Jessup-Team Uni Kiel 2021

Jessup-Team Uni Kiel 2021

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Hey Leute,

Dies ist die Facebook-Seite des Kieler Jessup-Teams 2021. Alle Infos findet ihr in uns

18/02/2021

Bevor es in den German National Rounds nächste Woche ernst wird, präsentiert das Team am kommenden Montag ab 16.30 Uhr in einer virtuellen Generalprobe noch einmal die Arbeit der letzten Monate einer hochkarätigen Richter*innenbank bestehend aus: Liv Christiansen (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Walther Schücking Institut), Prof. Dr. Becker (Uni Kiel), Prof. Dr. von Kielmansegg (Uni Kiel) und Christoph Flügge (ehemaliger Richter am Internationalen Strafrechtstribunal für das ehemalige Jugoslawien).

Alle Interessierten sind herzlich willkommen und können sich mit einer E-Mail an [email protected] anmelden. Wir freuen uns über zahlreiche Zuhörer*innen!

08/06/2020

Heute beginnen unsere Auswahlgespräche für den Jessup 2021, wir freuen uns!

29/05/2020

Für noch Unentschlossene: Henning, ehemaliger Teilnehmer und Coach des letzten Teams erzählt, warum der Jessup das Gegenteil von Zeitverschwendung ist!

Bewerben kannst du dich noch bis einschließlich Montag - Infos hierzu findest du unter https://www.wsi.uni-kiel.de/de/moot-court

"Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung als Jessup Teilnehmer und Coach weiß ich, dass viele Studierende vor einer Bewerbung für den Jessup zurückschrecken, weil die Teilnahme zeitintensiv ist und wenn der Beginn des Wettbewerbs mit den eigenen Praktikumsplänen kollidiert. Diese Bedenken sind auf den ersten Blick verständlich, aber letztendlich unbegründet: warum sollte man sich über sie hinwegsetzen und beim Jessup teilnehmen?

Fürs Studium und das Berufsleben gilt: „wer das bessere Argument hat, setzt sich damit durch.“ Zumindest fast… Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dieser Satz erst mit einem kleinen, aber bedeutsamen Zusatz stimmt: „wer das bessere Argument rhetorisch besser ausführen kann, setzt sich damit durch.“ Der Jessup Moot Court fokussiert sich auf beide Aspekte gleichermaßen – er lehrt euch a) inhaltlich überzeugend zu argumentieren und b) eure Argumente rhetorisch stark aufzuarbeiten.

Drei Beispiele, die mir spontan einfallen, warum die Teilnahme beim Jessup so sinnvoll ist: erstens – wie oft hat man im regulären Studium die Möglichkeit vor (notentechnisch) allentscheidenden Situationen, wie der mündlichen Prüfung im Schwerpunkt oder der in Schleswig, seine Stressresistenz kennenzulernen und zu verbessern? Zweitens – im Vorbereitungsdienst für das zweite Staatsexamen wird euch niemand vermitteln, wie man einen Aktenvortrag rhetorisch überzeugend hält. Drittens – auch die englische Sprache wird zunehmend bedeutender für Studierende und Berufseinsteiger*innen. Hand aufs Herz: wie sehr arbeitet ihr an eurem fachspezifischen Englisch?

Will man diese Fähigkeiten nicht im Studium ausbauen, kommt die Gelegenheit vielleicht nie wieder – die meisten finden weder parallel zum regulären Studium noch nach Berufseinstieg die Zeit dafür. Ein halbes Jahr Jessup wird euch allerding genau das oben genannte Wissen und Können vermitteln. Insofern wäre die Zeit mit dem Jessup goldrichtig investiert.

Was den Einwand „Praktikum“ angeht: die meisten Jessup Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben fantastische Praktikumsplätze erst durch den Jessup Moot Court erhalten (etwa in hochspezialisierten Anwaltskanzleien, bei Ministerien, etc.). Ich habe mein anvisiertes einmonatiges Praktikum abgesagt, nachdem ich die Zusage für den Jessup bekommen habe und ich bereue das nicht im geringsten. Der ausschlaggebende Grund war, dass die Chance eines Praktikums sich wieder bietet; die des Jessups hingegen nicht.

Besonders für die, die sich für eine Karriere mit internationalem Bezug interessieren, ist sicherlich interessant, dass viele Juristinnen und Juristen in dieser Spate (und bei weitem nicht nur dort) während ihres Studiums einen der „langen“ Moot Courts absolviert haben. Folglich wählen sie in Bewerbungsgesprächen häufig Berufseinsteiger*innen aus, die denselben Weg eingeschlagen haben. Und das überrascht auch nicht. Denn wenn ihr aus einer späteren Masse von Bewerberinnen und Bewerbern herausstechen möchtet, dann müsst ihr euch einen Vorteil verschaffen. Der besteht in der Regel nicht darin, dass man sein Studium schnellstmöglich abgeschlossen hat, sondern darin, dass man besondere Fähigkeiten nachweisen kann.

