06/12/2021
Seit Anfang November erhalten alle von Gewalt betroffenen Personen, die zu einer rechtsmedizinischen Untersuchung in die Gewaltambulanz Heidelberg kommen, das Angebot einer psychosozialen Nachsorge. Hierbei berät eine Lotsin die Betroffenen, unterbreitet diesen ein individuelles Hilfsangebot, unterstützt die Anbindung an das lokale Hilfesystem oder begleitet diese auf Wunsch zu wichtigen Terminen, wie etwa einer Anzeigestellung bei der Polizei oder weiteren Untersuchungen. Dieses Angebot, das unter dem Namen GUIDE4ALL zur Verfügung steht, ist aus dem von der EU co-finanzierten Projekt GUIDE4YOU entstanden.
25/11/2021
Mit dem heutigen Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen beginnen die Orange Days. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, um auf den eindrucksvollen Film aufmerksam zu machen, der im Rahmen der Kampagne "Orange the World" entstanden ist. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier:
www.orangetheworld.at.
https://www.youtube.com/watch?v=i6mg2N-PUjg
Orange the World Austria
Weltweit ist immer noch jede 3. Frau von Gewalt betroffen. Gemeinsam mit UN Women Austria, Soroptimist Internationale Union Österreich, HeforShe Graz und dem...
22/11/2021
Veranstaltungshinweis ℹ️
Was tun, wenn man selbst Gewalt erfährt oder andere Gewalt erleben? ⁉️
Von Kursen für Zivilcourage über den richtigen Umgang mit einem digitalen ""Sh*tstorm"" bis hin zur rechtsmedizinischen Spurensicherung - wie man sich am besten gegen Hetze, Drohungen oder Angriffe wehren kann, darüber diskutieren am Freitag, 26 November, um 19.30 Uhr in der Mannheimer Abendakademie Expertinnen der Rechtsmedizin, der Polizei, der Seelsorge und der Häuslichen Gewalt. 📅
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, das im Rahmen der ""einander.Themeninseln"" des Mannheimer Bündnisses für ein Zusammenleben in Vielfalt das Voneinander-Lernen und das Miteinander-Handeln der Bündnispartner*innen unterstützen soll. 🤝
Wir als Mannheimer Frauenhaus e.V. sind hier Projektträger, unsere Geschäftsführerin Nazan Kapan wird Teil der Podiumsdiskussion sein, die ihr übrigens am Veranstaltungstag nicht nur nach vorheriger Anmeldung vor Ort, sondern auch live auf YouTube (https://www.youtube.com/watch?v=s2l8wzW50lw) verfolgen könnt. ▶️
Mehr zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr hier: https://www.abendakademie-mannheim.de/suchfunktion-kurse/kurs/Gewalt-geht-uns-alle-an-Wie-wir-uns-selbst-und-fuer-andere-wehren-koennen/Y105020
Die Broschüre ""Gewalt hat viele Gesichter"" mit Hilfsangeboten in Mannheim findet ihr außerdem hier:https://www.mannheim.de/sites/default/files/2021-07/Gewalt%20hat%20viele%20Gesichter%20-%20Hilfsangebote%20in%20Mannheim.pdf 🔎
22/11/2021
Podcast der Alwine-Stiftung zum Thema "Gewalt im Alter":
https://www.youtube.com/watch?v=Cuk_O2nSv60
alwine Stiftung - Podcast - Gewalt im Alter
Unter dem Leitmotiv „in Würde altern“ hat es sich die alwine Stiftung seit 2009 zur Aufgabe gemacht, bedürftige ältere Menschen zu unterstützen. Weiterhin se...
17/09/2021
Wir möchten uns noch einmal herzlich bei der Heidelberger Volksbank-Stiftung für die großzügige Spende von 5.000€ an die Gewaltambulanz Heidelberg bedanken, die am 08.09.2021 überreicht wurde.
Mit der Spende wurde ein mobiles Ultraschallgerät angeschafft, das in der Gewaltambulanz eingesetzt wird. Mit dem Gerät können Verletzungen nach Gewalt nachgewiesen werden, die unter der Körperoberfläche liegen und der äußeren Untersuchung entgehen. Da die meisten Untersuchungen außerhalb des Instituts durchgeführt werden, ist die Gewaltambulanz auf ein mobil einsetzbares Gerät angewiesen.
13/09/2021
Zu den Aufgaben der klinischen Rechtsmedizin gehört neben der Untersuchung von Gewaltopfern auch die forensische Rekonstruktion – also z.B. das Nachstellen eines Tathergangs. Hierbei können die Angaben von Beschuldigten und Geschädigten überprüft und mit den festgestellten Verletzungs- und Spurenmustern verglichen werden, um Rückschlüsse auf den Ablauf des Geschehens zu gewinnen.
