Selbstbewegt, FrauenRaum und BildungsZentrum, Nicole Georg

Selbstbewegt, FrauenRaum und BildungsZentrum, Nicole Georg FrauenRaum und BildungsZentrum SelbstBeWEGt

FrauenRaum und BildungsZentrum

"Die kleinste Bewegung ist für die gesamte Natur von Bedeutung. Herzlichst, Nicole

Bewege dich - und du bewegst die Welt." Meine Mission ist es, Frauen einen geschützten, nährenden und inspirierenden Rahmen zu bieten, in dem weiblicher Selbst-Ausdruck, Selbst-Erkenntnis und Selbst-Verwirklichung wachsen können. Du findest hier sowohl verschiedene ganzheitliche Weiterbildungen als auch Angebote zur Reflektion, Neuausrichtung und persönlichen Entwicklung, die von Frauen für Frauen geschaffen sind. Mein innerer Kompass richtet sich dabei immer auf authentische Begegnung und Augenhöhe. Was auch immer dich zu mir führt, ich freue mich, dich ein Stück auf deinem Weg begleiten zu dürfen.

Ich glaube, das ist einer der traurigsten und gleichzeitig verständlichsten Schutzmechanismen unseres Nervensystems:Wenn...
21/08/2026

Ich glaube, das ist einer der traurigsten und gleichzeitig verständlichsten Schutzmechanismen unseres Nervensystems:
Wenn das Leben über lange Zeit zu anstrengend war, wenn niemand da war, der uns unterstützt hat, wenn Angst, Beschämung, Ohnmacht oder Einsamkeit immer wieder unseren Alltag bestimmt hat, dann sucht unser System nach einem Weg, uns zu schützen.

Manche Menschen werden laut, manche kämpfen, manche funktionieren einfach weiter.

Und manche werden innerlich still.
Sie verlieren nach und nach den Kontakt zu sich selbst.
Und oft passiert das schleichend und ganz leise.

Und irgendwann spüren wir Hunger erst, wenn uns schwindelig wird.
Wir merken erst abends, dass wir seit Stunden die Schultern hochgezogen haben.
Wir übergehen Müdigkeit, Anspannung, Grenzen, Bedürfnisse.
Oft entscheiden wir das nicht mehr bewusst, sondern es passiert, weil unser Nervensystem irgendwann gelernt hat, dass Spüren nicht sicher ist.

Wenn ich mit Frauen arbeite, höre ich oft den Satz: "Ich weiß gar nicht mehr, was ich fühle."
Ich finde diesen Satz nie erschreckend, sondern folge-richtig und oft denke ich dann:
Natürlich weißt du das gerade nicht.
Dein System hat sehr lange alles dafür getan, dass du genau das nicht fühlen musst.

Und genau deshalb braucht der Weg zurück so viel Freundlichkeit.

Nicht: "Jetzt spür doch mal."
Sondern: Darf dein Körper heute vielleicht zwei Prozent mehr wahrnehmen als gestern?

Mehr braucht es oft gar nicht.
Ich arbeite deshalb so gern mit kleinen somatischen Übungen, mit Achtsamkeit, mit Psychoedukation und mit Audios für zu Hause.

Diese Übungen sind deshalb so hilfreich, weil das Nervensystem neue Erfahrungen braucht.
Es darf damit immer wieder erleben:
Heute ist da jemand, der nichts von mir verlangt.
Heute darf ich langsam werden.
Heute muss ich nichts leisten.
Heute darf ich neugierig sein.

Erst dann entsteht nach und nach wieder Vertrauen.

Meine Erfahrungen in über 25 Jahren Begleitung und Ausbildung von Frauen hat mich eins gelehrt:

Wir müssen den Körper nicht dazu bringen, wieder zu fühlen.
Wir dürfen Bedingungen schaffen, unter denen er sich wieder traut.

Von Herzen

Nicole 💛

Wenn KlientInnen als erstes nach Regulationsübungen fragen, dann werde ich oft hellhörig. Denn gerade in der Insta-Bubbl...
14/08/2026

Wenn KlientInnen als erstes nach Regulationsübungen fragen, dann werde ich oft hellhörig.

Denn gerade in der Insta-Bubble und auf Social Media allgemein scheint die Meinung zu herrschen, dass wir alle Probleme, alle Emotionen und alle kreisenden Gedanken einfach mit einem hippen Tool wegregulieren können.

"Warum musst und willst du dich eigentlich regulieren?, frage ich dann gerne.
Und diese Frage führt uns oft an einen ganz anderen Ort.

Regulation ist wichtig. Sie schenkt dem Nervensystem überhaupt erst die Möglichkeit, wieder handlungsfähig zu werden.

