01/06/2026
Unsere Veranstaltungen im Juni 2026!
Seid ihr dabei?
MITMACHEN ODER WIDERSTEHEN? Die hannoversche Stadtgesellschaft und der Nationalsozialismus
01/06/2026
Unsere Veranstaltungen im Juni 2026!
Seid ihr dabei?
Heute vor 90 Jahren wurde der Maschsee offiziell eingeweiht. Hier hört ihr einen kleinen Ausschnitt aus dem Audiospaziergang „Maschsee Geschichte weiterdenken“. Entlang von sechs Stationen werden ausgewählte Aspekte u.a. von Professor Detlef Schmiechen-Ackermann (Direktor des Instituts für Didaktik der Demokratie und außerplanmäßiger Professor am Historischen Seminar der LUH) verdeutlicht und mit aktuellen Fragen verknüpft.
Wenn ihr mehr über die Geschichte des Maschsees erfahren wollt, findet ihr den restlichen Audiospaziergang auf unserer Internetseite oder kommt am 6. Juni ins ZeitZentrum Zivilcourage. Zur Nacht der Museen werden wir Kurzpräsentationen zu seinem Jubiläum halten und ihr habt die Möglichkeit, in einem Quiz euer Wissen zu testen und Preise zu gewinnen.
16/05/2026
VON NEONAZIS UND FDGO-ULTRAS:
Das Panzermuseum als gesellschaftlicher
Akteur in den Sozialen Medien
28. Mai 2026 | 18:30 Uhr | ZeitZentrum Zivilcourage
Militärgeschichte wird oft als Nische wahrgenommen,
obwohl sie ein zentraler Ort gesellschaftlicher Auseinandersetzung ist.
Wie positioniert sich ein Museum, das Panzer
und Militärtechnik ausstellt, in einer Zeit,
in der Demokratie und Frieden immer wieder
infrage gestellt werden? Und wie agiert
ein Akteur in den sozialen Medien, der nicht
nur Fachpublikum, sondern die Spannbreite
zwischen Neonazis und „Freiheitlich demokratische
Grundordnung-Ultras“ erreicht?
Ralf Raths, Leiter des Panzermuseums
Munster, gibt Einblicke in die Herausforderungen
und Chancen, die sich aus dieser
besonderen Verantwortung ergeben. In seinem
Vortrag verbindet er eine theoretische
Perspektive auf Militärgeschichte als Teil
der Demokratiebildung mit konkreten Erfahrungen
aus der Praxis.
Der öffentliche Abendvortrag findet im
Rahmen der Tagung „Demokratie.Bildung.
Erinnerung. Auftrag und Herausforderung
für eine zeitgemäße historisch-politische
Bildung“ (28.–29. Mai 2026) statt.
Veranstaltungsort:
ZeitZentrum Zivilcourage
Theodor-Lessing-Platz 1A | 30159 Hannover
Anmeldung unter:
[email protected]
Weitere Informationen unter:
www.hannover.de/z-tagung
15/05/2026
Im Rahmen des Aktionstags bietet das ZeitZentrum Zivilcourage am 22. Mai 2026 um 16 Uhr den Stadtspaziergang „Schwarze Hannoveraner*innen 1900-1950“ an.
Der Spaziergang beginnt vor dem ZeitZentrum Zivilcourage, Theodor-Lessing-Platz 1A. Er ist ca. 2 km lang und dauert ca. 2 Stunden.
Die Veranstaltung ist begrenzt auf 25 Teilnehmende. Bitte anmelden über: [email protected]
16:00 Uhr | 22. Mai 2026 | ZeitZentrum Zivilcourage
20/04/2026
Die Fotoausstellung ist wieder im Untergeschoss des ZeitZentrum Zivilcourage zu sehen und es werden auch wieder Führungen angeboten! Kommt kostenlos und ohne Anmeldung vorbei.
Das studentische Projekt von 2023 soll zur kritischen Auseinandersetzung mit Hannovers kolonialem Erbe anregen. Straßen, Plätze, Personen, Denkmaler, Gebäude, Ausstellungen ... alles was man sehen kann, wurde fotografiert. Das Ziel: Mit den Bildern der ursprünglich intendierten Darstellung und den ehrenden Charakter zu brechen und die Orte durch fotografische Mittel zu dekonstruieren. Es soll auch aufgezeigt werden, an wie vielen (un-)bekannten Stellen im Stadtbild auf Deutschlands Kolonialgeschichte gestoßen werden kann.
20/04/2026
Die Fotoausstellung ist wieder im Untergeschoss des ZeitZentrum Zivilcourage zu sehen und es werden auch wieder Führungen angeboten! Kommt kostenlos und ohne Anmeldung vorbei.
Das studentische Projekt von 2023 soll zur kritischen Auseinandersetzung mit Hannovers kolonialem Erbe anregen. Straßen, Plätze, Personen, Denkmaler, Gebäude, Ausstellungen ... alles was man sehen kann, wurde fotografiert. Das Ziel: Mit den Bildern der ursprünglich intendierten Darstellung und den ehrenden Charakter zu brechen und die Orte durch fotografische Mittel zu dekonstruieren. Es soll auch aufgezeigt werden, an wie vielen (un-)bekannten Stellen im Stadtbild auf Deutschlands Kolonialgeschichte gestoßen werden kann.
