24/04/2015
Hier einmal mein Moonchen bei ihrem zweiten Besuch im Extreme Trail Pauwels . Ich habe lange an diesem Text geschrieben und beschlossen euch noch eine "kurze" Info zum Extreme Trail zu liefern. Daher gibt es vorab Moony's Bericht und im Anschluss dann alles zum Extreme Trail. Bitte achtet nicht auf das Vorschaubild - das passiert wenn ein Video nicht vor 2:00Uhr nachts hochlädt... der Titel ist korrigiert, angezeigt wird aber immer noch die Version von heute Nacht.
Gestern haben wir erst wieder einige Hindernisse vom Boden aus angespielt um zu schauen ob noch alles sitzt: für Moony ein Kinderspiel! Also: Hufschuhe anziehen, satteln und los!
Unser Ziel war es erst einmal Moony's Selbstbewusstsein zu schulen, sie zu motivieren, unsere Beziehung noch zu vertiefen und ihren Mut zu fördern. Die Arbeit im Extreme Trail ist perfekt dazu geeignet! Pferd (und Reiter ;) ) werden immer mutiger und selbstbewusster, schulen ihre Koordination und Balance und werden immer vor neue Aufgaben gestellt.
Ich bin mehr als zufrieden mit meinem kleinen Mädchen! Mutig ist sie gleich für 10 - ganz foxtrottertypisch - an der Balance hapert es ab und an noch und wir "rollen" ein paar Schritte die Hügel hinab. Gut, dass wir jetzt endlich die Chance haben öfter im Park zu arbeiten und genau diese Baustelle in Angriff zu nehmen!
Was wir alles genau angestellt haben? Seht selbst und lasst euch überraschen! Manchmal sind wir ein wenig verrückt, aber gerade das macht im Leben doch Spaß! In diesem Sinne:
Trust your horse and safe trails!
Noémie und Moony
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Was ist Extreme Trail?
Im Extreme Trail überwinden Pferd und Reiter schwierige Naturhindernisse wie Stufen, Baumstämme, Felsen, Wasser und verschiedene Holzhindernisse wie Brücken, Wi**en und Balance Beam.
Das Wort „Extreme“ ist hier ein wenig verwirrend, da es im Extreme Trail NICHT darum geht die Hindernisse möglichst spektakulär und in hohem Tempo einfach nur zu überwinden. In dieser Sportart geht es um wahre Partnerschaft und Finesse in jeder einzelnen Bewegung von Pferd und Reiter. Man möchte keine Pferde sehen, die über Hindernisse gezwungen werden, aus Angst gehorchen oder im Hindernis hektisch werden. Das Pferd sollte jederzeit die Möglichkeit haben den Kopf zu senken, um das Hindernis zu betrachten und mittig in gleichmäßigem Tempo hindurch oder hinüber schreiten. Der Reiter sollte in der Balance sitzen und das Pferd weder durch falsche Gewichts-, noch durch unnötige Zügelhilfen aus dem Gleichgewicht bringen. Um in diesem Sport erfolgreich zu sein, braucht man sein Pferd als Freiwilligen und Partner. Nur so kann man ein feines Reiten zeigen.
Bevor man die Extreme- / Mountain-Trail Hindernisse geritten angeht, werden sie einzeln vom Boden aus erarbeitet. Der Hauptgrund hierfür ist der Punkt Sicherheit. Pferd und Reiter werden mit allen Situationen konfrontiert und lernen sich gegenseitig zu vertrauen und als Team zu arbeiten. Die Bodenarbeit ist hierfür essentiell: die Rangordnung wird geklärt und mit Hilfe des natürlichen Instinkt des Pferdes werden sie in der Lage sein, schwierige Herausforderungen zu meistern.
