03/08/2026
🔬 Science (in) Crises? – Highlights & Videos
A heartfelt thank you to everyone who contributed to and attended the Young Marsilius Fellows’ final event, “Science (in) Crises? The Role of Science in Society: Past, Present, and Future.” With engaging presentations and thought-provoking discussions, the event became an inspiring interdisciplinary exchange on the role of science in times of crisis.
Over the course of the event, participants explored the benefits, limitations, and practical challenges of science in times of crisis. The programme featured keynotes, plenary discussions, an interactive social simulation, and a panel discussion. Together, these sessions examined the topic from a wide range of perspectives across the natural sciences, life sciences, humanities, and social sciences.
If you were unable to attend, you can now watch parts of the event online:
- Keynote: “Hope – a resource in times of crisis?”, Prof. Dr. Jonas Grethlein (Classics)
- Keynote: “Chronic Pain: a cause and symptom of crisis”, Prof. Dr. Rohini Kuner (Pharmacology)
- Panel Discussion “Addressing Current Crises: Practical Challenges for Science”
with Martin Enserink (Science Journalist), Dr. Max Jungmann (Political Science), Prof. Dr. Claudia Denkinger (Infectious Diseases/Global Health)
🎥 Watch the recordings here: https://www.youtube.com/watch?v=X3UlV6txIQY&list=PLuRaSnb3n4kSFOpO-RZUjmoatOfWi45Fp
28/07/2026
Leihmutterschaft als interdisziplinäre Herausforderung
Die Debatte über Leihmutterschaft prägt derzeit die öffentliche Diskussion. In einem aktuellen Interview mit Deutschlandfunk Kultur erläutert Beate Ditzen die psychologischen Folgen einer Leihmutterschaft und ordnet die damit verbundenen Herausforderungen aus wissenschaftlicher Perspektive ein.
Bereits im interdisziplinären Marsilius-Projekt (2016/2017) haben Beate Ditzen, Katja-Patzel-Mattern und Marc-Philippe Weller als Fellows des Marsilius-Kollegs die rechtlichen, psychologischen und historischen Dimensionen der Leihmutterschaft untersucht. Im Mittelpunkt standen Fragen des Kindeswohls, der Elternschaft, der Selbstbestimmung der Leihmutter sowie die Herausforderungen des grenzüberschreitenden Fortpflanzungstourismus für den deutschen Gesetzgeber.
Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Symposiums und einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen - darunter der heutige Präsident des Bundesverfassungsgerichtes Stephan Harbarth - diskutiert. Viele der damals formulierten Fragestellungen sind bis heute aktuell.
Das aktuelle Interview macht deutlich, wie wertvoll interdisziplinäre Forschung für die Einordnung gesellschaftlich kontroverser Themen ist. Die im Marsilius-Kolleg entwickelten Perspektiven aus Psychologie und Rechtswissenschaft leisten auch heute einen wichtigen Beitrag zu einer differenzierten, wissenschaftlich fundierten Diskussion.
Interview und Publikationen:
🎧 Interview mit Beate Ditzen im Deutschlandfunk Kultur: „Die psychologischen Folgen einer Leihmutterschaft“
https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-psychologischen-folgen-einer-leihmutterschaft-100.html
📘 Beate Ditzen & Marc-Philippe Weller: „Regulierung der Leihmutterschaft“
📘 Katja Patzel-Mattern, Beate Ditzen & Marc-Philippe Weller: „Der gemietete Bauch: Von Bestelleltern, Wunschkindern und Leihmüttern“
📘 B. Ditzen, M.-P. Weller, C. Sommerer und M. Zeier: „Psychosoziale Aspekte von Lebendorganspende und Leihmutterschaft – Fallbericht und konzeptioneller Vergleich“
21/07/2026
JETZT ONLINE: Marsilius-Vorlesung „Zwischen Ethos und Macht. Politisierte Medizin am Beispiel der DDR“
Wie kann Medizin in einem autoritären System zum Instrument politischer Kontrolle werden? Dieser Frage widmete sich Florian Steger (Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Universität Ulm) in seinem Vortrag. Am Beispiel geschlossener venerologischer Stationen in der DDR zeigte er, wie medizinische Einrichtungen zur Disziplinierung und Kontrolle von Frauen missbraucht wurden. Seine Forschung dokumentiert und analysiert das dort begangene Unrecht und weist auch auf die dramatischen Folgen für die Betroffenen hin.
Wir danken Florian Steger für seinen eindrucksvollen Vortrag und die wertvollen Impulse für den interdisziplinären Austausch.
