kochen, entdecken, bewegen, freies Spiel und natürlich Möglichkeiten zum Rückzug. Es gibt Angebote, aber keinen Zwang, sie anzunehmen.
Wer mitmachen möchte, macht mit. Wer erst einmal beobachten möchte, beobachtet. Wer Bewegung braucht, bewegt sich. Und wer Ruhe benötigt, darf sich zurückziehen.
Dieser Tag soll gleichzeitig der Anfang von etwas Dauerhaftem sein. Unser Ziel ist es, aus den ersten Begegnungen eine kleine und möglichst konstante Gruppe entstehen zu lassen. Kinder sollen sich wiederbegegnen, Vertrautheit entwickeln und Beziehungen entstehen lassen können.
Wir möchten nicht vorgeben, wie diese Gruppe aussehen muss. Wir möchten gemeinsam entdecken, was daraus entstehen darf.
🎃 𝗠𝗜𝗧𝗧𝗪𝗢𝗖𝗛, 𝟮𝟴. 𝗢𝗞𝗧𝗢𝗕𝗘𝗥 – 𝗞Ü𝗥𝗕𝗜𝗦𝗧𝗔𝗚 𝗜𝗠 𝗪𝗔𝗟𝗗
Eine Woche später dreht sich bei uns vieles um den Herbst und das, was uns die Natur zu dieser Jahreszeit schenkt.
Gemeinsam werden wir Kürbisse entdecken, anfassen, öffnen und schnitzen. Wir schauen uns an, was eigentlich in einem Kürbis steckt, welche unterschiedlichen Kürbisse es gibt und was wir daraus machen können.
🔥🥣 Natürlich gehört dazu auch unsere Waldküche: Gemeinsam bereiten wir am Feuer eine Kürbissuppe zu und essen sie anschließend zusammen.
Die Kinder dürfen entsprechend ihren Möglichkeiten und Interessen beim Vorbereiten, Schneiden, Kochen und Abschmecken mitmachen. Wer lieber nur zuschauen, riechen, fühlen oder vielleicht einmal probieren möchte, darf das genauso.
Denn es geht nicht darum, dass jedes Kind alles mitmacht oder alles essen muss. Es geht ums Erleben.
Und natürlich besteht der Herbst nicht nur aus Kürbissen. 🌽🍎🍂 Wir schauen uns an, was diese Jahreszeit noch hervorbringt: Mais, Äpfel, Nüsse, Samen, Früchte und vieles mehr.
Wo wächst eigentlich ein Kürbis? Was steckt in einem Maiskolben? Warum finden wir im Herbst so viele Früchte und Samen? Was verändert sich draußen gerade – und warum?
Das soll kein Unterricht im klassischen Sinne werden.
Wir entdecken mit unseren Händen, unseren Augen, unserer Nase und – wenn wir möchten – auch mit unserem Geschmack.
Schnitzen, Feuer, gemeinsam kochen, essen, entdecken und erzählen: So möchten wir den Herbst mit allen Sinnen erleben.
🔥🍂 𝗦𝗔𝗠𝗦𝗧𝗔𝗚, 𝟯𝟭. 𝗢𝗞𝗧𝗢𝗕𝗘𝗥 – 𝗛𝗔𝗟𝗟𝗢𝗪𝗘𝗘𝗡 𝗜𝗠 𝗪𝗔𝗟𝗗
Und keine Angst: Halloween bedeutet bei uns keinen Horror.
Bei uns springen keine Gruselgestalten hinter Bäumen hervor. Niemand wird absichtlich erschreckt und niemand muss eine Mutprobe bestehen.
Wir möchten Halloween bewusst naturpädagogisch gestalten und gemeinsam den Übergang in die dunklere Jahreszeit erleben.
Der Wald verändert sich. Die Tage werden kürzer, das Licht wird anders, Blätter fallen, Früchte und Samen liegen auf dem Waldboden und die Natur bereitet sich langsam auf den Winter vor.
Genau diesen Wandel möchten wir gemeinsam entdecken.
🍂 Wir erleben den Herbst mit allen Sinnen.
🔥 Wir erleben Feuer, Wärme und Gemeinschaft.