Es gibt ebenfalls Extreme- / Mountain-Trail Turniere, in denen man eine festgelegte Pattern reitet, um seine Fähigkeiten mit denen anderer zu vergleichen oder einfach nur Spaß zu haben. Hierbei gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade, die natürlich auch verschiedene Hindernisse beinhalten. In den einfacheren Klassen kommen Basishindernisse und Manöver vor, während in den höheren Klassen Aufgaben wie eine 360° Wendung mit anschließendem Rückwärtsrichten auf der Hängebrücke erwartet werden können. Es gibt viele Möglichkeiten ein Hindernis zu erarbeiten – es wird garantiert nicht langweilig! In diesem Sport kann man immer neue Wege finden und ausprobieren.
Nach abgeschlossener Extreme Trail Ausbildung sollten Pferd und Reiter in der Lage sein alle Hindernisse nicht nur zu überwinden, sondern auch eine entsprechende Manier an den Tag zu legen. Hier sollte das Pferd vor dem Hindernis gerade gestellt sein, mittig hineintreten, konstant und entspannt laufen ohne das Tempo im Hindernis zu wechseln, es sollte aufmerksam an die Aufgaben herantreten und gut auf seine Beine achten.
Außer bei hohen Jump Ups sollten alle Stufen und andere Hindernisse ohne zu Springen gelöst werden. Wenn in den höheren Klassen Tempo zwischen den Hindernissen gefragt ist, sollte dieses aufgenommen werden sobald der letzte Huf aus dem Hindernis heraustritt und gedrosselt werden bevor der erste Huf in das nächste Hindernis eintritt. Ein korrekt gerittener Extreme Trail ist also kein Kinderspiel, sondern das Ergebnis von langer und vor allem feiner Arbeit.
Man kann die Ausbildung in 3 verschiedene Phasen einteilen:
1. Teaching - die Lernphase
Hier stellt man das Pferd vor immer neue Herausforderungen und lässt es diese möglichst allein und mit wenig Druck lösen. In dieser Stufe befinden Moony und ich uns gerade noch. Das Ziel: Mut und Selbstvertrauen aufbauen und das anfängliche "Was ist das? Ich kann nicht!" zu einem "Ohhh schau mal, soll ich das noch einmal tun?" zu wandeln.
2. Instructing - Anleitung
In dieser Phase sind die Aufgaben und Hindernisse an sich kein Problem mehr für die Pferde. Der Reiter/die Führperson kann beginnen im Hindernis mehr und mehr Anleitung zu geben WIE und in welcher Manier diese zu bewältigen sind. Es kommt mehr und mehr Finesse ins Spiel. Das Ziel dieser Ausbildungsphase ist es die Pferde dazu zu bringen nicht nur die Hindernisse abzulaufen sondern auf den Menschen und seine Hilfen aufmerksam und sensibel für diese zu werden.
3. Guiding - Unser Ziel
In der letzten Phase sollten wir nicht weiter an den ersten beiden Punkten arbeiten müssen. Die Pferde sollten aufmerksam und willig, sowie in korrekter Manier, an alle Herausforderungen herantreten und durch leichteste Gewichts und Schenkelhilfen zu dirigieren sein. Das Pferd wird hier also nicht mehr korrigiert oder angeleitet, sondern löst die Aufgaben weitgehend alleine. Hierbei ist es dennoch stets aufmerksam auf seinen Menschen und nimmt in kniffligen Situationen die leichtesten Hilfen als Unterstützung wahr.
Für mich ist der Extreme Trail mehr als nur eine Herzensangelegenheit! Ich kenne keine andere Disziplin, die die Beziehung zwischen Pferd und Mensch so sehr festigt und die Partnerschaft von beiden auf ein komplett neues Level bringt. Extreme Trail macht nicht nur Pferd und Reiter extrem viel Spaß, sondern es macht auch extrem süchtig.
Wer neugierig geworden ist kann gerne auf unsere Facebookseite „Extreme Trail Pauwels“ oder auf unsere Website www.extreme-trail-pauwels.de schauen.
Hier nun das Video, viel Spaß damit:
https://youtu.be/MrTWNs6kGcE