GKP - Gesellschaft katholischer Publizistinnen und Publizisten Deutschlands

GKP - Gesellschaft katholischer Publizistinnen und Publizisten Deutschlands Gesellschaft Katholischer Publizistinnen und Publizisten Deutschlands e.V. www.gkp.de/impressum

Die derzeit mehr als 520 Mitglieder kommen aus allen Bereichen weltlicher und kirchlicher Medien: Fernseh- und Zeitungsredakteure, Pressesprecher, Verleger, Kommunikationswissenschaftler, Volontäre und Studenten mit journalistischem Berufsziel.

Nathanael Liminski, Leiter der NRW-Staatskanzlei, wünscht sich eine aktivere Rolle der Kirchen in Politik und Gesellscha...
21/03/2026

Nathanael Liminski, Leiter der NRW-Staatskanzlei, wünscht sich eine aktivere Rolle der Kirchen in Politik und Gesellschaft. Bei ihren zentralen Themen sollten sich die Kirche "mit voller Wucht und Klarheit" in den öffentlichen Diskurs einmischen, sagte der Minister bei der GKP-Jahrestagung in Münster: "Das wäre ein Mehrwert für alle. Und dabei denke ich nicht nur an den Lebensschutz." Kirche habe von ihrer Botschaft her zu deutlich mehr Themen etwas zu sagen. Deshalb könne er mit der Aussage seiner Parteifreundin Julia Klöckner, den Kirchen zu sagen 'Jetzt seid mal nicht so politisch' „ehrlicherweise überhaupt nichts anfangen", so der CDU-Politiker.

Als Katholik und als Minister sehe er "mit größter Sorge", dass die Kirchen immer mehr Menschen "schlicht egal werden". In vielen großen politischen und gesellschaftlichen Debatten der letzten Jahre sei die Stimme der Kirchen für die Mehrheit der Politiker und anderer Entscheider in der Gesellschaft nicht wirklich relevant gewesen. Er halte es aber für wichtig und hilfreich, wenn sich die Kirchen zu Wort melden, um Orientierung zu stiften und an wichtige ethische Maßstäbe zu erinnern, "an denen man kaum vorbeikommt oder an denen an sich zumindest irgendwie reiben muss, selbst wenn man anderer Meinung ist - doch das kommt leider nur noch selten vor".

Was für ein Ausklang – im wahrsten Sinne des Wortes – am Studientag "Wissenschaft und Journalismus": Bei der GKP-Jahrest...
21/03/2026

Was für ein Ausklang – im wahrsten Sinne des Wortes – am Studientag "Wissenschaft und Journalismus": Bei der GKP-Jahrestagung hat uns der Sänger und "Multiinstrumentalist", Moderator und Publizist Götz Alsmann einen herrlich-heiteren Abend bereitet. Dabei erwiesen sich auch GKP-Vorsitzender Joachim Frank und seine Stellvetreterin Carolin Kronenburg als herausragende Entertainer. Im Gespräch mit dem gebürtigen Münsteraner Alsmann ging es um seine Heimatstadt und seine Fantreue zum Sportclub Preußen Münster (diese teilt er mit Carolin), um Kirche, Medien und Musik. Bei einer Neuauflage von "Zimmer frei", der 20 Jahre lang von Alsmann moderierten WDR-Fernsehshow, musste der Musiker Titel der Rock- und Popmusik erraten und Begriffe pantomimisch spielen. Als Preis überreichte ihm Frank einen Kölner Karnevalsorden.

📷 Christian Klenk

Den zweiten Teil des Studientags "Wissenschaft und Journalismus" der GKP-Jahrestagung hat der Dogmatiker Prof. Dr. Micha...
21/03/2026

Den zweiten Teil des Studientags "Wissenschaft und Journalismus" der GKP-Jahrestagung hat der Dogmatiker Prof. Dr. Michael Seewald von der Universität Münster (der in Kürze an die LMU nach München wechselt) mit einem Hintergrundgespräch zum Verhältnis von Theologie und Öffentlichkeit eröffnet. Der Kommunikationwissenschaftler Prof. Dr. Thorsten Quandt (ebenfalls von der Universität Münster) gab unter dem Titel "Hass, Trolling und Verschwörungstheorien" einen spannenden Einblick in seine Forschung zu Desinformation in Social Media.