🎃 Unsere Kürbisse bringen Licht in die Dunkelheit.
🌲 Wir entdecken den Wald und seine Veränderungen.
🥘 Wir kochen und essen gemeinsam.
🕯️ Wir erleben, wie sich ein vertrauter Ort verändert, wenn es langsam dunkel wird.
Kein Erschrecken. Keine Horrorfiguren. Keine Mutproben.
Dunkelheit muss nichts Bedrohliches sein. Wenn es dunkel wird, erscheint das Feuer heller. Geräusche verändern sich. Unsere Wahrnehmung verändert sich. Wärme, Licht und Gemeinschaft werden plötzlich besonders spürbar.
Gerade für Kinder, die ihre Umwelt besonders intensiv wahrnehmen, möchten wir diesen Übergang möglichst vorhersehbar und positiv gestalten.
🕙 𝗩𝗢𝗡 𝟭𝟬 𝗕𝗜𝗦 𝟭𝟴 𝗨𝗛𝗥 – 𝗔𝗕𝗘𝗥 𝗢𝗛𝗡𝗘 𝗭𝗘𝗜𝗧𝗗𝗥𝗨𝗖𝗞
An den beiden Ferientagen sind wir ungefähr von 10:00 bis 18:00 Uhr im Wald. Anfang und Ende sind bewusst flexibel.
Ihr kündigt euch vorher kurz an und kommt dazu, wenn es für euch funktioniert.
Wenn ihr um 10 Uhr da seid: wunderbar. Wenn es 11:17 Uhr wird: genauso wunderbar. Und wenn für euer Kind nach drei Stunden genug ist, dann ist eben genug.
Gerade mit Autismus und ADHS können Übergänge, Zeitdruck und das klassische „Wir müssen jetzt los, wir müssen pünktlich sein!“ bereits unglaublich viel Energie kosten.
Diesen Stress brauchen wir bei uns nicht. Kommt an, wenn ihr ankommt.
👨👩👧 𝗘𝗟𝗧𝗘𝗥𝗡 / 𝗦𝗢𝗥𝗚𝗘𝗕𝗘𝗥𝗘𝗖𝗛𝗧𝗜𝗚𝗧𝗘 𝗕𝗟𝗘𝗜𝗕𝗘𝗡 𝗗𝗔𝗕𝗘𝗜
Das Waldcamp ist kein Betreuungsangebot, bei dem Kinder morgens abgegeben und später wieder abgeholt werden.
Während des gesamten Aufenthalts muss eine aufsichtspflichtige Begleitperson anwesend sein. Die Aufsichtspflicht verbleibt bei den Eltern bzw. Sorgeberechtigten und wird von uns nicht übernommen.
Das bedeutet aber nicht, dass ihr euren Kindern permanent auf Schritt und Tritt folgen müsst. Im Gegenteil: Die Kinder sollen im Wald Raum bekommen, selbstständig zu entdecken, zu spielen, Kontakte aufzunehmen und eigene Erfahrungen zu sammeln – natürlich in dem Rahmen, den ihr für euer Kind verantworten könnt.
Für die Erwachsenen gibt es einen kleinen Elternbereich. Kaffee trinken, miteinander sprechen, Gemüse schnippeln, an der Waldküche mitkochen, beim Feuer unterstützen oder einfach einmal dasitzen und beobachten.
Was Eltern uns aus bisherigen Waldzeiten zurückmelden, ist für uns besonders wertvoll: Sie erleben, wie ihre Kinder spielen und entdecken, während sie selbst einmal nicht permanent für Beschäftigung sorgen müssen.
Ihr seid da. Ihr seid erreichbar. Ihr bleibt verantwortlich. Aber eure Kinder dürfen ihren eigenen Raum bekommen.
👧🧒 𝗞𝗟𝗘𝗜𝗡𝗘 𝗚𝗥𝗨𝗣𝗣𝗘 – 𝗠𝗔𝗫𝗜𝗠𝗔𝗟 𝟭𝟬 𝗞𝗜𝗡𝗗𝗘𝗥
Wir begrenzen die Gruppe bewusst auf maximal zehn Kinder.
Es soll überschaubar bleiben und genügend Raum für unterschiedliche Bedürfnisse, Rückzug, Bewegung und ein entspanntes Kennenlernen geben.