Gleichzeitig lohnt es sich, neugierig zu bleiben, wenn der Bedarf nach Regulation zum Dauerzustand wird.

Vielleicht lebt dein Alltag dauerhaft über deiner Kapazitätsgrenze.

Vielleicht gibt es zu wenig echte Sicherheit, zu wenig Erholung, zu viele Anpassungsleistungen.
Vielleicht trägt dein Nervensystem noch Erfahrungen in sich, die es immer wieder auf Alarm schalten.

Eine Regulationstechnik kann in diesem Moment unglaublich wertvoll sein.
Sie nimmt Druck aus dem System und schafft wieder etwas mehr Weite.

Und dennoch bleibt die Frage bestehen:
Wofür braucht dein Nervensystem sie eigentlich so oft?

Denn wenn wir immer nur Symptome beruhigen, ohne die Bedingungen zu verändern, die sie hervorbringen, ist es in etwa so, als würden wir Schmerzmittel gegen einen Dorn im Schuh nehmen.
Der Schmerz wird vielleicht kurz weniger, aber er kommt wieder, denn der Dorn bleibt.

Heilung beginnt häufig dort, wo wir beides ernst nehmen: die akute Unterstützung für das Nervensystem und den liebevollen Blick auf das, was immer wieder für Überlastung sorgt.

In meiner Arbeit, in der ich viel mit Psychoedukation arbeite, kann diese etwas provokant wirkende Frage einladen, Regulation als Teil eines größeren Prozesses zu verstehen – als Unterstützung auf dem Weg und nicht als eigentliche Lösung.

Eine Supervisorin von mir hat einmal gesagt: "Wir sind nicht dazu da, unsere KlientInnen zu noch besseren Opfern zu machen."

Krass, dachte ich damals.
Und ich verstehe mittlerweile, was sie meint.

Regulation ist kein Optimierungstool. Schau nach den Umständen, warum du es brauchst. Dort ist dein Weg.

Von Herzen,

Nicole 💛

08/08/2026

Save the date... es gibt nur noch wenige Karten.
Ich freue mich, wenn wir uns am 21. August beim Feel Good Festival persönlich begegnen.
Bist du dabei?
hogan.coaching experience.festival

07/08/2026

Warum es gleichzeitig schwer und trotzdem unser größtes Entwicklungs- und Heilungspotential ist, wenn wir Sicherheit in Beziehungen erleben...

Unser Körper reagiert auf alte Bedeutungen.In meiner Arbeit mit Frauen ist es oft ein Gamechanger, das zu verstehen. Ich...
31/07/2026

Unser Körper reagiert auf alte Bedeutungen.
In meiner Arbeit mit Frauen ist es oft ein Gamechanger, das zu verstehen.
Ich erlebe so oft, dass dieses Wissen den Blick meiner Klientinnen auf ihre eigenen Reaktionen und den Blick auf sich selbst grundlegend verändert.

Viele Frauen erleben, dass ihre Stimmung scheinbar aus dem Nichts kippt. Eben war noch alles ruhig, und wenige Sekunden später fühlen sie sich angespannt, traurig, gereizt oder sind einer Panikattacke nah. Sofort beginnt die Suche nach dem Auslöser.

Die Polyvagaltheorie schenkt uns hier Erkenntnisse, die vielleicht auch für dich entlastend sein können.

Unser Nervensystem bewertet fortlaufend, ob sich ein Moment sicher anfühlt.
Dieser Vorgang heißt Neurozeption und geschieht immer ohne unser bewusstes Zutun.
Dabei orientiert sich unser Nervensystem nicht nur an der aktuellen Situation, sondern es bezieht alles mit ein, was es im Laufe des Lebens verinnerlicht hat.

Du darst dir merken:
Erfahrungen hinterlassen Bedeutungen.

Sie entstehen in Beziehungen, durch Wiederholung, durch das, was wir als Kinder, Jugendliche oder Erwachsene immer wieder erlebt haben.

Vielleicht hat Schweigen einmal tiefste Einsamkeit bedeutet, vielleicht hat ein bestimmter Tonfall Streit angekündigt. Vielleicht war Nähe immer an Bedingungen geknüpft.

Wenn heute deine Stimmung aus dem Nichts heraus zu kippen scheint, reagiert dein Körper also vielleicht gar nicht nur auf den Moment.
Er reagiert auf die Bedeutung, die dieser Moment für dein Nervensystem trägt.

Unser Nervensystem bleibt ein Leben lang lernfähig, und das nennen wir Neuroplastizität.

Polyvagal informiert zu arbeiten bedeutet, dass wir uns diese Fähigkeit zunutze machen können.

