Afrokids Germany

Afrokids Germany BIPoC Bücher Empfehlung und Unterhaltung für Kinder und Jugendliche. Inspiriert durch eine schwarz

Am 25. Juli 2026 wurde im NDR in der Sendung Nordtour ein Beitrag über meine Arbeit ausgestrahlt. Vielen Dank an Nadja B...
08/08/2026

Am 25. Juli 2026 wurde im NDR in der Sendung Nordtour ein Beitrag über meine Arbeit ausgestrahlt. Vielen Dank an Nadja Babalola für deine wertvolle Arbeit, mit der du Schwarze Perspektiven stärkst, unsere Geschichten sichtbarer machst und Räume schaffst, in denen unsere Stimmen, Erfahrungen und Beiträge gesehen, gehört und gewürdigt werden. Diese Sichtbarkeit und Gespräche sind wichtig, und ich bin dankbar, ein Teil davon sein zu dürfen.

Die ganze Sendung findet ihr in der NDR Mediathek oder über den Link in unserer Bio.

Vorgestellte Bücher:

Amma kann nicht einschlafen

Die Welt ist mein Zuhause - u.a. andrea karimé , Susann | Mehr Diversität in Kinderbüchern ⚜️Ndey Bassine ⚜️

Alles auf Anfang - Volker Schmitt Màriam Ben-Arab

Julian ist ein Meerjungfrau - Jessica Love

Die Stadtpark Detektiven -

Sally Njie - Der Lebensweg eine Kämpferin ⚜️Ndey Bassine ⚜️

Dilly und Heer leben in der fiktiven sächsischen Kleinstadt Piesnitz. Ihre Eltern haben nicht nur die beiden einzigen in...
03/08/2026

Dilly und Heer leben in der fiktiven sächsischen Kleinstadt Piesnitz. Ihre Eltern haben nicht nur die beiden einzigen indischen Restaurants, die ausgerechnet gegenüber voneinander liegen, sie sind auch noch verfeindet.

Darum können Heer und Dilly sich anfangs nicht ausstehen und trotzdem führt kein Weg daran vorbei, dass sich ihre Wege kreuzen. Das hat vor allem mit der umwelt-aktivistischen Peace-nitz Gruppe zu tun, in die beide eintreten.

Obwohl die zynische Heer und der angepasste Dilly von Grund auf verschieden sind, merken sie schnell, wie viel sie verbindet. Und das nicht nur, weil ihre Familien die einzigen Sikhs des Ortes sind. Die Leben der beiden sind komplex und der Rassismus, dem sie ausgesetzt sind, ist nur eine der vielen Konstanten, die sich durch ihren Alltag ziehen. Langsam wächst aus Dillys und Heers Freundschaft mehr und gleichzeitig passiert um sie herum so viel. Das Restaurant von Heers Familie soll für den Bau des neuen Einkaufszentrums abgerissen werden. Das versucht die Peace-nitz Gruppe allerdings zu verhindern. Ob es ihnen gelingt und welche Herausforderungen sie überwinden müssen, dürft ihr selbst nachlesen.

Ich habe das Buch mit in meinen Sommerurlaub genommen, ein kleines Haus am See mitten in Brandenburg. Auf der Hinfahrt haben mich die vielen Deutschlandflaggen und Plakate mit durchgestrichenen Windkrafträdern fast erschlagen und ich mochte kaum aus dem Fenster schauen.

Im Urlaub konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen. Amani Padda hat mit Dilly und Heer Charaktere geschaffen, die authentisch und vielschichtig sind und mit denen sich viele Migrakinder der zweiten Generation identifizieren können. Aber auch durch die Nebencharaktere ist es ihr gelungen, einen so glaubwürdigen Querschnitt der Gesellschaft abzubilden, dass absolut jede*r sich in dieser mitreißenden Geschichte wiederfinden kann. An einer Stelle im Buch heißt es, dass nicht nur in den großen Städten, sondern auch in kleinen Orten wie Piesnitz, Geschichten zu finden sind, die es wert sind erzählt zu werden.