Mit dem Oberbürgermeister von Münster, Tilman Fuchs (Grüne), und dem Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Leiter der Staatskanzlei, Nathanael Liminski (CDU), hatte die GKP zwei prominente Vertreter aus der Politik zu Gast. Liminski rief die Kirchem dazu auf, auch bei politischen Fragen deutlich Position zu beziehen. Außerdem sprach er sich für mehr Regulierung im Bereich von Social Media und eine Digitalabgabe für Techkonzerne aus.

📷 Christian Klenk

Wie steht es um das Verhältnis von Wissenschaft und Journalismus? Darüber diskutieren wir mit Expertinnen und Experten b...
20/03/2026

Wie steht es um das Verhältnis von Wissenschaft und Journalismus? Darüber diskutieren wir mit Expertinnen und Experten bei der GKP-Jahrestagung, die bis Samstag in der Katholischen Akademie in Münster stattfindet. Die Expertise der Wissenschaft ist in einer Zeit multipler Krisen und Konflikte notwendig und nachgefragt. Doch mit Wissenschaft und Medien, Politik und Zivilgesellschaft treffen unterschiedliche Logiken aufeinander: Hier die Nachrichtenlogik der Zuspitzung, dort die Komplexität von Forschungsergebnissen. Hier der politische Wunsch nach Handlungsempfehlungen, dort die Vorläufigkeit wissenschaftlicher Befunde.

Aus unterschiedlichen Perspektiven wurden am Vormittag "Fallstricke der Wissenschaftskommunikation" beleuchtet. Nach einer Einführung in das Thema durch Viola van Melis, Leiterin des Zentrums für Wissenschaftskommunikation an der Universität Münster, richtete Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger (Wissenschaftskolleg Berlin) den Blick auf das Verhältnis von Wissenschaft und Politik. Volker Stollorz, Geschäftsführer des Science Media Center beleuchtete die Herausforderungen von Wissenschaftskommunikation im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz.

Julia Wandt, Geschäftsführerin der Anlaufstelle SciComm-Support richtete den Blick auf die Herausforderungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch Anfeindungen und Hatespeech. Schließlich nahm Axel Weber, Leiter Public Affairs von WestLotto, die Bedeutung des Ehrenamts für die Gesellschaft in den Fokus – inklusive eines Plädoyers, dem Thema Ehrenamt in den Medien mehr Raum zu geben.

📷 Christian Klenk

Willkommen in Münster! Die GKP ist mit ihrer Jahrestagung in diesem Jahr im Westfälischen und zugleich im mitgliederstär...
20/03/2026

Willkommen in Münster! Die GKP ist mit ihrer Jahrestagung in diesem Jahr im Westfälischen und zugleich im mitgliederstärksten Bistum Deutschlands zu Gast. Bei herrlichem Frühlingswetter haben am Donnerstagnachmittag GKP-Vorsitzender Joachim Frank und der Pressesprecher des Bistums, Stephan Kronenburg, die Mitglieder unseres Verbands am Paulus-Dom begrüßt, ehe in Gruppen die Stadt erkundet wurde.

GKP-Mitglied Thomas Mollen bot eine unterhaltsame Stadtführung an unter dem Motto "Von Kneipen und Kirchen, von Säufern und Täufern", andere schlossen sich einer Führung durch das LWL-Museum für Kunst und Kultur an, eine dritte Gruppe besuchte die Redaktion des Online-Magazins Perspective Daily sowie den Friedenssaal im Historischen Rathaus.

In St. Petri feierte die GKP anschließend eine Eucharistiefeier mit Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers und ihrem geistlichen Beirat Pater Christof Wolf. Am Abend stand schließlich ein Hintergrundgespräch mit Diözesanadministrator Hamers auf dem Programm. Die GKP tagt bis Samstag im Franz-Hitze-Haus. Thema des Studientags am Freitag ist das Verhältnis von Wissenschaft und Journalismus.

📷 Christian Klenk & Carolin Kronenburg

Wir wünschen Euch allen heute und morgen eine gute Anreise zur Jahrestagung in Münster. Wir freuen uns sehr auf Euch und...
18/03/2026

Wir wünschen Euch allen heute und morgen eine gute Anreise zur Jahrestagung in Münster. Wir freuen uns sehr auf Euch und konnten sogar die letzten Wolken wegschieben ☀️ Euer Vorstand und das Bistum Münster

Die GKP gratuliert Bischof Heiner Wilmer zur Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. "Wir wünschen Ihnen ...
25/02/2026