Jede neue Erfahrung von Verbindung, Sicherheit und Co-Regulation kann dazu beitragen, dass sich deine innere Landkarte verändert und erweitert.

Vielleicht ist genau das der Beginn von Heilung:
Dein Körper muss nichts vergessen, sondern er darf neue Bedeutungen kennenlernen.

Von Herzen

Nicole 💛

Warum reicht Verstehen allein so oft nicht aus?Das Modell des Predictive Processing wurde in den letzten Jahrzehnten vor...
24/07/2026

Warum reicht Verstehen allein so oft nicht aus?

Das Modell des Predictive Processing wurde in den letzten Jahrzehnten vor allem durch Forschende wie Karl Friston, Andy Clark und Anil Seth geprägt.

Sie gehen davon aus, dass unser Gehirn die Welt nicht einfach wahrnimmt, sondern es erstellt fortlaufend Vorhersagen darüber, was als Nächstes passieren wird und gleicht diese anschließend mit der Realität ab.

Das ist unglaublich effizient, weil es Energie spart und uns hilft, schnell zu handeln.

Für Menschen mit belastenden oder traumatischen Erfahrungen birgt es jedoch noch eine andere Perspektive:
Ein kleines Mädchen, das immer wieder erlebt, dass seine Gefühle übergangen, seine Grenzen nicht geachtet oder seine Bedürfnisse abgewertet werden, entwickelt nicht nur einfach einen Glaubenssatz wie „Ich bin nicht wichtig.“
Es entwickelt ein Vorhersagemodell!

Sein Gehirn lernt:
Wenn ich mich zeige, wird es gefährlich.
Wenn ich Nähe suche, werde ich enttäuscht.
Wenn ich Nein sage, verliere ich Verbindung.

Diese Erwartungen bleiben nicht im Denken, sondern sie werden Teil des Körpers und zeigen sich in Muskelspannung, Herzschlag, Atmung, Blickkontakt, Stimme, Mimik und in der Art, wie sich Beziehungen anfühlen.

Aber: Wenn Vorhersagen durch Erfahrungen entstanden sind, können sie auch durch neue Erfahrungen verändert werden.

Dabei reicht es oft nicht aus, einen Glaubenssatz zu erkennen oder einen Gedanken umzuschreiben.
Das Gehirn möchte erleben.

Neues Erleben wird möglich, wenn unser Nervensystem genügend neue Erfahrungen sammelt, sodass das Gehirn Schritt für Schritt beginnt, andere Vorhersagen über die Welt, über Beziehungen und über uns selbst zu treffen.

Für mich beschreibt genau das, warum verkörperte Erfahrungen, Co-Regulation und sichere Beziehungen so tiefgreifende Veränderungsprozesse ermöglichen.
Sie verändern nicht nur unser Erleben im Moment.
Sie verändern die Modelle, mit denen unser Gehirn der Zukunft begegnet.

Von Herzen,

Nicole 💛

Endlich Pause. Endlich Ruhe.Und genau dann geht das innere Rennen los.Deine Gedanken kreisen. Dein Körper wird unruhig. ...
19/07/2026

Endlich Pause.
Endlich Ruhe.

Und genau dann geht das innere Rennen los.

Deine Gedanken kreisen.
Dein Körper wird unruhig.
Irgendetwas in dir scheint weiter zu vibrieren.

"Warum kann ich denn jetzt nicht einfach mal abschalten?", denkst du. "Warum schaffe ich es nicht, einfach mal zur Ruhe zu kommen?"

Und wahrscheinlich glaubst du, dass es nur dir so geht. ..
Aber wisse: So viele Frauen sitzen genau mit diesen Themen in meiner Praxis.
Und ja - ich kenne das in stressigen Phasen auch von mir selbst.

Wir tragen viel, wir haben tausend offene Loops im Kopf. Und unser Alltag ist viel zu häufig viel komplexer, als unser Nervensystem es leisten kann.

Erstmal darfst du verstehen:
Dein Nervensystem handelt dabei nicht willkürlich und es will dir auch keinen Stress machen, sondern
es versucht, für dich zu sorgen.

Was kannst du also tun, wenn dieses innere Rennen dich nicht zur Ruhe kommen lässt?
Erstmal: Dein bewusster Verstand bringt dich hier wahrscheinlich nicht weiter.

Vielleicht brauchst du jetzt viel mehr Körper und nicht noch mehr Nachdenken.
Nimm deinen Körper als Ressource, er schickt dir kluge Signale.