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Elaia ist acht Jahre alt und lebt mit ihrer kleinen Ratte Momo und ihrem Ziehvater Usige in einer dystopischen Umgebung,...
22/06/2026

Elaia ist acht Jahre alt und lebt mit ihrer kleinen Ratte Momo und ihrem Ziehvater Usige in einer dystopischen Umgebung, viele Jahre, nachdem die Menschen die Welt zerstört haben. Nachdem ein Sandsturm ihr Haus verschüttet, ziehen die drei in eine Kommune von anderen Überlebenden. Jede*r trägt einen Teil dazu bei, damit das Zusammen- und Überleben funktionieren kann und gemeinsam arbeiten sie an einem Gewächshaus.

Fünf Jahre später ist Elaia mittlerweile ein Teen und geht mit ihrer Ratte Momo auf Erkundungstour nach kleinen Schätzen, wie Pflanzensamen und anderen Dingen, die die sie für Reparaturen gebrauchen können. Auf dem Weg dahin stößt sie auf einen Roboter, der sie plötzlich angreift und den sie nur knapp besiegen kann. Als Elaia den Roboter öffnet, um nachzuschauen, was es damit auf sich hat, entdeckt sie im Inneren ein Kind, das ihr zum Verwechseln ähnlichsieht. Aber zu viel möchte ich gar nicht spoilern. Was es mit dem Kind und den vielen anderen merkwürdigen Dingen, die in der Wüste passieren auf sich hat, das dürft ihr gern selbst nachlesen. 😊

Wir sind riesengroße Fans des Comics „Zack“, der ebenfalls im Kibitz Verlag erschienen ist. Jetzt hat sich das Dream Team Volker Schmitt und Màriam Ben-Arab noch einmal zusammengetan und ganze 5 Jahre Liebe und Herzblut in ihren neuen Comic „Alles auf Anfang“ gesteckt.

Ich mag die Geschichte sehr, denn obwohl sie an vielen Stellen ein erschreckend realistisch düsteres Zukunftsszenario inkl. Dürre, saurem Regen und Zerstörung zeichnet, ist sie doch geprägt von Zusammenhalt, Hoffnung und Zuversicht. 🌱

Mir gefällt es, wie vielfältig die große Wahlfamilie ist und dass Skills, wie Kreativität und Fantasie in dieser Gesellschaft plötzlich an großer Bedeutung gewinnen. Es gibt z.B. eine Szene, in der das blinde Mädchen Ylvi das Essen, das aus einer grauen, geschmacklosen Pampe besteht, allein durch ihre Geschichten in ein farbenfrohes Festmahl verwandelt. 🥗

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Reilo und Reili sind Cousin und Cousine und wohnen zusammen mit ihren vielen anderen Familienmitgliedern und Freund*inne...
11/06/2026

Reilo und Reili sind Cousin und Cousine und wohnen zusammen mit ihren vielen anderen Familienmitgliedern und Freund*innen in der Sonnenstraße. Sie alle sind Sinti*zze und Rom*nja-Kinder und verbringen ihre Freizeit am liebsten im Freizeitzentrum aka Spielhaus. Eines Tages beobachten Reilo und Reili, wie ein neues Kind in die Sonnenstraße kommt und direkt von den beiden Fieslingen Lars und Max gemobbt wird, und zwar nur, weil es stottert. Der neue Junge heißt Jacob und wird schon bald Teil der Clique im Spielhaus. Als Lars und Max wieder einmal auf Jacob losgehen wollen, schließt sich die gesamte Clique zusammen und stellt sich an Jacobs Seite. Am Ende gibt es ein großes Hochzeitsfest, bei dem die gesamte Großfamilie zusammenkommt und natürlich auch Jacob eingeladen ist.

