28/08/2026
Faktensammlung zur Sperrung des Holzsteges im Felsenmeer
Aus aktuellem Anlass stellt die Stadt Hemer die Hintergründe zur dauerhaften Sperrung und zum Rückbau des Holzsteges im Felsenmeer klar:
Gesperrt und zurückgebaut wird ausschließlich der Holzsteg unterhalb der Brücke – nicht die Brücke selbst.
Der Holzsteg wurde anlässlich der Landesgartenschau 2010 errichtet. Dabei kamen ausschließlich unbehandelte, nicht imprägnierte Naturhölzer zum Einsatz.
Die damalige Genehmigung war ein Kompromiss, um Besucherinnen und Besuchern das besondere Naturerlebnis im Felsenmeer zu ermöglichen. Andere Ideen und bauliche Lösungen waren aufgrund des Status des Felsenmeeres als Naturschutzgebiet und Geotop nicht genehmigungsfähig.
Bereits bei seiner Errichtung im Jahr 2009 war der Holzsteg ausdrücklich nur für eine Nutzungsdauer von zehn Jahren genehmigt. Anschließend sollte die Konstruktion sich selbst überlassen werden und auf natürlichem Weg verrotten.
Durch gute Pflege, engmaschige Kontrollen und regelmäßige Einsätze der engagierten Forstwirte konnte der Holzsteg deutlich länger erhalten werden als ursprünglich vorgesehen. Statt der genehmigten zehn Jahre war er insgesamt 16 Jahre nutzbar. Diese verlängerte Nutzung wurde von den zuständigen Genehmigungsbehörden geduldet.
Inzwischen sind die Schäden an den Holzpfosten, den Streben, der Beplankung und insbesondere an der im Boden befindlichen Stützkonstruktion so weit fortgeschritten, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr dauerhaft gewährleistet werden kann.
Der weitere Verfall lässt sich mit einzelnen Reparaturen oder üblichen Instandsetzungsmaßnahmen nicht mehr aufhalten. Für einen dauerhaften Erhalt wäre eine umfassende bauliche Maßnahme beziehungsweise ein Neubau erforderlich.
Ein solcher Neubau müsste aufgrund des besonderen Schutzstatus des Felsenmeeres neu genehmigt werden. Nach Erkundigung der Stadt Hemer ist eine entsprechende Genehmigung jedoch nicht in Aussicht gestellt worden.
Sowohl die politischen Vertreterinnen und Vertreter als auch die Verwaltung bedauern den Verlust des Holzsteges. Das Thema wurde ausführlich im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr erörtert.
Die Entscheidung gegen einen Neubau beruht somit nicht auf mangelndem Interesse, sondern auf dem baulichen Zustand des Steges und den naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen.
Der Holzsteg wird nicht sich selbst und der Natur überlassen. Da in der Konstruktion neben dem unbehandelten Holz auch Schrauben und weitere Verbindungselemente verbaut wurden, ist ein vollständiger und geordneter Rückbau erforderlich.
Ein unkontrollierter Verfall würde zudem keinen angemessenen Anblick bieten. Im geschützten Felsenmeer soll weder eine verfallende Ruine noch ein verwahrloster Ort entstehen.
Dank des Einsatzes der städtischen Forstwirte wird bereits im September damit begonnen, den Holzsteg vollständig zurückzubauen.
Die Stadt Hemer bedauert den Verlust dieser beliebten Attraktion sehr. Angesichts der fehlenden Aussicht auf eine neue Genehmigung müssen Besucherinnen und Besucher des Felsenmeeres, die Bürgerschaft, die Politik und die Verwaltung jedoch akzeptieren, dass der Holzsteg von Beginn an als zeitlich begrenzte Attraktion vorgesehen war. Nach 16 Jahren endet nun eine Nutzungsdauer, die bereits sechs Jahre länger war als ursprünglich genehmigt.