04/08/2026
Neuromythen halten sich nicht, weil Menschen schlecht informiert sind. Sie halten sich, weil sie angenehm sind.
„Ich bin eben ein visueller Typ" erklärt sehr elegant, warum etwas nicht funktioniert hat, ohne dass man die Methode ändern müsste. „Wir nutzen nur zehn Prozent unseres Gehirns" verspricht eine gewaltige Reserve, die jemand nur noch freischalten muss. Beides fühlt sich nach Einsicht an und ist in Wahrheit vor allem bequem.
Beim Lerntypen-Mythos wird es sogar unangenehm. Wenn ein Kind erst einmal als „auditiver Typ" gilt, traut es sich an Aufgaben mit viel Text vielleicht gar nicht mehr heran. Eine Schublade, die niemand absichtlich gebaut hat und aus der man trotzdem schwer wieder herauskommt.
Genau deshalb ist Urteilsfähigkeit bei uns ein eigenes Trainingsziel und kein Nebenprodukt. Es geht nicht darum, alles anzuzweifeln, sondern darum, zu prüfen, ob eine Aussage trägt, bevor man sie übernimmt.
Und ganz ehrlich: Ich habe beim Recherchieren selbst zweimal geschluckt.
Welche der fünf Aussagen hättest du bis eben unterschrieben?
Übrigens: Es lohnt sich, uns in den nächsten Wochen im Auge zu behalten. 😇
27/07/2026
Diese fünf Rätsel eignen sich hervorragend für den Liegestuhl, die Zugfahrt oder den Grillabend, denn sie funktionieren am besten, wenn man sie laut in die Runde fragt. Besonders Rätsel 1 sorgt erfahrungsgemäß für Diskussionen, weil die falsche Antwort so schnell und so überzeugt kommt.
Wie viele hattet ihr auf Anhieb richtig? Und noch besser: Testet die Rätsel an Familie oder Freunden und berichtet in den Kommentaren, wer in eurem Umfeld am schnellsten in die Falle getappt ist. 😄
24/07/2026
Kleine Frage zum Wochenende: Wer von euch nimmt sich im Urlaub fest vor, „mal so richtig abzuschalten"? Völlig zu Recht, Erholung ist wichtig und der Kopf braucht seine Pausen. Aber zwischen „ausruhen" und „drei Wochen gar nichts" liegt ein kleiner, feiner Unterschied.
Das Gehirn funktioniert nämlich ähnlich wie die Muskulatur: Was regelmäßig genutzt wird, bleibt fit, was lange pausiert, wird träger. Die gute Nachricht ist, dass schon Kleinigkeiten reichen: ein Rätsel am Strand, mal im Kopf rechnen statt zum Taschenrechner zu greifen, abends den Tag aus dem Gedächtnis rückwärts durchgehen.
Verratet uns: Habt ihr eine liebste kleine Denkaufgabe für unterwegs? Wir sammeln gern Ideen für die ganze Community. 😊
22/07/2026
Heute mal keine Übung und kein Rätsel, sondern eine Frage an euch: Seid ihr in eurem Umfeld die Person, die anderen Merkhilfen baut? Die sich Telefonnummern über Geschichten merkt und Namen über Bilder?
Dann tragt ihr etwas in euch, das man ausbauen kann. Die Ausbildung zur Gedächtnistrainerin bzw. zum Gedächtnistrainer beim BVGT besteht aus drei Teilen, die ihr zeitlich flexibel absolviert, mit Kursen im ganzen Bundesgebiet, das ganze Jahr über. Manche machen daraus einen Nebenberuf, manche eine sinnvolle Aufgabe im Ruhestand, manche einfach ein neues Kapitel.
Das ist kein Aufruf, sich heute anzumelden. Nur eine Einladung, mal zu schauen, ob das etwas für euch sein könnte. Alle Infos gibt es über den Link, Fragen gerne direkt hier drunter.
https://www.bvgt.de/weiterbildung/gedaechtnistrainer-werden
20/07/2026
Heute wird es kreativ, und zwar ohne Netz: Es gibt keine Musterlösung, keine Punkte, kein richtig oder falsch. Nur fünf Bilder und die Frage, was für eine Urlaubsgeschichte ihr daraus macht. Bei uns intern gab es schon eine Version mit einer Möwe, die einen Autoschlüssel klaut, aber wir sind sicher, ihr könnt das toppen.