Bildquelle: Universitätsklinikum Heidelberg. Link zum Originalartikel im Klinikticker mit weiteren Informationen: https://www.klinikticker.de/2017/05/18/zu-besuch-im-institut-fuer-rechts-und-verkehrsmedizin/
31/08/2021
In der Abteilung für Forensische Toxikologie wird aktuell an sog. Date R**e Drugs, also „Vergewaltigungsdrogen“ oder „K.o.-Tropfen“ geforscht.
Zu den Date R**e Drugs zählen eine ganze Reihe von Substanzen, darunter auch Schlaf- oder Beruhigungsmittel. Wie lange der Nachweis für einen Konsum von Date R**e Drugs möglich ist, hängt von der jeweiligen Substanz ab - so ist z.B. Gamma-Hydroxybuttersäure (GHB) im Urin nur bis zu 12 Stunden nach der Einnahme nachweisbar. Viele Opfer eines unwissentlichen Konsums dieser Substanz bemerken zunächst eine Gedächtnislücke und realisieren oder vermuten erst nicht, dass ihnen etwas verabreicht wurde.
Dementsprechend wenden sich viele Opfer erst spät an eine Gewaltambulanz und/oder die Polizei, so dass ein Nachweis z.T. nicht mehr möglich ist.
Im Rahmen einer Doktorarbeit sollen von Herrn Thimm neue Biomarker gefunden werden, welche den Nachweis einer Aufnahme von Date R**e Drugs auch nach längerer Zeit noch ermöglichen.
Weitere Informationen zum Projekt: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/rechts-und-verkehrsmedizin/forschung/forensische-toxikologie
20/08/2021
Beitrag über die Gewaltambulanz im Mannheimer Morgen.
Verräterische Spuren: Heidelberger Gewaltambulanz macht Zeichen von Gewalt sichtbar - Heidelberg - Nachrichten und Informationen
Schläge, Würgegriffe oder Spermaspuren: In der Heidelberger Gewaltambulanz können Opfer nach einer Tat auch scheinbar unsichtbare Spuren konservieren lassen - und erst danach abwägen, ob sie gegen die Täter vorgehen wollen.
12/08/2021
Digitales Heidelberger Symposium zu GUIDE4YOU und der kommunalen Umsetzung der Istanbul-Konvention – Bekämpfung von häuslicher Gewalt
Das EU-Modellprojekt GUIDE4YOU gegen häusliche Gewalt an Frauen findet nach 2 Jahren Laufzeit seinen Abschluss. Ziel des Projektes ist es, für gewaltbetroffene Frauen in Heidelberg den Zugang zum bestehenden Hilfesystem zu verbessern. Dafür wurde eine anonyme Online-Befragung durchgeführt und ein persönlicher Lotsinnenservice eingerichtet.
Am 30. September werden im Rahmen des digitalen GUIDE4YOU-Symposiums erstmals die Projektergebnisse vorgestellt. Über 360 Frauen haben den Fragebogen ausgefüllt und zahlreiche Frauen wurden von der GUIDE4YOU-Lotsin begleitet. Am Vormittag werden die Fragebogenergebnisse von der SRH Hochschule Heidelberg präsentiert und die Guide4You-Lotsin wird von ihren Erfahrungen aus der täglichen Arbeit mit den Betroffenen berichten. Nachmittags folgen drei spannende Fachvorträge zum Themenbereich Gewalt gegen Frauen und zu der Istanbul-Konvention, darunter auch ein Vortrag zu häuslicher Gewalt aus rechtsmedizinischer Perspektive von Prof. Dr. Kathrin Yen, Leiterin der Gewaltambulanz des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Eine Anmeldung ist bei Helen Brech (GUIDE4YOU Mitarbeiterin) möglich: helen.brech(at)heidelberg(punkt)de
Weitere Infos zum Projekt unter: www.heidelberg.de/guide4You
09/08/2021
In der Gewaltambulanz Heidelberg werden Untersuchungen von Menschen jeden Alters nach Gewalt durchgeführt. So z.B. nach häuslicher und sexueller Gewalt, Gewalt gegen betagte Menschen, Kindesmisshandlung und sexuellem Kindesmissbrauch, Messerstechereien, Schlägereien, Folter, aber auch nach Pflegeversagen, Vernachlässigung oder Unfällen, die straf- oder zivilrechtlich beurteilt werden.