Bildungswerk Stanisław Hantz e.V.

Bildungswerk Stanisław Hantz e.V.

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Das Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. engagiert sich für die Erinnerung an den Holocaust mit Projekten in Deutschland und Mittelstosteuropa Anlässlich des 60.

Er erzählte uns von seinen Erfahrungen, Erinnerungen an die Zeit in Auschwitz. Von Hunger und Durst, von Todesangst. Von den Menschen, denen er dort begegnete, Freunden wie Peinigern. Von seinen Gedanken über die Vergangenheit und die Gegenwart mit der Vergangenheit. 1995 fuhren wir erstmals mit dem ehemaligen Auschwitz-Häftling Stanislaw Hantz in die Gedenkstätte Auschwitz. Seither begleitet der

24/06/2026

2049 Briefe an Staszek

Anlässlich des 100. Geburtstags von Stanisław Hantz im Januar 2023, haben wir das Projekt „2049 Briefe an Staszek“ zusammen mit der Internationalen Jugendbegegnungsstätte (IJBS) in święcim ins Leben gerufen. Stanisław Hantz war fast fünf Jahre Häftling in Auschwitz, er war der Häftling Nummer 2049.

Das Resultat dieses Projektes liegt nun vor: Etwa 300 Briefe wurden an Staszek geschrieben. Die Schreiberinnen und Schreiber waren vor allem jugendliche Besucherinnen und Besucher der IJBS. Fast alle Briefe wurden unter dem Eindruck des Besuches der Gedenkstätte Auschwitz – Birkenau verfasst. Einige wenige ältere Schreiberinnen und Schreiber kannten Staszek persönlich, die Mehrheit kannte ihn aus einer Ausstellung, dem Buch „Zitronen aus Kanada“, aus Erzählungen, einem Film. Besonders berührend sind auch die Briefe der Nachkommen an ihren Vater, Großvater. Ein Text fällt aus dem Schema „Brief“ heraus, es ist der Versuch der Tochter Krystyna, den Überlebenden und verletzten Vater zu zeigen, wie er sich ihr und der Familie präsentierte.

Diese Briefsammlung ist ein starkes Argument für die Gedenkarbeit. Die Sammlung zeugt auch vom beginnenden Wissen der jungen Gedenkstätten-BesucherInnen über das Dritte Reich und seinen Völkermord, von den überwältigenden Gefühlen, von den vielen daraus folgenden Fragen. Die Schreiberinnen und Schreiber allerdings wagen oft einen weiteren Schritt. Sie sehen sich nicht als Schuldige, aber als Verantwortliche für die deutsche Geschichte. Sie beschwören ihren Widerstandswillen gegen die rechten Tendenzen im Land.

Das Buch enthält eine Auswahl der eingegangenen Briefe. Das Buch hat 168 Seiten und liegt nun in digitaler Form und gedruckten Exemplaren vor.

2049 Briefe für Staszek kann hier gelesen werden: https://bildungswerk-ks.de/2049-briefe-fuer-stanislaw-hantz/

30/05/2026

Wir gedenken der jüdischen Partisan*innen, die im Rudnikuwald und im Ghetto die N***s und den Mord bekämpften. Wir singen das Lied "Shtil, die nakht ist oysgesternt". Das von Hirsch Glik gedichtete Lied war unter den Partisan*innen sehr beliebt.

Dieses Gedenken bildet den Abschluss unserer Reise. Wir fahren zurück über Bialystok nach Berlin.

30/05/2026

Vitka Kempner (links) rettete sich 1939 vor den N***s und floh in das noch nicht deutsch besetzte Wilna. Hier beteiligte sie sich am Aufbau einer Widerstandsgruppe gegen die N***s, der Vereinigten Partisanenorganisation. 1942 gelang es ihr, mit einer selbst gebauten Bombe einen Waffentransportzug der Wehrmacht zu zerstören.

Rechts: Vitka Kempner, Rozka Korczak und Zelda Treger: Ghettokämpferinnen, Partisaninnen, bekämpften und überlebten den Holocaust.

Wir gedenken ihrer und der anderen jüdischen Partisan*innen.