Und genau hier kommt der Jessup ins Spiel: Ihr habt mit dem Jessup eine einmalige Möglichkeit, Fähigkeiten zu verbessern und zu erwerben, die euch der Studienverlaufsplan nicht bietet und auch nicht bieten kann (das gilt erst recht für einmonatige Praktika). Ihr lernt beim Jessup nicht nur, wie man argumentativ starke Schriftsätze verfasst und ein mündlich überzeugendes und schlüssiges Plädoyer vorbereitet sowie vorträgt. Darüber hinaus verbessert ihr euer Zeitmanagement, eure Widerstandsfähigkeit in stressigen Situationen, ihr lernt effektiv und konzentriert auf eine Deadline hinzuarbeiten und speziell in der mündlichen Phase entwickelt ihr ein Gespür dafür, wie man sich nicht mehr aus der Ruhe bringen lässt und fundierte und pointierte Antworten auf schwere Nachfragen gibt. Dazu kommt eine ausgeprägte Fähigkeit analytisch und systematisch zu argumentieren. Gerade Letzteres lässt sich beliebig auf alle (Rechts-)gebiete übertragen: die inhaltlichen Kenntnisse beim Jessup Moot Court erlangt ihr zwar im Völkerrecht, die Art zu argumentieren, die ihr erlernt und verbessert ist dagegen universell und wird für euch in den verschiedensten Situationen als geschätztes und unverzichtbares Handwerk begleiten.

Fazit: beim Jessup teilzunehmen war die beste Entscheidung in meinem Studium – ich wette, euch wird es genauso ergehen. Nutzt die Chance und bewerbt euch!"

17/05/2020

Um interessierten Studierenden einen besseren Einblick in den Wettbewerb zu verschaffen, gibt Lea-Carlotta Laux (Teilnehmerin aus dem Jahr 2019/2020) heute einen Einblick in den Alltag als Mootie in der mündlichen Phase:

Nach den letzten Tagen der Schriftsatzphase und einer kurzen Erholung ging es mit der zweiten Phase, den Proben für die mündlichen Verhandlungen, weiter. Diese Phase empfand ich als besonders intensiv. Gerade in diesen Tagen war es wichtig, als Team zusammenzuarbeiten, sich gegenseitig zu unterstützen. In unserem Fall hat dies gut funktioniert: Wir sind noch enger zusammengewachsen, diskutierten einerseits Stunde um Stunde einzelne Argumente, achteten aber auch gegenseitig darauf, dass es trotz der hohen Belastung noch kurze Pausen für jeden gab.

Ein durchschnittlicher Tag während der 2. Phase sah folgendermaßen aus:

Wir trafen uns wie gewöhnlich um 9.00 Uhr im Büro. Anfänglich war ich stets aufgeregt, denn wir trugen täglich unsere Plädoyers Mitarbeiter*innen und Freund*innen des Walther-Schücking-Instituts vor und mich beschäftigten u.a. die Fragen, welche Richter*innen sind es dieses Mal, welche Fragen werden gestellt, werde ich diese zufriedenstellend beantworten können, …

Mit der Zeit gewöhnte ich mich an die tägliche Routine, ich wurde gelassener und freute mich jedes Mal mehr auf die Herausforderung. Die mündlichen Proben waren sehr lehrreich, sie zeigten mir, welche Argumente noch nicht ausreichend durchdacht waren und überarbeitet werden mussten. Durch den Input und das Feedback der Richter*innen konnte ich wesentlich zielorientierter arbeiten. Die Nachbereitung der täglichen Plädoyers fand meist an den Nachmittagen und ab und an in langen Abendstunden statt.

Rückblickend kann ich sagen, dass die 2. Phase des Jessups eine sehr intensive und arbeitsreiche war und es wenig Zeit für anderes gab. Dennoch habe ich die Zeit genossen und möchte sie nicht missen. Die vielen positiven Erlebnisse und Erfahrungen, die ich gesammelt habe, werde ich nicht vergessen und sie werden hilfreich sein für meinen weiteren Lebensweg, sowohl privat als auch beruflich.

Jede(r), der die Möglichkeit erhält, am Jessup teilzunehmen, sollte diese Chance für sich nutzen!