Die Geschichte ist nicht nur aus einer Own Voices Perspektive geschrieben, sie ist auch mit Wörtern aus der Romnes Sprache durchzogen. Auch viele andere Dinge aus der Sinti*zze und Rom*nja Kultur sind ganz selbstverständlicher Teil der Geschichte, wie traditionelle Musik oder Kinderspiele wie „Fünf Steine“, die hinten im Glossar noch einmal näher erklärt werden.

Besonders gefallen hat mir, dass der Kinderreichtum und die Großfamilien, die von der Mehrheitsgesellschaft oft abgewertet werden in dieser Geschichte die „Superkraft“ ist. Am Ende ist es nämlich der Familienzusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung, die Jacob „retten“.

Die Geschichte vermittelt also nicht nur ein empowerndes Bild von Sinti*zze und Rom*nja, sie zeigt auch, dass Familie viele Gesichter haben und jederzeit durch Wahlfamilie erweitert werden kann.

Die ganzseitigen Illustrationen sind farbenfroh, sehr divers und man merkt, dass hier eng mit der Autorin zusammengearbeitet wurde, um ein möglichst authentisches Bild zu vermitteln.

„Gemeinsam sind wir stark: Reilo und Reili – zwei Sinit-Kinder“ ist eines der wenigen Kinderbücher mit positiver Sinti*zze und Rom*nja Repräsentation und damit eine wichtige Bereicherung für den deutschsprachigen Kinderbuchmarkt.

Own Voices: Ja
Lesealter: ab ca. 6 Jahren
Text: Shlica Weiß
Illustration: Josefine Taape
Verlag: Gratitude Verlag , vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

In der Reihe „Mein Fußballheld“ lernen wir viele spannende Fakten über unterschiedliche Fußballer, wie die beiden sympat...
05/06/2026

In der Reihe „Mein Fußballheld“ lernen wir viele spannende Fakten über unterschiedliche Fußballer, wie die beiden sympathischen jungen Fußballstars Lamine Yamal und Jamal Musiala.

Wir erfahren, wo sie aufgewachsen sind, und wo sie angefangen haben, den Ball zu kicken.

In Lamine Yamals Fall waren seine ersten Trainingspartner beispielsweise die Hunde aus seiner Nachbarschaft. Wir begleiten Lamine Yamal bei den allerersten Anfängen seiner Karriere, als er von einem Fußballscout entdeckt und bereits mit sechs Jahren ganz allein in die Nachwuchsakademie des FC Barcelonas zog.

Wir erfahren, was es mit seinen beiden Vornamen auf sich hat, wo seine Wurzeln liegen und wie er seine Verbundenheit zur Heimat seiner Eltern (Äquatorialguinea und Marokko) bis heute auf seinen Fußballschuhen zum Ausdruck bringt.

Über Jamal Musiala erfahren wir, dass sein Vater Britte mit nigerianischen Wurzeln ist und die Familie von Baden-Württemberg nach England gezogen ist, bevor er, wieder zurück in Deutschland, zu seinem Lieblingsverein FC Bayern München kam und später deutscher Nationalspieler wurde.

Besonders gefallen hat mir, dass wir neben den vielen sportlichen Erfolgen und Rekorden auch etwas über die Menschen hinter den Sportlern lernen.

Wir erfahren z.B., wie der Kampfsport Hapkido und seine Liebe zum Schachspiel Jama Musiala auch beim Fußball helfen. Wir lernen, dass er gern Gedichte schreibt, mit denen er auch schon Preise gewonnen hat und, dass er sich auch ein Leben als Architekt hätte vorstellen können.

Über Lamine Yamal erfahren wir, dass seine Oma immer wieder zu seinen Spielen kommt und wie stolz ihr Enkel auf sie ist. Besonders berührt hat mich, wie verbunden sich Lamine Yamal immer noch seinem alten Viertel Rocafonda in der Nähe Barcelonas fühlt. Obwohl das Viertel ökonomisch stark benachteiligt und viele Menschen von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen sind, ist es für Lamine Yamal gleichzeitig ein Ort der Gemeinschaft von unterschiedlichsten Kulturen und Religionen.

