29/07/2026
Schweden entschleunigt. Die Natur bestimmt unseren Tag. 🌿🔥
Wir werden morgens vom Ruf der Eichelhäher geweckt, sammeln Feuerholz, entfachen das erste Feuer und genießen die warmen Sonnenstrahlen – denn im Schatten ist es schon erstaunlich kühl.
Was der Tag bringt, entscheidet nicht der Kalender, sondern Wind, Wetter und die Natur. Mit dem Boot geht es hinaus zum Fischen. Jeden Abend legen wir unsere Krebsreuse aus – und heute durften wir unseren ersten Krebs daraus holen. Ein kleines Naturgeschenk, das uns riesig gefreut hat. Unterwegs naschen wir Heidelbeeren, entdecken die ersten Preiselbeeren und kochen aus den getrockneten Hagebutten, die wir von zu Hause mitgebracht haben, eine traditionelle schwedische Hagebuttensuppe. Dazu werden hier oft Mandelkekse gegessen – und ich kann euch sagen: unglaublich lecker!
Zwischen moosbewachsenen Felsen und uralten Wäldern entdecke ich Heilpflanzen wie echten Baldrian und Mädesüß, bestaune die unzähligen Flechten, die Felsen und Bäume überziehen, und lese Spuren von Reh-, Schwarz- und Rotwild. Das gefiederte Volk zeigt sich inzwischen immer häufiger – besonders die Eichelhäher begleiten unsere Tage. Ihre Rufe wecken uns jeden Morgen, und die Federn, die wir immer wieder finden, erinnern uns daran, wie nah wir der Wildnis gerade sind.
Survival bedeutet für mich nicht Verzicht. Es bedeutet, den Rhythmus der Natur anzunehmen, mit ihr zu leben und jeden Tag etwas Neues zu lernen. Hier draußen gibt es keine Langeweile – ganz im Gegenteil. Es gibt so viel zu entdecken, dass selbst mehrere Wochen kaum ausreichen würden, um all die kleinen und großen Wunder dieser Landschaft zu erkunden.
Und genau das macht Wildnis aus.