13/05/2020

Um interessierten Studierenden einen besseren Einblick vom Wettbewerb zu verschaffen, gibt Fabian Richter (Teilnehmer aus dem Jahr 2019/2020) heute einen Einblick in einen Tag als Mootie in der Schriftsatzphase. 🙂

Wie ihr vermutlich schon wisst, werdet ihr als Teilnehmer (Mooties) von September bis Januar Schriftsätze aufsetzen, in denen ihr schriftlich für euren Staat argumentiert.

Dies tut ihr in dem Büro, das ihr im Walther-Schücking-Institut zur Verfügung gestellt bekommt. Die Anfangszeiten kann jedes Team dabei selbst festlegen. In meinem Jahr haben wir in der Regel um 9 Uhr angefangen.

Meist ging das Arbeiten am Schriftsatz bei mir schon auf dem Fahrrad auf dem Weg ins Büro los, da ich da schon anfing meine Gedanken zum Fall zu sortieren: „Wo steht meine Argumentation gerade? Was spricht für mich? Was spricht gegen mich? Wo müsste ich noch dran arbeiten, um das Argument auf meine Seite zu ziehen? Womit fange ich gleich an?“.

Im Büro angekommen wollte ich dann meist direkt anfangen zu arbeiten und mich nicht in Gespräche mit den anderen Mooties verlieren – hat selten funktioniert. Irgendwann haben wir uns aber dann doch zusammengerissen und angefangen zu arbeiten. Morgens ist die Konzentration hoch, die Zeit wollte ich immer nutzen.

Die Arbeit an den Schriftsätzen besteht vor allem daraus, Argumente zu recherchieren und zu formulieren. Dabei nutzen wir nicht nur das Internet, sondern auch die große Bibliothek des WSI. Ich war immer wieder erstaunt dass man sämtliche passende Bücher und Artikel man dort findet. Außerdem half es immer sich mit den anderen Mooties und auch mit den Coaches auszutauschen, um seine eigenen Argumente zu reflektieren und zu überarbeiten.

Irgendwann steht die Mittagspause vom WSI an, der man sich wunderbar anschließen kann um mit den total lieben, interessierten und informierten Mitarbeitern vom WSI in die Mensa zu gehen und sich auszutauschen. Dabei kann es um euren Fall gehen, um das Völkerrecht allgemein aber auch um jedes andere alltägliche Thema. Die große „WSI-Familie“ ist etwas was ich generell genossen habe. Nicht nur die zwischenmenschlichen Gespräche sondern auch der Rat und die ein oder andere Inspiration die man sich bei den Mitarbeitern am WSI holen kann sind definitiv einige der Vorteile des Jessups in Kiel.

Nach der Mittagspause war dann erstmal Food-Koma angesagt, das es zu überbrücken galt. Natürlich mit dem ein oder anderen Plausch innerhalb des Teams der überhaupt nichts mit dem Fall zu tun hat aber auch beispielsweise mit einer Runde Q&A. Ein wesentlicher Skill den man im Jessup-Wettbewerb beherrschen muss, ist nämlich das Beantworten von allgemeinen Fragen zum Völkerrecht. Und zur Vorbereitung dieser Fragen ist es am Besten sie sich immer wieder gegenseitig zu stellen. Wie legt man völkerrechtliche Verträge aus? Worum geht es im Lotus-Fall? Was ist die Völkerrechtskommission? Diese und viele weitere Fragen stellen wir uns gegenseitig und versuchen gemeinsam möglichst kurze, flüssige Antworten zu entwickeln. Das erfordert zwar Konzentration, gemeinsam macht das aber durchaus Spaß.

Nach dem Q&A heißt es dann sich wieder an seinen Schriftsatz zu setzen, zu recherchieren und zu schreiben. Zwischendurch gibt es an manchen Tagen noch andere Treffen bei denen man andere Jessup-relevante Punkte bespricht oder auch mal ein Pleading – also erste Proben für die mündlichen Verhandlungen – hält, um erste Erfahrungen zu sammeln.

Auch die Zeit des Feierabends ist eher schwammig gesetzt. Mal wollte/musste man unbedingt noch etwas fertig recherchieren oder schreiben und blieb deswegen länger, mal hatte man aber auch was Privates zu erledigen und ist früher nach Hause gegangen. Der typische Tag war eigentlich gegen 18/19 Uhr vorbei.

Ich persönlich habe es dann immer genossen mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren und mir noch die letzten Gedanken aus dem Kopf pusten zu lassen bevor ich mich dann zuhause entspannen konnte.

Wir hoffen, dass euch das einen guten Einblick in einen typischen Tag während der Schriftsatzphase gegeben hat. Wenn ihr noch Fragen zu solchen Tagen habt, schreibt uns gerne! 😊 Wir freuen uns!