Die GKP gratuliert Bischof Heiner Wilmer zur Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. "Wir wünschen Ihnen Geistesgegenwart mit Weisheit, Einsicht, Rat und Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht. Mit diesen sieben Gaben des Heiligen Geistes (bzw. der Heiligen Geistkraft) dürften Sie gut ausgestattet sein für die kurzen und langen, die synodalen und politischen, die beschaulichen und steilen Wege, die Sie in Ihrem neuen Amt zu gehen haben werden", schreibt GKP-Vorsitzender Joachim Frank an den Hildesheimer Bischof

Joachim Frank erinnert bei seinem Glückwunsch an die gemeinsame Begegnung bei der GKP-Jahrestagung 2025 in Hannover, bei der sich Wilmer gemeinsam mit dem evangelischen Landesbischof Ralf Meister den Fragen der Mitglieder unseres Verbands in einem Hintergrundgespräch gestellt hatte. Dabei hätten ihn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als "geisterfüllt, bereichernd und ermutigend" erlebt, so Frank. Der GKP-Vorsitzende verwies ferner darauf, dass Bischof Wilmer in seinem ersten Statement nach der Wahl explizit die Arbeit der Medien gewürdigt habe. "Das ist nicht selbstverständlich." Die GKP stehe der Deutschen Bischofskonferenz auch künftig weiterhin als fachliche Ansprechpartnerin zu publizistischen Fragen zur Verfügung.

Foto: Christian Schnaubelt (Bischof Wilmer gemeinsam mit der im Amt bestätigten Generalsekretärin der DBK, Dr. Beate Gilles)

Der GKP-Vorstand grüßt von seiner alljährlichen Klausurtagung. Dieses Mal sind wir zu Gast an der Phil.-Theol. Hochschul...
17/01/2026

Der GKP-Vorstand grüßt von seiner alljährlichen Klausurtagung. Dieses Mal sind wir zu Gast an der Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt – vielen Dank an die Hochschule, dass wir hier sein dürfen! Gemeinsam plant der Vorstand unter anderem spannende Veranstaltungen und Journalistenreisen unseres Verbands in diesem und im kommenden Jahr. Dazu zählt natürlich die nächste Jahrestagung der GKP, die vom 19. bis 21. März in Münster stattfindet. Der Studientag wird sich mit dem Verhältnis von Wissenschaft und Journalismus beschäftigen. Noch bis 30. Januar sind Anmeldungen möglich – mehr Infos gibt es hier: www.gkp.de/termin/jahrestagung-2026-in-muenster

Heute und morgen tagt in Berlin die Vollversammlung des Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Das höchste Laien...
28/11/2025

Heute und morgen tagt in Berlin die Vollversammlung des Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Das höchste Laiengremium der Katholiken in Deutschland wurde durch Wahlen in den beiden Säulen der Verbände und Einzelpersönlichkeit in Teilen neu zusammengesetzt. Mit insgesamt 14 Mitgliedern bildet die GKP unter den Delegierten eine starke Gruppe.

Joachim Frank und Christian Klenk vertreten weiterhin unseren Verband über die AGKOD. Neu im ZdK sind Guido Erbrich und Rafael Ledschbor als Vertreter der Katholikenräte ihrer Bistümer, außerdem Thomas Arnold, Manuel Hartung und Andreas Püttmann als Einzelpersönlichkeiten. Wie schon in der letzten Amtszeit sind weiterhin ZdK-Mitglieder Johanna Beck, Alexander Filipovic, Marcus Leitschuh, Gudrun Lux, Claudia Nothelle, Sr. Philippa Rath und Anja Pfeffermann.

Claudia Nothelle wurde bei den Wahlen als Vizepräsidentin im Amt bestätigt. Joachim Frank und Thomas Arnold sind Mitglieder des ZdK-Hauptausschusses. Nicht zu vergessen bei der Aufzählung der Namen sind die zahlreichen GKP-Mitglieder, die als Journalistinnen und Journalisten von der Vollversammlung berichten – sowie ZdK-Sprecherin Britta Baas.

📷 Peter Bongard, ZdK

„Wir müssen auch mal wieder etwas positiver auf unseren Beruf schauen und raus aus dem Untergangsszenario“, mahnte Henni...
10/10/2025

„Wir müssen auch mal wieder etwas positiver auf unseren Beruf schauen und raus aus dem Untergangsszenario“, mahnte Henning Rasche, Leitender Redakteur Reportagen und Longreads der Rheinischen Post, beim Symposium am 9. Oktober von GKP und ifp zum Thema „Lokaljournalismus unter Druck – Welche Zukunft er hat und warum wir ihn weiterhin brauchen“ in München. Die Fachtagung stellte sich den Herausforderungen, die die Branche im aktuellen Transformationsprozess umtreiben, zeigte aber auch eine Reihe von praxisnahen positiven Ansätzen, die zeigen: Ein Ende des qualitätsorientierten Lokaljournalismus ist kein zwangsläufiges Schicksal.