📍 𝗪𝗢?
Unser Waldplatz befindet sich in Orsdorf im Kreis Kleve, ungefähr 15–20 Autominuten von der Krefelder Innenstadt entfernt.
Den genauen Treffpunkt bekommt ihr nach der Kontaktaufnahme.
Eine Busverbindung besteht, ist allerdings nicht besonders gut. Wenn jemand gerne teilnehmen möchte, aber keine Möglichkeit hat, zum Camp zu kommen, sprecht uns an. Vielleicht können wir gemeinsam eine Fahrgemeinschaft organisieren.
🎒 𝗪𝗔𝗦 𝗕𝗥𝗔𝗨𝗖𝗛𝗧 𝗜𝗛𝗥?
◆ wettergerechte Kleidung
◆ feste Schuhe
◆ Kleidung, die ausdrücklich dreckig werden darf
◆ persönliche Dinge, die euer Kind zur Regulation oder zum Rückzug benötigt
🥘 Für Essen und Getränke ist gesorgt.
Und wenn am Ende Kleidung dreckig, Haare zerzaust und Kinder ziemlich groggy sind, dann war es vermutlich ein guter Tag im Wald.
💚 𝗞𝗢𝗦𝗧𝗘𝗡𝗙𝗥𝗘𝗜 – 𝗣𝗥𝗜𝗩𝗔𝗧 – 𝗘𝗛𝗥𝗘𝗡𝗔𝗠𝗧𝗟𝗜𝗖𝗛 – 𝗡𝗜𝗖𝗛𝗧 𝗚𝗘𝗪𝗘𝗥𝗕𝗟𝗜𝗖𝗛
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Das Waldcamp ist ein privates und ehrenamtliches Gemeinschaftsprojekt und kein gewerbliches Angebot. Es handelt sich auch nicht um eine Therapie oder ein professionelles Betreuungsangebot.
Wer freiwillig etwas zu Lebensmitteln, Material oder der weiteren Gestaltung unserer Waldangebote beitragen möchte, darf dies gerne tun. Eine Spende ist aber ausdrücklich keine Voraussetzung für die Teilnahme.
📩 𝗜𝗡𝗧𝗘𝗥𝗘𝗦𝗦𝗘?
Dann nehmt Kontakt mit uns auf.
Da wir zunächst bewusst mit einer kleinen Gruppe starten möchten, sind die Plätze auf zehn Kinder begrenzt. Den genauen Treffpunkt und alle weiteren Informationen bekommt ihr anschließend persönlich.
🌲 𝗪𝗔𝗥𝗨𝗠 𝗠𝗔𝗖𝗛𝗘𝗡 𝗪𝗜𝗥 𝗗𝗔𝗦?
Weil wir Mütter und Väter sind.
Weil wir fachkundige Menschen aus sozialen und pädagogischen Berufen sind.
Weil wir teilweise selbst neurodivergent sind und weil wir neurodivergente Kinder begleiten.
Und weil wir nicht darauf warten möchten, dass irgendwann jemand einen passenden Ort für unsere Kinder schafft.
Wir schaffen ihn gemeinsam.
Die Natur fragt nicht nach einer Diagnose. Sie erwartet keinen Blickkontakt. Sie bewertet nicht, ob ein Kind stillsitzen kann. Sie verlangt nicht, dass ein Kind sich anpasst, nur damit es hineinpasst.
Hier darfst du laut sein oder leise. Dich bewegen oder zurückziehen. Gemeinsam entdecken oder erst einmal beobachten.
Wir möchten keinen Ort schaffen, an dem Kinder lernen sollen, besser in eine vorgegebene Form zu passen.
Wir möchten einen Ort schaffen, an dem sie diese Form für ein paar Stunden überhaupt nicht brauchen.
🌲 𝗛𝗶𝗲𝗿 𝗱𝗮𝗿𝗳𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝘀𝗲𝗶𝗻.
𝗛𝗶𝗲𝗿 𝗺𝘂𝘀𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻.
Daniel Molitor
Naturpädagogischer Inklusionsbegleiter
gemeinsam mit Bushcraft Niederrhein