11/05/2020

Um interessierten Studierenden einen besseren Einblick vom Wettbewerb zu verschaffen, möchten wir euch in den nächsten Tagen ehemalige TeilnehmerInnen und deren Erfahrungen mit dem Jessup vorstellen! Heute: Alexander, Teilnehmer aus dem Jahr 2019.

Beschreibe den Jessup in drei Worten:

lehrreich, schweißtreibend, lustig

Was hat dich davon überzeugt, am Jessup teilzunehmen?

Mir war durch Vorlesungen und Veranstaltungen rund ums Völkerrecht schon recht früh im Jura-Studium bewusst, dass ich auch den völkerrechtlichen Schwerpunkt machen wollte, so dass der Jessup ohnehin meine Aufmerksamkeit geweckt hat. Durch die im Rahmen des Schwerpunkts angebotenen Seminare, hatte ich zudem festgestellt, dass ich mich gerne langfristig und intensiv mit anspruchsvollen Problematiken und Fragestellungen beschäftigen wollte.

Wem würdest du eine Teilnahme raten?

Grundsätzlich allen, die Interesse am Völkerrecht haben. Insbesondere auch denen, die sich zunächst von den notwendigen mündlichen Plädoyers eingeschüchtert fühlen. Mir fiel diese durchaus etwas stressige Situation zunächst schwer, allerdings würde ich im Nachhinein nie auf diese Herausforderung verzichten wollen. Letztlich hat dies am meisten Spaß gemacht. Natürlich muss man weder Völkerrechtsschwerpunkt- noch Jurastudent sein, um sich zu bewerben. Daher rate ich allen, die Interesse an grundlegenden weltpolitischen (und natürlich auch rechtlichen) Themen haben, sich zu bewerben.

09/05/2020

Um interessierten Studierenden einen besseren Einblick vom Wettbewerb zu verschaffen, möchten wir euch in den nächsten Tagen ehemalige TeilnehmerInnen und deren Erfahrungen mit dem Jessup vorstellen! Den Anfang macht Cora, Teilnehmerin im Jahr 2018.

Beschreibe den Jessup in drei Worten:

herausfordernd, spannend, intensiv

Was hat dich davon überzeugt, am Jessup teilzunehmen?

Aufmerksam geworden bin ich auf den Jessup als eine Art ‚Völkerrechtsschwerpunkt plus’ - ich hatte zum Zeitpunkt meiner Bewerbung gerade mit dem Schwerpunkt begonnen und wollte mich gerne noch intensiver mit dem Völkerrecht auseinandersetzen. Darüber hinaus hielt ich den Wettbewerb für eine gute Möglichkeit, meine englischsprachigen Rhetorikfähigkeiten zu verbessern, was sich auch bewahrheitet hat. Außerdem hatte ich große Lust, als Abwechslung zum klausurenbezogenen Studienalltag mal projektbezogen im Team zu arbeiten - auch das hat damals super geklappt!

Wem würdest du eine Teilnahme raten?

Es klingt abgedroschen, aber: Eigentlich jeder/jedem. Der Moot Court bietet nicht nur für VölkerrechtlerInnen sondern für alle angehenden JuristInnen eine tolle Möglichkeit, erlernte juristische Argumentationsmuster in den schriftlichen und mündlichen Plädoyers anzuwenden. Aber auch für interessierte Studierende anderer Fächer bietet der Wettbewerb eine super Gelegenheit, sich mit rechtlichen Problemen globaler Tragweite zu befassen. Abgesehen von dieser inhaltlichen Komponente ist die intensive Vorbereitungsphase und der Wettbewerb selbst eine tolle Möglichkeit, um mit dieser Herausforderung zu wachsen. Für mich hat die Teilnahme damals dazu geführt, dass ich noch einmal Inspiration und Motivation für die anstehende Examensvorbereitung sammeln konnte - insofern hat trotz des ‚verlorenen‘ Semesters mein Studium von der Teilnahme nur profitiert und Spaß hat es auch gemacht!

2011 Jessup - White & Case Championship Round 08/05/2020

Du fragst dich, wie ein Pleading im Rahmen des Moot Courts abläuft? World Champion Christopher Beshara zeigt es Dir mit seinem Vortrag im weltweiten Finale von 2011:

2011 Jessup - White & Case Championship Round Excerpt from the White & Case 2011 Championship Round of the Philip C. Jessup International Moot Court Competition. DVD available at ilsa.org

ALL RISE Trailer 07/05/2020

Was hat es mit der 'Faszination Jessup' auf sich? Der Trailer zum Film 'All Rise' bietet einen kleinen Einblick.

ALL RISE Trailer ALL RISE follows passionate students who are intent on making a change in the world, and themselves, as they rely on their strength and determination to pers...

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