Schreibt eure Geschichte in die Kommentare. Am Freitag küren wir unseren Favoriten. Und ganz nebenbei trainiert ihr dabei Fantasie und Kreativität, eines der 12 Ziele des ganzheitlichen Gedächtnistrainings.
17/07/2026
Eine kleine gute Nachricht für den Sommer: Ihr müsst für ein waches Gehirn nicht stundenlang Rätsel lösen. Manchmal reicht es, die Routine zu unterbrechen. Genau das passiert im Urlaub ganz von selbst, und deshalb fühlt man sich in fremder Umgebung oft so hellwach und aufmerksam.
Im heutigen Post haben wir drei einfache Impulse gesammelt, die ihr überall einbauen könnt, ob am Urlaubsort oder zu Hause auf dem Balkon: einen neuen Weg gehen, ein paar Wörter lernen, kopfrechnen. Kleine Umwege für den Kopf, die richtig etwas bewirken.
Verratet uns: Was tut ihr im Sommer, das euch geistig wach hält? Vielleicht ist ja eine Anregung für andere dabei. 😊
15/07/2026
Kleine Urlaubsumfrage: Wer von euch stand schon mal in einem fremden Parkhaus und hatte keinen blassen Schimmer mehr, wo das Auto steht? Willkommen im Club. Im Urlaub fährt das Gehirn den Autopiloten herunter, und dabei fallen leider auch die Alltagsdaten hinten runter.
Die vier Tricks im heutigen Post sind kleine Handgriffe aus dem Gedächtnistraining, die genau da ansetzen: Zimmernummern werden zu Bildern, Parkplätze zu kurzen Ansagen, Namen zu Verknüpfungen und Wege zu Geschichten. Kostet fast nichts, spart im Zweifel eine Stunde Parkhaus-Odyssee.
Erzählt mal: Was ist euch im Urlaub schon abhandengekommen – und wie habt ihr es wiedergefunden? 😄
13/07/2026
„Wie heißt das nochmal, na, du weißt schon..." Diesen Satz kennt vermutlich jeder. Das Wort ist da, irgendwo, es lässt sich nur gerade nicht greifen. Die gute Nachricht: Der Zugriff auf den eigenen Wortschatz lässt sich trainieren, und Übungen wie die heutige sind dafür gemacht.
Diesmal mit Sommergarantie: Alle fünf Lösungen haben mit Urlaub, Wasser oder Sonne zu tun. Wie viele habt ihr gefunden, und bei welchem habt ihr am längsten gebraucht? Schreibt's in die Kommentare, wir lesen mit. ☀️
10/07/2026
Ein Gehirnfakt zum Wochenende, der uns selbst immer wieder begeistert: Wer in London Taxi fahren will, muss zehntausende Straßen auswendig lernen, ganz ohne Navi. Forscher haben die Gehirne dieser Fahrer über Jahre beobachtet und dabei etwas Erstaunliches gesehen: Die Gedächtnisregion im Gehirn wuchs während des Lernens tatsächlich an. Bei den Kandidaten, die die Prüfung nicht schafften, blieb dieses Wachstum aus.
Was das für uns alle bedeutet: Das Gehirn ist keine Festplatte, die mit dem Alter voll und langsam wird. Es ist eher wie ein Muskel, der auf Belastung reagiert, ein Leben lang. Und genau deshalb lohnt sich jede kleine Denkübung.
Was war die letzte Sache, die euren Kopf so richtig gefordert hat? Erzählt mal. 😊
09/07/2026
Kennt ihr diese Momente, in denen der Kopf einfach zumacht? Der Name des Gegenübers ist weg, das Passwort auch, und je mehr man sich anstrengt, desto leerer wird es. Das ist keine Schwäche, sondern Biologie: Im Alarmmodus hat das Gehirn anderes zu tun als sich zu erinnern.
Im heutigen Post zeigen wir drei Techniken, mit denen ihr euch in akuten Stressmomenten selbst wieder auf Betriebstemperatur bringt. Zwei davon sind wissenschaftlich gut untersucht, alle drei funktionieren ohne Hilfsmittel, mitten im Alltag.
Speichert euch den Beitrag, und erzählt gerne mal: Was hilft euch, wenn euch alles über den Kopf wächst?