Nicht nur für die Kids in ihren alten Heimatorten, sondern auf der ganzen Welt, sind Lamine Yamal und Jamal Musiala Vorbilder, die Mut und Hoffnung schenken.

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DAS DARF NICHT PASSIEREN. NICHT 2026. NICHT IN SCHULPRÜFUNGEN.In den Abiturmaterialien der Behörde für Schule, Familie u...
06/05/2026

DAS DARF NICHT PASSIEREN. NICHT 2026. NICHT IN SCHULPRÜFUNGEN.

In den Abiturmaterialien der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung im Bundesland Freie und Hansestadt Hamburg
Abitur 2026, Geschichte – erhöhtes Anforderungsniveau
wurde mehrfach das N-Wort reproduziert.

Und weil es offenbar immer noch nicht überall angekommen ist: Diese Sprache ist rassistisch, verletzend und schafft eine feindliche Lernumgebung. Schwarze Schüler*innen werden damit mitten in einer Prüfungssituation zusätzlich belastet und verunsichert – genau dann, wenn sie Ruhe, Fokus und Sicherheit brauchen.

Again: Rassistische Begriffe sind keine „neutralen historischen Zitate“.
Sie sind Gewalt. Sie sind verletzend.
Sie sind Diskriminierung.
Und sie gehören nicht in Schulbücher, nicht in Arbeitsblätter und ganz sicher nicht in Prüfungen.

Bildungseinrichtungen müssen sichere Räume sein. Prüfungen müssen frei von Sprache sein, die Schwarze Kinder verletzt oder ihnen zusätzliche emotionale Last aufbürdet. Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie dringend eine rassismuskritische Überarbeitung von Lehr- und Prüfungsmaterialien ist – und dass Sensibilität nicht nett wäre, sondern Pflicht ist.

Anbei Möglichkeiten zur Beschwerde / Meldung. Bitte nimmt euch die Zeit!

• Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung
 [email protected]
 HamburgService (Telefon 115)
 Tel. 040 428630

• Gleichstellungsbeauftragte der BSB
 [email protected]
 [email protected]
 Tel. 040 42863-4050 / -4077

• Antidiskriminierungsstelle des Bundes
 [email protected]
 Hotline 0800 546 546 5

• Antidiskriminierungsbüro amira (Hamburg)
 [email protected]
 Tel. 040 39 84 26 47

Amira und ihre Familie kommen an einem neuen Ort an, begleitet nur von einigen Koffern und Kartons, die ordentlich um si...
21/04/2026

Amira und ihre Familie kommen an einem neuen Ort an, begleitet nur von einigen Koffern und Kartons, die ordentlich um sie herum stehen. Vielleicht das Einzige, was ihnen im Moment noch vertraut ist.
Als Amira sich beim Spielen verstecken will, entdeckt sie etwas Unerwartetes: Ein kleines Pflänzchen, das Stolz aus einem der Koffer herausragt. Dieses zarte Pflänzchen wird zum Anfang einer liebevollen, stillen und zugleich unglaublich tröstlichen Freundschaft. Für Amira ist es nicht nur schön, die Pflanze im Sonnenlicht schimmern zu sehen, sondern sie weckt auch Erinnerungen an das, was sie vermisst.

Nach und nach fühlen sich auch andere Kinder von Amiras Pflänzchen angezogen. Sie schenken ihr Samen, die sie gemeinsam einpflanzen. Schritt für Schritt verwandelt sich die karge Umgebung in eine kleine grüne Oase. Gleichzeitig wächst zwischen den Kindern eine neue Freundschaft, die Wärme und Hoffnung schenkt.

