06/07/2026
Das Institut für Ägyptologie lädt zum 6. Hermann-Ranke Vortrag.
Prof. Dr. Friedhelm Hoffmann, LMU München, spricht zum Thema
"2.000 Jahre Textüberlieferung und 2 Rituale in der 1 Zeile. Der vergessene Text SMÄK ÄS 6049"
am Donnerstag, den 23. Juli, um 15:15 Uhr
Ägyptologisches Institut
Voßstr. 2, Gebäude 4410
Es ist auch möglich an dem Vortrag online teilzunehmen:
https://audimax.heiconf.uni-heidelberg.de/u6p2-vqh7-w6ad-zkhd
Beschreibung:
In dem Vortrag wird zunächst die aus einer Mumienhülle herausgeschnittene Inschriftenspalte und die poetische Struktur ihres grundsätzlich bekannten Textes vorgestellt. Er läßt sich gleichlautend in zwei verschiedenen Ritualkompositionen belegen. In der Forschung ist der Münchner Textzeuge allerdings bald nach seiner Veröffentlichung weitgehend vergessen worden. Schlimmer noch: In den Editionen beider Rituale hat Vergessen zu geradezu haarsträubenden Fehlern geführt, wie ich in einem Exkurs darlegen werde. Abschließend wird die Mumie, von der nur noch die Münchner Stücke erhalten sind, genauer datiert, die Tote prosopographisch identifiziert und damit ihre archäologische Herkunft bestimmt.
08/06/2026
Wir laden zum Vortrag von Prof. Dr. Martina Ullmann, LMU München, die sprechen wird über:
"Die Malereien aus dem Palast Amenophis’ III. von Malqata im Ägyptischen Museum Kairo"
am Donnerstag, den 18. Juni, um 17:15 Uhr
Ägyptologisches Institut
Voßstr. 2, Gebäude 4410
Es ist auch möglich an dem Vortrag online teilzunehmen:
https://heiconf.uni-heidelberg.de/xt6d-uwxp-u7uu-adtk
Die Malereien von Fußböden, Wänden und Decken des Palastes Amenophis’ III. (1388–1351 v. Chr.) im westthebanischen Malqata sind berühmt für ihre naturalistischen und detailreichen
Abbildungen von Pflanzen und Tieren und ihren teils impressionistisch anmutenden Malstil.
Trotz ihrer kunsthistorischen Bedeutung waren die aus Malqata stammenden Malereien aber größtenteils bis vor kurzem kaum wissenschaftlich dokumentiert und analysiert. Die zwölf Fragmente, die sich im Ägyptischen Museum in Kairo am Tahrir-Platz befinden, wurden deshalb 2024–2025 durch ein gemeinsames Projekt der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Kairener Museums untersucht, dokumentiert, umfassend konserviert und anschließend in einem eigens dafür renovierten Raum des Museums neu installiert.
Der Vortrag stellt die Malereien in ihrem archäologischen Kontext vor und berichtet über die Arbeit des Projektes.
14/05/2026
Wir laden zum Vortrag von Prof. Dr. Nozomu Kawai, University of Tsukuba, der sprechen wird über:
"The Power Behind the Throne: Tutankhamun's Court Officials Revisited"
am Donnerstag, den 28. Mai
um 17:15 Uhr
Ägyptologisches Institut
Voßstr. 2, Gebäude 4410
Es ist auch möglich an dem Vortrag online teilzunehmen:
https://heiconf.uni-heidelberg.de/xt6d-uwxp-u7uu-adtk
Abstract
This lecture analyzes the structure and political dynamics of the Egyptian court during Tutankhamun’s reign, emphasizing the shift of authority from the monarchy to high officials due to the king’s youth and the aftermath of the Amarna revolution. Using
textual, prosopographical, and iconographic evidence, it demonstrates that senior courtiers such as Horemheb, Ay, and Maya appropriated royal privileges and roles, as reflected in their titles and iconography. Further, the research shows that even secondary officials attained unprecedented status. The findings suggest that government under Tutankhamun was effectively managed by a council of powerful officials, reducing the
king to a symbolic figurehead and marking a significant temporary transfer of executive power to the elite bureaucracy.
16/04/2026
Wir laden zum Vortrag von Prof. Dr. Alexander Ilin-Tomich, Universität Mainz, der sprechen wird über:
"SKARABÄEN UND DIE WAHRNEHMUNG DER
VERGANGENHEIT IM ALTEN ÄGYPTEN"
am Donnerstag, den 23. April
um 17:15 Uhr
Ägyptologisches Institut
Voßstr. 2, Gebäude 4410
Es ist auch möglich an dem Vortrag online teilzunehmen:
https://heiconf.uni-heidelberg.de/xt6d-uwxp-u7uu-adtk
Abstract:
Skarabäenförmige Siegelamulette konnten im Alten Ägypten und im Mittleren Niltal eine merkwürdig lange Lebensdauer haben; manche Exemplare blieben Jahrhunderte nach ihrer Herstellung noch im Umlauf. Seit der 12. Dynastie erscheinen auf Skarabäen Namen regierender Könige; bereits in der 2. Zwischenzeit wurden erstmals Namen längst verstorbener Herrscher auf neu hergestellte
Skarabäen angebracht. Beide Phänomene lassen sich bis in die Saitenzeit weiterverfolgen. Das Sammeln, der Handel mit Skarabäen und Herstellung neuer Objekte – oft mit historisierenden Inschriften, Dekorationen und plastischen Merkmalen – erforderten viel antiquarisches Wissen. Der Vortrag erörtert Aspekte dieses Wissens um Skarabäen und ihrer Wertschätzung in Ägypten.