Forschungstauchzentrum am IfG der Universität Kiel
Teilen
Das Kieler Forschungstauchzentrum bildet jährlich Studenten/innen, technisches Personal und Wissenschaftler/innen zum/r geprüften Forschungstaucher/in aus.
Heute verfügt die moderne Meeresforschung über bemannte Tauchboote und unbemannte Unterwasserrobotert, womit sich Beobachtungs-, Mess- und Geräteinstallationen durchführen lassen, dennoch sind immer noch viele wissenschaftliche Aufgaben geblieben, die den Einsatz von Forschungstauchern unverzichtbar machen. Es sind aber nicht nur die Aufgaben an sich, sondern auch örtliche Gegebenheiten (Untiefen,
Brandungszone, extreme Flachwasserbereiche), die den Einsatz von Unterwasserrobotern oder Tauchbooten nicht zulassen. Die zu bewältigenden Aufgaben sind auch hier nur durch wissenschaftliche Taucher leistbar. Forschungstaucher dürfen bis zu Wassertiefen von 50 m arbeiten. Ihre hochspezialisierte Ausrüstung macht sie von der Wassertemperatur unabhängig. Ihr Einsatzort reicht von den Polargebieten bis in tropische Breiten, vom Salzwasser bis zu Süßwasserseen. Teilweise müssen sie unter widrigen Bedingungen, wie Welleneinwirkung, Strömung oder auch unzureichende Sichtbedingungen, dann nur auf ihren Tastsinn vertrauend, ihre Aufgaben durchführen oder auch zu Beobachtungs- oder Messzwecken mehrere Stunden an einem Ort verbleiben. Die Forschungstauchgruppe am Institut für Geowissenschaften der Universität Kiel ist interdisziplinär ausgerichtet. Ihr gehören Vertreter aller unter Wasser arbeitenden Fachrichtungen von der Archäologie über die Biologie, Physik, Geographie, Geologie bis hin zur Tauchmedizin an. Das Forschungstauchzentrum der Universität Kiel bildet jährliche Forschungstaucher aus und ist für die Planung und Durchführung von wissenschaftlichen Projekten unter Wasser zuständig.