10/04/2026
Gespräch am 16. April um 18 Uhr im ZeitZentrum Zivilcourage: Der renommierte Autor Willi Winkler spricht mit Dr. Jens Binner, Direktor des Zeitzentrum Zivilcourage, über die große Intellektuelle und brillante Beobachterin des 20. Jahrhunderts.
Hannah Arendt hat die ganze Geschichte des 20. Jahrhunderts am eigenen Leib erlebt. Als Tochter aus einem großbürgerlichen Haus wächst sie in der Kant-Stadt Königsberg auf, studiert an der Universität Marburg, jenem Ort, an dem sich die geistige Produktivität der zwanziger Jahre auf einzigartige Weise verdichtet, und verliebt sich dort in den charismatischen Philosophen Martin Heidegger.
Hitlers Machtergreifung treibt sie ins Exil, sie wird in Frankreich interniert, entkommt schließlich nach New York. Sie entwickelt sich zu einer politischen Theoretikerin, die englisch schreibt, weiter deutsch denkt und sich dabei immer als Jüdin versteht. Mit ihrem Bericht vom Eichmann-Prozess erregt sie weltweit Aufsehen.
Der Referent Willi Winkler, geboren 1957, war Redakteur der Zeit, Kulturchef beim Spiegel und schreibt seit vielen Jahren für die Süddeutsche Zeitung. Er ist Autor zahlreicher Bücher. Willi Winkler wurde mehrfach für sein Schreiben ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ben-Witter-Preis, dem Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus und dem Michael-Althen-Preis.
Bildcopyright: Anna Weise
09/04/2026
Extremwetterlagen - Reportagen aus einem neuen Deutschland
Mit Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault wurden drei namhafte Autorinnen als „Überlandschreiberinnen“ ausgeschickt, um die Stimmung in Ostdeutschland zu ergründen, verborgene gesellschaftliche Brüche und Kipppunkte sichtbar zu machen.
„Wann haben wir gemerkt, dass wir in einem neuen Land leben? Und woran? Und wie lernen wir, gegen den Wind zu atmen, der sich unheilvoll zusammenbraut und mit scharfen Böen in die Lungen drückt?“
Seit 2024 entstanden literarische Reportagen über die Normalisierung rechtsextremer Strukturen und Narrative, bedrohte Kulturvereine und Gedenkstätten, bizarre Infrastrukturprojekte in Ruinenlandschaften. Über Menschen, die wegsehen und schweigen, und solche, die tagtäglich ihr Bestes geben, um im tobenden Sturm der Umwertung aller Werte weiter gegen den Wind zu atmen.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, den Blick zu schärfen, für die politischen Umbrüche in Deutschland: im kleinen, wie im großen - und unter den Vorzeichen der anstehenden Landtagswahlen gemeinsam hinzuschauen, zuzuhören und im Gespräch zu bleiben.
Wann: 28.04.2026, 18:00-20:00 Uhr
Wo: ZeitZentrum Zivilcourage Hannover, Theodor-Lessing-Platz 1A, 30159 Hannover
Veranstalter*in Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen
Teilnahmegebühren: kostenlos, um Anmeldung wird gebeten
Mit den beiden Autor*innen Manja Präkels und Alexander Leistner.
Es moderiert Momo Kranenberg, Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung
05/04/2026
Am 6. April 1945 wurden 154 Menschen – überwiegend sowjetische Zwangsarbeiter*innen – auf dem Stadtfriedhof Seelhorst von Angehörigen der Gestapo erschossen. Die Massenerschießung fand nur 4 Tage vor der Befreiung Hannovers statt. Am kommenden Ostermontag wird mit einer Kranzniederlegung a die Opfer erinnert.
31/03/2026
Dienstag, 14. April 2026, 18 Uhr, ZeitZentrum Zivilcourage
»… NICHTS WIRD WIE VORHER SEIN.«
Ehemalige Gefangene des KZ-Außenlagers Conti-Limmer in Hannover berichten Buchvorstellung und Lesung mit den Herausgebern und
Mitgliedern des Arbeitskreis KZ Limmer
Mehr als tausend Frauen waren zwischen Juni 1944 und April 1945 im Konzentrationslager Conti-Limmer in Hannover inhaftiert: französische
Résistance-Angehörige, während des Warschauer Aufstands verhaftete
Polinnen, Soldatinnen der Roten Armee, sowjetische Zivilistinnen, Romnija aus dem Baltikum und andere. Der »Alltag« der KZ-Gefangenen
war geprägt von schwerer Zwangsarbeit vor allem bei Continental und den Brinker Eisenwerken, Hunger, Krankheit, Gewalt und willkürlichen
Bestrafungen durch die Bewacher*innen. Viele Gefangene hatten nach
ihrer Befreiung das Bedürfnis, über ihre Deportation und das KZ Conti-
Limmer zu berichten. Doch kaum eines dieser persönlichen Zeugnisse
wurde ungekürzt oder überhaupt in deutscher Sprache veröffentlicht.
Die vorliegende Sammlung ihrer Berichte gibt daher vielen dieser Opfer
des Nationalsozialismus achtzig Jahre nach der Befreiung erstmals eine
Stimme im Land der Täter*innen.
Foto: Gefangene des KZ Conti-Limmer nach der Befreiung vor einer Baracke des Lagers © Gérard Raphaël
Algoet, Cegesoma (Centre for Historical Research and
Documentation on War and Society), CEGES CA NEG 224