Die Autorin schafft es aus meiner Sicht, ein schwieriges Thema auf einfühlsame und kindgerechte Weise zu erzählen. Ohne es direkt auszusprechen, geben die Illustrationen einen deutlichen Hinweis darauf, worum es wirklich geht: Flucht, Umzug, Verlust und gleichzeitig um Mut, Zusammenhalt und Neubeginn.

Insgesamt ein stilles, aber kraftvolles Buch, das nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen ans Herz geht.

Own- Voices: Nein
Lesealter: ab 3 Jahren
Text: Vikki Conley
Illustration: Nicky Johnston
Verlag: Carl Auer (Danke für das Rezensionsexemplar)

In diesem Lesestarter-Band (Vorlesestufe) aus der Leserabe-Reihe „Die Stadtpark-Detektive“ lernen wir Nia und Leo kennen...
26/03/2026

In diesem Lesestarter-Band (Vorlesestufe) aus der Leserabe-Reihe „Die Stadtpark-Detektive“ lernen wir Nia und Leo kennen. Die beiden träumen davon, echte Detektive zu werden. An einem sonnigen Tag packen sie ihr Material ein und machen sich auf den Weg in den Park, um ein bisschen zu üben. Auf der Suche nach einem neuen Fall treffen sie auf einen Jungen auf dem Spielplatz, der seinen Ball verloren hat, und schon beginnt ein kleines Abenteuer.

Gemeinsam befragen Nia und Leo verschiedene Personen, folgen Spuren und machen sich Notizen wie richtige Nachwuchsdetektive. Eine wirklich schöne Geschichte über Hilfsbereitschaft, Teamarbeit, Freundschaft und das gemeinsame Entdecken von Dingen.

Wie für Lesestarter üblich, sind die Texte einfach gehalten. Durch die begleitende Bilder anstelle einiger Hauptwörter wird das Lesenlernen spielerisch erleichtert. Das Buch eignet sich auch wunderbar für kleinere Kinder, die aktiv am Leseerlebnis teilnehmen möchten.

Die Illustrationen sind farbenfroh und lebendig. Besonders positiv fällt die Vielfalt der dargestellten Charaktere auf - ein Bewusstsein, das ich persönlich immer sehr zu schätzen weiß.

Own-Voices: Nein
Lesealter: ab 3 Jahren
Text: Anja Kiel
Illustration: Elke Broska
Verlag: Ravensburger .de
(Selbst gekauft.)

„Deine Gesundheit hängt davon ab, wie du dich selbst behandelst und wie du alles behandelst, was es gibt unter diesem Hi...
23/03/2026

„Deine Gesundheit hängt davon ab, wie du dich selbst behandelst und wie du alles behandelst, was es gibt unter diesem Himmel, der diesen riesigen Lebensraum überspannt – unseren Planeten.“ Gitxsan

„Origins“ ist ein Buch, das sich anfühlt wie eine kleine Weltreise. Jedes der 22 Kapitel öffnet eine neue Perspektive aus der Sicht eines Kindes, das dort lebt. Viele der dargestellten indigenen Kulturen waren mir vorher unbekannt wie die Bijagos, Bribri, Cherokee etc., und ich habe durch das Buch vieles Neues lernen dürfen. Beim Lesen habe ich sofort gemerkt: Hier geht es nicht darum, Kulturen „von außen“ kennenzulernen oder eine einfache Einführung in die Vielfalt indigener Gemeinschaften zu bekommen, sondern es geht darum, Menschen und ihre Geschichten wirklich zu sehen und über Identität, Geschichte und kulturelles Erbe nachzudenken.

Die Anthropolog*innen erzählen auf eine klare und respektvolle Art. Ich konnte indigene Gemeinschaften aus verschiedenen Teilen der Welt kennenlernen: ihre Traditionen, ihre Sicht auf die Natur und auch die Herausforderungen, denen sie heute begegnen. Das Buch ist leicht verständlich und wirkt nicht exotisierend. Stattdessen hat das Team um Nat Cardozo, Stimmen hörbar gemacht, die sonst in Diskursen oft marginalisiert werden.

