08/10/2021
Wenn ein Gespräch mit der Kita (oder einer anderen Einrichtung oder Tagespflegeperson) ansteht sind viele Eltern unsicher/ratsuchend.
💭 Wie soll ich reagieren?
💭 Wie spreche ich es an?
💭 Wie bleibe ich wertschätzend und sachlich, wenn ich "emotional verstrickt" bin?
💭 Fällt das auf mein Kind zurück?
Ich glaube, dass es sich gar nicht vermeiden lässt, dass es zu Konflikten kommt wenn mehr als eine Person sich um ein Kind kümmert & es begleitet.
Und das ist auch gar nicht schlimm, solange man wertschätzend miteinander bleibt.
💬 Das Wichtigste ist, dass man Dinge frühzeitig anspricht und sie nicht auf die lange Bank schiebt. Zu schnell ist die eigene Sicht dann nicht mehr offen und unvoreingenommen
💬 Sowohl die Eltern, als auch die pädagogischen Fachkräfte haben das Wohl des Kindes im Blick. Und gleichzeitig darf sich der Umgang/die Methode in der Einrichtung von zu Hause unterscheiden. Es ist schier nicht machbar, dass PKs alles handhaben wie Eltern es zu Hause tun. Und doch dürfen Wünsche berücksichtigt werden, und Sichtweisen miteinander ausgetauscht werden um evtl. Kompromisse zu finden.
💬 Dazu müssen beide Seiten einander zunächst verstehen wollen! Bedeutet, sich zuhören, sich einfühlen und anzuerkennen. Dieses Verständnis darf im Gespräch auch gerne geäußert werden.
Als Elternteil z.B.: "Ich verstehe, dass das im Kita-Alltag mit 20 Kindern nicht immer machbar ist, und gleichzeitig ist mir wichtig, dass sie bei Lisa nochmal genauer hinschauen (ob sie wirklich gefrühstückt hat)"
Als Fachkraft "Sie machen sich Sorgen, dass ihr Kind ständig geärgert wird. Das verstehe ich, kann ihnen jedoch versichern, dass die Konflikte absolut altersgerecht sind, und wir sie hier gut begleiten".
💬Klare Formulierung. "Ich bin unzufrieden" ist nich konstruktiv. Besser ist es, sein Anliegen, die Frage oder den Wunsch klar und möglichst konkret zu formulieren. "Mir ist wichtig, dass Lisa nicht bis zum Mittagsessen hungrig ist, weil sie zu Hause nicht frühstückt. Bitten achten sie darauf."
Und: Sachlich bleiben! Persönlich werden, oder sich angegriffen fühlen ist nicht hilfreich.