20/05/2026
Irische Theatergruppe Wilde Shamrock
mit zwei Stücken am Elly
Am 16. März 2026 versammelten sich die Elly-Schüler für eine Theaterveranstaltung in der Mensa, nur um
sich plötzlich in einem anderen Jahrhundert wiederzufinden.
Unsere Gruppe der neunten bis zwölften Jahrgangsstufe
wurde von der irischen Schauspielgruppe „Wilde
Shamrock“ in eine fiktive Vorstellung ins Jahr 2050
entführt. In dieser dystopischen Ausgangssituation zeigt
sich die EU gänzlich zerspalten. Die Protagonistin
durchlebt eine Reise in einem Zug, in dem sie nicht nur
geographisch, sondern auch zeitlich durch Frankreich,
Deutschland und Italien springt. Dabei durchläuft sie die
Jahre von 2050 zu 1945 über 1910 ins 19. Jahrhundert
und wieder zurück. Auf ihrer (Zeit)Reise, begegnet sie
unterschiedlichen Menschen mit verschiedenen
Vorstellungen über die Idee der Nation, einem
italienischer Freiheitskämpfer, der noch vom Sieg gegen
den Faschismus berauscht ist einem Opernsänger-Paar,
das das Deutsche Kaiserreich für das glorreichste Land
aller Zeiten hält, einem satirischen Trump, der schon im
19. Jahrhundert protektionistische Ansätze predigt und
einem scheinbar armen Reisenden, der gerne weise
Ratschläge mitgibt, welche die Wichtigkeit des
internationalen Zusammenhalts betonen.
Das Bühnenbild war simpel aufgebaut, jedoch wurde an
Kostümen nicht gespart. Für besonders viele Lacher
sorgte die Parodie von Donald Trump, der mit seinen
verföhnten blonden Haaren, der etwas zu langen roten
Krawatte und dem Anzug überdeutlich zu erkennen
war. Sehr gelungen war die musikalische Begleitung
des Theaterstücks, wie z. B. durch das Lied “Bella Ciao”
Darüber hinaus wurde uns auch ein Einblick in die
irische Geschichte und Kultur vermittelt, insbesondere
durch musikalische Elemente, die auch die Herkunft
der Schauspieler widerspiegelten und ihre tiefe
emotionale Verbundenheit zu diesem Stück
unterstrichen.
Diese musikalisch, schauspielerisch und künstlerisch
hochwertige Leistung des Teams verschaffte uns
nicht nur eine kulturelle Freistunde vom Unterricht,
sondern regte auch zum Nachdenken an, wie es mit
der internationalen Kooperation weitergehen soll. Ein
Spruch, der auf jeden Fall hängen bleibt, ist: “A nation is
just lines on a map”
Text:
Marie Keller und Michelle-Eileen Sanmartinean, J2
Foto:
Bernd Zoldahn