Dr. Christian-Mathias Wellbrock von der Hamburg Media School stellte die Studie “Wüstenradar“ zur Entwicklung der Lokalpresse vor. Trotz aller Ausdünnung und Verlagszusammenschlüssen gibt es demnach in Deutschland noch keine Lokaljournalismus-Wüsten. Anders als in den USA, wo sich der Studie zufolge zeigt: Fällt Lokaljournalismus weg, leidet die Demokratie. Die Wahlbeteiligung gehe zurück, politische Polarisierung nehme zu, so Wellbrock.

Er empfahl lokalen Medienanbietern, „Plattformen für lokale Kommunikationsräume“ anzubieten und dabei lokale „Creators“ einzubinden, die beispielsweise erfolgreiche Blogs, Insta-Accounts oder ähnliches anbieten, in denen lokale Themen aufgegriffen werden. Wichtig ist dabei – so zeigte sich auch in der Plenumsdiskussion – , die Qualitätssicherung zu wahren. Zudem könnten medienpolitische einige Stellschrauben verändert werden, um Lokaljournalismus zu fördern, wie etwa Mehrwertsteuersenkung, Produktions- und Innovationsförderung sowie Medienkompetenzförderung, damit wieder die Wertschätzung für hochwertigen Journalismus steige. „Aber das ist natürlich das ganz große Rad, das man da drehen muss“, räumte Wellbrock ein.

Barbara Witte von der Hochschule Bremen führte aus, dass die Gatekeeper-Funktion von Zeitungen, Zugang für Akteure zur allgemeinen Öffentlichkeit zu schaffen, erkennbar rückläufig sei. Es sei zu beobachten, dass die Akteure stattdessen ihre Öffentlichkeitsarbeit ausbauten und jenseits der Lokalpresse den Weg in die Öffentlichkeit suchten. „Aber in dem Moment, wo ich keine Wächter mehr habe, passiert etwas mit der Gesellschaft“, warnte die Professorin für Rundfunkjournalismus und Onlinekommunikation. Sie ist Mitautorin der Studie „Öffentlichkeit ohne Journalismus? Rollenverschiebungen im lokalen Raum“ (2024).

In den Werkstatt-Gesprächen gaben Anna Stommel, Mitglied der Chefredaktion des Südkuriers, Ulrike Heidenreich, Ressortleiterin München, Region und Bayern der Süddeutschen Zeitung, und Robert Sterner, Geschäftsführer von Radio TOP FM, praxisnahe Einblicke in die laufenden Transformationsprozesse. Es zeigte sich: Wirtschaftlichkeit ist etwas, das auch in den Köpfen von Redakteurinnen und Redakteuren verankert werden muss. Alte Zöpfe müssen abgeschnitten werden, um Raum für neue Entwicklungen zu haben. Gerade bei Service-Angeboten gilt: Ist das wirklich etwas, was der User auf den Seiten der Lokalzeitung sucht – oder eh anderswo im Internet oder via ChatGPT? Nicht zuletzt ist eine gute Kommunikation von Veränderungen unabdingbar.

Ronja Straub, Chefredakteurin und Geschäftsführerin von „Kolumna“, stellte das von ihr mitgegründete digitale Nachrichtenmagazin vor, das in Lindau als wachsende Alternative zur Lokalzeitung angeboten wird. Daniel Heinze berichtete vom Leipzig-Podcast „Heldenstadt“, der aus einem lokalen Blog erwachsen ist, den er einst mit einem Freund ins Leben rief. Inzwischen gibt es eine Kooperation mit der örtlichen Leipziger Volkszeitung. Er zeigte auf, welche unterschiedlichen Vorteile solch eine Kooperation für beide Seiten bringt, wie aber auch die Unabhängigkeit gewahrt bleiben muss.

Journalismus, der Hoffnung stiftet: Die Deutsche Bischofskonferenz, der Katholische Medienverband und die GKP haben gest...
10/10/2025

Journalismus, der Hoffnung stiftet: Die Deutsche Bischofskonferenz, der Katholische Medienverband und die GKP haben gestern Abend zum 23. Mal den Katholischen Medienpreis verliehen. Der Festakt fand im Münchner Künstlerhaus statt.