30/05/2026

Überreste des Partisan*innenlagers im Rudnikuwald, auf halbem Wege zwischen Vilnius und der belarussischen Grenze. Aus diesem Wald heraus kämpften bis zu 600 Jüdinnen*Juden um ihr Überleben und gegen die N***s. Anders als in anderen Partisaneneinheiten kämpften hier auch die Frauen. Die Sowjets errichteten hier ein Partisanenmuseum. Heute ist das Gelände dem Verfall preisgegeben. Im Wald von Rudniku ist aktuell die deutsche Panzerbrigade 45 stationiert. Wird diese das Andenken der Partisan*innen schützen?

29/05/2026

Mit zahlreichen Gedenksteinen und Grabmälern wird in der Gedenkstätte Ponar / Paneriai der unterschiedlichen Opfergruppen gedacht. Wir halten an diesem Stein inne und hören dem Lied "Shtiler Shtiler" zu, das im Wilnaer Ghetto von Shmerke Kaczerginski gedichtet wurde. Dieser Stein erinnert an 1000 Juden*Jüdinnen, die 1944 aus den Zwangsarbeitslagern Kailis, HKP und dem Kriegslazarett nach Ponar gebracht und am 5. Juli 1944 hier erschossen wurden. Dieser Stein wurde von der jüdischen Widerstandskämpferin und späteren Mitbegründerin des Grünen Haus Holocaust Museums errichtet. Auch ihr Vater war unter den Opfern.

29/05/2026

Im Wald von Ponar, litauisch Paneriai, bei Vilnius erschossen die Deutschen mindestens 50-60.000 Menschen, davon 40-50.000 Jüdinnen*Juden. Jüdische Zwangsarbeiter, die die Leichen verbrennen mussten, waren in dieser Grube untergebracht. In der Mitte sind die Tragbahren zu sehen. Den Zwangsarbeitern war klar, dass sie nach Beendigung ihrer schrecklichen Arbeit selbst erschossen werden würden. Sie gruben einen Tunnel aus dieser Grube. Einige konnten entkommen.

28/05/2026

Das "Grüne Haus" Holocaust Museum wurde 1991 durch Angehörige der jüdischen Gemeinde, maßgeblich durch Überlebende des Holocaust gegründet. Es ist bis heute sehr besuchenswert. Leider wird es wohl nicht mehr lange weiter betrieben. Eine reduzierte Ausstellung soll dann im Museum der litauischen Juden zu sehen sein.

28/05/2026

Ghetto Wilna 1941-1943: Im September 1941 befahlen die Deutschen, dass die jüdische Bevölkerung innerhalb weniger Tage ins Ghetto umziehen musste. Das Leben im Wilnaer Ghetto war von ständiger Bedrohung durch Hunger und Tod geprägt. Dennoch wurde die Kultur lebendig erhalten. In diesem Gebäude befand sich die Ghettobibliothek, auch gab es Theateraufführungen, Musik- und Literaturveranstaltungen. So erhielten sich die Bewohnenden ihren Lebensmut und ein Gemeinschaftsgefühl und schufen eine Atmosphäre und Bedingungen, die Widerstand unterstützen und decken konnten.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, ist aber wegen Baufälligkeit nicht begehbar. Für eine Sanierung fehlt das Geld.

27/05/2026

Gedenkort in der Gemeinde Žiežmariai in Litauen. Hier wurden nach dem Einmarsch der Deutschen durch das sog. Rollkommando Hamann im August 1941 ca. 2000 Jüdinnen_Juden ermordet. Diese Einheit ermordete mit Unterstützung litauischer Hilfspolizei in der Zeit von Juni bis Oktober 1941 fast die gesamte jüdische Landbevölkerung Litauens.

Mit unserer Gruppe gedenken wir an diesem Ort der Opfer dieser Gräueltaten.

26/05/2026

Das Fort IX in Kaunas, Teil einer ehemaligen russischen Festungsanlage wurde zum Gefängnis und Friedhof für Zigtausende Juden*Jüdinnen aus Kaunas, sowie Tausenden aus Westeuropa wie München, Berlin, Wien und Paris, die mit Zügen nach Kaunas deportiert wurden, um hier im Holocaust durch Kugeln ihren Tod zu finden. Auch Tausende sowjetischer Kriegsgefangener wurden hier von den Deutschen interniert und ermordet.

Die zu Sowjetzeiten errichtete Skulptur Kampf, Sieg und Leid des Widerstandes erinnert an die Opfer sowie auch an den Widerstand an diesem Ort.

An Weihnachten1943 gelang 64 Gefangenen die Flucht. Von diesen überlebten 53 den Krieg und konnten die Geschehnisse im IX. Fort bezeugen.

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