Für seine Verdienste um den Dialog zwischen den Wissenschaftskulturen hat das Kolleg Florian Steger mit der Marsilius-Medaille ausgezeichnet.
👉 Zum Video: https://www.marsilius-kolleg.uni-heidelberg.de/de/gesellschaft/marsilius-vorlesungen/zwischen-ethos-und-macht-politisierte-medizin-am-beispiel-der-ddr
02/07/2026
🔬 YOUNG MARSILIUS FELLOWS’ FINAL EVENT: SCIENCE (IN) CRISES?
We seem to live in an age of overlapping crises: the pandemic, the climate emergency, and conflicts such as wars and the erosion of democracy. In each case, science is invoked as part of the solution. At the same time, science itself appears to be in crisis, facing questions of public trust, reproducibility, funding, political pressures, and contested legitimacy. Is science part of the solution — and part of the problem?
The Young Marsilius Fellows 2025/26 invite researchers, students, and the public to the interdisciplinary symposium „Science (in) Crises? The Role of Science in Society: Past, Present, and Future“. The program brings together perspectives on the historical development and future role of science in the form of keynotes, a poster session, and an interactive negotiation workshop simulating a council meeting on a climate-related challenge.
📅 16 July 2026 | 10:00–17:00
📍 Marsilius Kolleg, Im Neuenheimer Feld 130.1, Heidelberg
🔗 More information and registration: https://www.marsilius-kolleg.uni-heidelberg.de/de/forschung/young-marsilius-fellows/fuenfte-klasse/science-in-crises
01/07/2026
🎥 Jetzt online: Vortrag „Freude an der Komplexität – oder warum wir die Wissenschaftskommunikation (radikal) neu denken müssen“ von Leonid Klimov
Zentrale Gedanken des Vortrags:
- Vieles von dem, was wir schätzen, ist komplex – die Demokratie ebenso wie die Wissenschaft.
- Wissenschaftskommunikation wird häufig vor allem als Handwerk verstanden, dessen Aufgabe darin besteht, Komplexität zu reduzieren.
- Wissenschaft und Journalismus können gemeinsam neue Formen der öffentlichen Verständigung entwickeln – Formen, die Orientierung schaffen, ohne Komplexität zu verleugnen.
- Vor allem aber sollten wir die Freude am Verstehen wecken – anstatt alles zu glätten, zu verkürzen oder auf vermeintlich einfache Antworten zu reduzieren.
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▶️ Zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=15PY_XIp-lw
27/06/2026
📣 APPLICATION DEADLINE EXTENDED UNTIL 1 JULY 2026!
International Marsilius Academy 2026: 🌡️ Feel the Heat – Science and Histories of Fever, 20 - 25 September 2026 in Heidelberg
🎓 This International Marsilius Academy brings together advanced Master students and doctoral researchers from all disciplines to explore fever from multiple perspectives — spanning the life and natural sciences, medicine, history, and the humanities.
✨ Topics include epidemics and pandemics, the sensory experience of fever, historical understandings of fever, disease causation, prevention, and its long-term consequences. Together, these perspectives invite a deeper understanding of fever as both a biological phenomenon and a social and cultural object.
👉 We warmly encourage interested students and early-career researchers from all disciplines to apply and join us in Heidelberg.
🔗 More information & application: https://www.marsilius-kolleg.uni-heidelberg.de/de/studium/internationale-marsilius-akademien/feel-the-heat-science-and-histories-of-fever
25/06/2026
Marsilius-Vorlesung: Zwischen Ethos und Macht. Politisierte Medizin am Beispiel der DDR
Medizinisches (Berufs-)Ethos und politische Macht stehen in einem Spannungsverhältnis. Besonders sichtbar wird dies, wenn Medizin in totalitären Systemen zur Durchsetzung staatlicher Ziele missbraucht wird. In seinem Vortrag thematisiert Florian Steger am Beispiel geschlossener venerologischer Stationen in der DDR, wie das Wohl des Einzelnen in diktatorischen Staaten einer politisch motivierten Disziplinierung untergeordnet wurde.
Florian Steger ist Professor und Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Universität Ulm. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der historischen Entwicklung der Medizin von ihren Anfängen bis in die Gegenwart, insbesondere in der Medizingeschichte der DDR.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen am:
🕖 Montag, 13. Juli 2026, 16.00 Uhr
📍 Aula der Alten Universität
Mehr Infos: https://www.marsilius-kolleg.uni-heidelberg.de/de/gesellschaft/marsilius-vorlesungen/zwischen-ethos-und-macht-politisierte-medizin-am-beispiel-der-ddr