Der Hauptpreis ging an den Regisseur und Dramaturgen Volker Heise. In seinem ARD-Dokumentarfilm „Masterplan – Das Potsdamer Treffen und seine Folgen“ rekonstruiert er die Recherchen zum sogenannten Potsdamer Treffen, bei dem rechtsextreme Aktivisten gemeinsam mit Politikern und Unternehmern Pläne für eine umfassende Remigration von Migranten, aber auch von deutschen Staatsbürgern diskutierten. Sein Film mahnt eindringlich, die gesellschaftspolitische Bedeutung einer schwelenden Radikalisierung in Teilen der Bevölkerung nicht zu unterschätzen. Heise legt damit ein filmisches Plädoyer für Wachsamkeit vor – als Voraussetzung für den Schutz unserer freiheitlich-demokratischen Grundwerte. Die Laudatio hielt der Jurist und Publizist Michel Friedman.

In der Kategorie Print wurden Nico Schnurr und Dominik Stawski ausgezeichnet. In ihrem Stern-Artikel „Station 67“ zeichnen sie ein eindrucksvolles Bild von dem Alltag auf der Kinderintensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover – einem Alltag, der vor allem von akutem Personalmangel geprägt ist. Mit großer Eindringlichkeit richten sie den Blick nicht nur auf die schwierigen Rahmenbedingungen, sondern vor allem auf die Menschen auf der Station und schaffen so ein ergreifendes Porträt eines Gesundheitssystems am Limit.

In der Kategorie Audio wurde Nadine Thielen für ihren Podcast „Im Fall Stefanie – Eine von 155“, erschienen in der ARD-Audiothek, ausgezeichnet. In ihrem Podcast beschäftigt sich Thielen mit der Geschichte einer jungen Frau, die einem Femizid zum Opfer fiel. Am Beispiel des Falls Stefanie macht die Autorin deutlich, dass es sich bei solchen Taten nicht um tragische Einzelschicksale handelt. Die sechsteilige Audio-Dokumentation klärt über die gesellschaftliche Dimension von Femiziden auf und mahnt, frühzeitig hinzuschauen – gerade dort, wo erste Warnzeichen erkennbar werden.

Sascha Gröhl erhielt für seine auf VOX erschienene Doku-Serie „Herbstresidenz mit Tim Mälzer und André Dietz“ den Sonderpreis der Jury. In der Serie wird eine Gruppe junger Menschen mit Behinderung als Auszubildende in einem Pflegeheim eingestellt, um das dortige Personal zu entlasten. Die Jury lobte, das in der Serie dokumentierte Projekt sei ein gewagter und gelungener Beitrag zur Integration, der Hoffnung stifte.

Der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der DBK, Kardinal Reinhard Marx, nahm gemeinsam mit dem Juryvorsitzenden, dem Rottenburger Weihbischof Matthäus Karrer, die Ehrungen vor und würdigte die ausgezeichneten Beiträge für ihre kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Angesichts nicht nur politischer Krisen, sondern auch des zunehmenden Drucks auf die Pressefreiheit betonte Kardinal Marx die Bedeutung und den Wert eines unabhängigen, kritischen Journalismus. Die Preisträgerin und alle Preisträger des Jahres 2025 hätten diesen Anspruch auf unterschiedliche Weise eindrucksvoll eingelöst: „Sie haben dort Aufmerksamkeit geschaffen, wo Missstände übersehen, verdrängt oder als gegeben hingenommen werden. Sie haben den Blick auf die Schwächsten und Hilfsbedürftigen gerichtet und zugleich Hoffnung gemacht: Hoffnung darauf, dass positive Veränderung möglich ist.“ Gerade das sei bedeutsam in einer oft eher von negativen Schlagzeilen geprägten Medienarbeit, denn, so Kardinal Marx weiter: „Guter Journalismus fördert oft unbequeme Erkenntnisse zutage. Doch gerade die Tatsache, dass er Missstände aufdecken kann und Lebensgeschichten in den Mittelpunkt stellt, die sonst oft weniger beachtet werden, ist für unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung und unseren Zusammenhalt wichtig. Das zeigt auch die Verantwortung auf, die Journalistinnen und Journalisten tragen.“

Der Katholische Medienpreis wird seit 2003 jährlich ausgeschrieben. Die Preisträger werden von einer achtköpfigen Jury ausgewählt. In diesem Jahr waren 179 Beiträge für den Wettbewerb eingereicht und von einer Fachjury gesichtet worden.

📷 Christian Klenk

Abendgruß aus dem    - mit www.gkp.de :-) (Foto: Christian Schnaubelt)
30/07/2025

Abendgruß aus dem - mit www.gkp.de :-)
(Foto: Christian Schnaubelt)

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