07/10/2026
Dr. Dilek A. Tepeli erforscht als Juniorprofessorin für Interkulturelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Migrationsforschung lokale Konflikte und Emotionen in urbanen Räumen.
Wir haben sie für euch kennengelernt.
Was ist Ihnen in der Lehre wichtig?
Mir ist es wichtig, den Studierenden auf Augenhöhe zu begegnen und ihre Lebenswelten, Perspektiven sowie biografischen Wissensbestände in die Lehre einzubeziehen. Ich vermittle ihnen theoretische Werkzeuge, mit denen sie gesellschaftliche Wirklichkeit, Selbst-Welt-Beziehungen sowie Macht- und Herrschaftsverhältnisse kritisch reflektieren können. So lernen sie, hegemoniale Deutungen aufzubrechen und soziale Ungleichheit sichtbar zu machen – ganz im Sinne des Soziologen Pierre Bourdieus.
Woran forschen Sie aktuell?
Momentan erforsche ich im Rahmen des vom BMFTR geförderten Forschungsprojekts „Lokale Konflikte und Emotionen in urbanen Räumen“ (LoKoNet) Nachbarschaftskonflikte und die Rolle starker Gefühle bei ihrer Entstehung, ihrem Verlauf und ihrer Bearbeitung. Dabei interessieren mich nicht nur Wertkonflikte, die im Zusammenleben entstehen, sondern insbesondere auch Konfliktvorstufen sowie Konflikte, die mit Nähe und Distanz, Grenzüberschreitungen und latent-affektiven Ebenen zusammenhängen – etwa mit biografischen Krisen, Einsamkeit oder historisch fortwirkenden Verletzungsverhältnissen.
Was gefällt Ihnen an der Universität Jena?
An der Friedrich-Schiller-Universität gefällt mir besonders, dass sie eine so bedeutende geisteswissenschaftliche Tradition hat. Auch mag ich, dass es sehr kollegial zugeht. Einen intensiven Eindruck davon konnte ich beispielsweise bei der Exzellenzbegehung gewinnen. Außerdem forschen meine Kolleg*innen zu spannenden und vielfältigen Themen. An der Universität Jena befinde ich mich also in einer intellektuell sehr anregenden Umgebung!
Herzlich willkommen an unserer Universität! 🤗
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