Was ich besonders schön finde: Das Buch zeigt, wie kraftvoll und wertvoll das Wissen indigener Kulturen ist. Es geht nicht nur um Vergangenheit, sondern auch darum, wie diese Kulturen heute leben, kämpfen und wachsen. Dabei wird deutlich, wie sehr indigene Wissenssysteme in vielen Teilen der Welt bedroht und ausgebeutet werden. Gleichzeitig beeindruckt mich ihre große Resilienz.

Die Illustrationen sind herzerwärmend, einladend und irgendwie auch Kraftvoll. Ich finde sie großartig und insgesamt erinnert mich das Buch daran, wie wichtig Vielfalt ist und wie viel wir voneinander lernen können.

Own-Voices: Ja
Lesealter: ab 8 Jahren
Autor/Illustration: Nat Cardozo & Team
Übersetzung: Kristin Lohmann
Verlag: Magellan (Danke für das Rezensionsexemplar)

Mila und Karla gehen in dieselbe Klasse der Knobloch Schule. Beide haben jedoch ein Geheimnis. Mila, dass sie panische A...
20/03/2026

Mila und Karla gehen in dieselbe Klasse der Knobloch Schule. Beide haben jedoch ein Geheimnis. Mila, dass sie panische Angst vor Vampiren hat und Karla, dass sie aus einer Vampirfamilie stammt. Aber die beiden haben auch eine Gemeinsamkeit, nämlich die Liebe für das Zeichnen. Darum freunden sich Mila und Karla langsam an. Das Problem ist nur, dass Karla gerade ihre Vampirfangzähne bekommt und das bedeutet, dass es für sie Zeit ist, die Vampirakademie zu besuchen. Karla will aber nicht die Schule wechseln und vor allem will sie nicht, dass Mila Angst vor ihr hat. Zum Glück hat Karla ihren Opa, der sie darin bestärkt, dass Menschen und Vampire durchaus befreundet sein können. Ob es für die beiden ein Happy End gibt, das dürft ihr gern selbst nachlesen. 😊

Ich bin schon lange ein großer Fan der Illustratorin Ayşe Klinge und der Comic-Bücher des Kibitz Verlags. Jetzt hat Ayşe nicht nur den dicksten Comic in der Geschichte des Verlags rausgebracht, sondern, wie ich finde, auch den Schönsten. 🙌🏽
Mit der Meinung bin ich nicht allein, denn „Der Zahn“ wurde gerade für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. 🥳

Ich liebe die Geschichte sehr und das nicht nur, weil Ayşe die eigene Vampirangst aus ihrer Kindheit eingebaut hat, sondern, weil es einfach eine richtig tolle Freundschaftsgeschichte ist, mit der sich sehr viele Kinder identifizieren können. 🫂

Ganz besonders hat es mir die Figur des Opas angetan, der im Herzen jung geblieben und eine wichtige Bezugsperson für Karla ist.

Die Illustrationen sind einfach nur fulminant und erzählen die Geschichte mit so viel Witz und auf eine so lebendige Weise, dass es einfach Spaß macht, sie anzuschauen. Ayşe spielt dabei so geschickt mit den Perspektiven, dass wir die Geschichte aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln erleben können.

Viele Kinder sind große Lesemuffel. Aber manchmal muss man einfach nur das richtige Buch finden. Ayşe Klinges „Der Zahn“ hat auf jeden Fall sehr viel Potenzial dafür, das neue Lieblingsbuch eurer Kids zu werden. Denn wer braucht schon Bildschirmzeit, wenn man so einen coolen Comic lesen kann. 🤷🏽‍♀️

Ein großartiges Buch über Freundschaft, Familie und Toleranz. Ganz große Empfehlung! 🦷

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