Was ich selbst oft tue, und was ich meinen KlientInnen gern empfehle, ist:
Oft ist es hilfreich, noch Bewegung zuzulassen, bevor wirkliche Ruhe möglich wird.
Leg eine Musik auf, die du wirklich magst.
Erlaube deinem Körper kleine, intuitive Bewegungen, im Stehen oder im Liegen auf dem Wohnzimmerteppich - ohne Ziel, ohne richtig oder falsch.
Lass das ein paar Minuten zu und schau dann nochmal, ob sich etwas verändert hat...

Häufig beginnt genau dort etwas, das der Verstand allein nicht erreichen kann:
Die Anspannung findet langsam ihren Weg aus dem Körper, und mit ihr entsteht wieder ein wenig mehr Raum für Sicherheit, Verbundenheit und Ruhe.

Probier's mal aus, wenn das nächste Mal noch zu viel Rennen im Kopf ist.
Es lohnt sich, den Körper mit seiner Weisheit zu nutzen.

Von Herzen

Nicole 💛

16/07/2026

Je langsamer du gehst, desto schneller kommst du voran.

Wo kannst du heute Tempo rausnehmen und wie schnell bist du, wenn du nicht deinem inneren Antreiber, sondern deinen ureigenen Rhythmus folgst?

Von Herzen,

Nicole 💛


Wir sind es gewohnt, Verhalten zu beobachten und sofort einzuordnen:Zu sensibel.Aggressiv.Verweigernd.Unmotiviert.Bockig...
10/07/2026

Wir sind es gewohnt, Verhalten zu beobachten und sofort einzuordnen:
Zu sensibel.
Aggressiv.
Verweigernd.
Unmotiviert.
Bockig.
Nicht belastbar.

Solche Zuschreibungen begegnen uns überall – in Familien, Schulen, Kitas, Einrichtungen und manchmal auch im Blick auf uns selbst.

Die Ansätze der modernen Traumaforschung können eine echte Chance sein, neu hinzuschauen.

Frühe belastende Erfahrungen hinterlassen Spuren.
Sie prägen Erinnerungen oder Gefühle, sie beeinflussen die Art, wie Gehirn und Nervensystem Reize verarbeiten, wie Sicherheit wahrgenommen wird, wie Aufmerksamkeit gesteuert wird, wie der Körper auf Stress reagiert und wie wir in Beziehung gehen können.

Gerade Menschen mit komplexen Traumafolgen pendeln häufig zwischen Zuständen großer Aktivierung und komplettem Rückzug.
Manche wirken ständig angespannt, reizbar oder emotional überwältigt, andere wirken vielleicht ruhig und fühlen sich dabei innerlich erschöpft, abgeschnitten oder dissoziiert.

Mit einem polyvagalen und neurobiologischen Verständnis verändert sich deshalb auch unsere Haltung.

Statt zu fragen „Was stimmt mit diesem Menschen nicht?“ können wir neugierig forschen und schauen „Was hat dieses Nervensystem erlebt, und welche Schutzstrategien waren notwendig, damit dieser Mensch überleben konnte?“

Allein diese Perspektive verändert bereits die Qualität von Beziehung.
Denn viele Verhaltensweisen sind Ausdruck einer hochintelligenten biologischen Anpassung.
Ein Nervensystem organisiert Schutz immer auf die bestmögliche Weise, die ihm in diesem Moment zur Verfügung steht.

Deshalb entstehen Veränderungen nicht durch mehr Druck, mehr Kontrolle oder mehr Disziplin sondern dort, wo Sicherheit und Co-Regulation möglich sind und wo ein Mensch nach und nach neue verkörperte Erfahrungen sammeln kann, die seinem Nervensystem zeigen: Heute ist es anders als damals.

Traumasensibles Wissen verändert deshalb viel mehr als Methoden.
Es verändert die Art, wie wir Menschen begegnen.
Und manchmal beginnt genau dort Heilung.

Von Herzen,
Nicole 💛

08/07/2026

Der Zustand deines Nervensystems wird entscheidend davon mitgeprägt, wie du über dich selbst denkst und wie du mit dir sprichst.

Wenn du so tickst wie die meisten Menschen, dann redest du mit dir weitaus unfreundlicher, als du es mit den Menschen in deiner Umgebung tust.

Wie wir mit uns reden ist oft stark davon geprägt, wie man in unserer Kindheit mit uns gesprochen hat.

Wenn du die Art, wie du über dich denkst und wie du mit dir sprichst in dein Bewusstsein holst, dann gehst du jeden Tag kleine, aber entscheidende Schritte hin zu mehr innerem Frieden.
Du bist der Mensch, mit dem du 24 Stunden am Tag verbringst.

Sei es dir wert, freundlich und liebevoll mit dir umzugehen. Auch und gerade in deinen inneren Gesprächen.
Dein Nervensystem hört mit.

Von Herzen

Nicole 💛

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