1938 tauschten zwei kleine Mädchen Lieblingssachen. Kurz später wurden sie für immer getrennt – die Jüdin Rosa-Ruth Wertheimer wurde mit einem Kindertransport nach England geschickt, ihre nicht-jüdische Freundin Margret Leineweber blieb in Deutschland. Über das ZeitZentrum Zivilcourage erfuhr Margrets Tochter vor zwei Jahren, dass Rosa-Ruth überlebt hatte – und fand dieses Jahr deren Tochter in England wieder.
Das verschenkte Buch ist verschollen, hier seht ihr ein antiquarisches Exemplar.
Bildquellen: Foto von Margret und von Rosa-Ruths Kinderzimmerbild: Roswitha Heinemann; Fotos von Rosa-Ruth und ihren Eltern: Patricia Holden; Einwohnermeldebuch Ahlem: Stadtarchiv Hannover; Kindertransportliste: Algemeen Rijjksarchief Den Haag / Dr. Franz-Josef Wittstamm; Margrets Lieblingsbuch: Antiquariat Wolfgang Kohlweyer, Braunschweig; Stolpersteine: wikipedia
ZeitZentrum Zivilcourage
MITMACHEN ODER WIDERSTEHEN? Die hannoversche Stadtgesellschaft und der Nationalsozialismus
23/07/2026
Der 2. August ist der europäische Gedenktag für den Holocaust an den Sinti und Roma. Schätzungsweise 200.00 bis 500.000 Sinti und Roma wurden von den Nationalsozialist*innen ermordet. Nach dem Krieg mussten Überlebende jahrzehntelang um die Anerkennung ihres Leids und des Völkermords kämpfen.
Am 3. August ab 17:00 erzählen junge Stimmen – Jill Strüber und Ricardo Tietz – im ZeitZentrum Zivilcourage von ihrem Weg in die Bürgerrechtsarbeit des Niedersächsischen Verbandes deutscher Sinti e.V. und der Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V. Zwischen der Geschichte des Verbandes, gegründet von Überlebenden wie Berta Weiß, Manfred Böhmer und Siegfried Franz, und den heutigen Herausforderungen einer neuen Generation entfaltet sich ein eindrucksvolles Bild von Verantwortung, Lernen und Selbstermächtigung.
Der Vortrag zeigt, wie Empowerment in der Praxis aussieht und welche Rolle dabei die Selbstorganisationen einnehmen. Im Anschluss laden die Referentinnen zu einem persönlichen Austausch über Erfahrungen, Perspektiven und die Zukunft der Bürgerrechtsarbeit ein.
Bilder: Familie Weiß im Altwarmbüchener Moor: Aus Niedersachsen nach Auschwitz; Altwarmbüchener Moor: Puusterke/wikimedia commons; Mahnmal Altwarmbüchen: ZeitZentrum Zivilcourage; alle weiteren Bilder: Niedersächsischer Verband deutscher Sinti e.V./Niedersächsische Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V.
20/07/2026
Der 2. August ist der europäische Gedenktag für den Holocaust an den Sinti* und Roma*. Schätzungsweise 200.00 bis 500.000 Sinti* und Roma* wurden von den Nationalsozialist*innen ermordet. Nach dem Krieg mussten Überlebende jahrzehntelang um die Anerkennung ihres Leids und des Völkermords kämpfen.
Am 3. August ab 17:00 erzählen junge Stimmen – Jill Strüber und Ricardo Tietz – im ZeitZentrum Zivilcourage von ihrem Weg in die Bürgerrechtsarbeit des Niedersächsischen Verbandes deutscher Sinti e.V. und der Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V. Zwischen der Geschichte des Verbandes, gegründet von Überlebenden wie Berta Weiß, Manfred Böhmer und Siegfried Franz, und den heutigen Herausforderungen einer neuen Generation entfaltet sich ein eindrucksvolles Bild von Verantwortung, Lernen und Selbstermächtigung.
Der Vortrag zeigt, wie Empowerment in der Praxis aussieht und welche Rolle dabei die Selbstorganisationen einnehmen. Im Anschluss laden die Referent*innen zu einem persönlichen Austausch über Erfahrungen, Perspektiven und die Zukunft der Bürgerrechtsarbeit ein.
Bilder: Familie Weiß im Altwarmbüchener Moor: Aus Niedersachsen nach Auschwitz; Altwarmbüchener Moor: Puusterke/wikimedia commons; Mahnmal Altwarmbüchen: ZeitZentrum Zivilcourage; alle weiteren Bilder: Niedersächsischer Landesverband deutsche Sinti e.V./Niedersächsische Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V.
Der 2. August ist der Europäische für Sinti* und Roma*. Wir gedenken am 7. August mit einem Spaziergang durch die Altstadt von Hannover. Er beginnt um 15 Uhr und dauert ca. 2 Stunden.
Anmeldung unter: [email protected]
Der Spaziergang ist kostenlos!
Bildquellen: Morgen-Zeitung 12.6.1933; Historisches Museum Hannover; ZeitZentrum Zivilcourage; Ihre Stimmen haben zum Himmel geschrien, Hannover 1994.
Zitate: Entschädigungsakte Wanda Fischer/Pranden; Louis Trollmann in: SchulHeft Gibsy – Das Leben des Johann Rukeli Trollmann; Berta Weiß, Bergen-Belsen 1994, in: Ihre Stimmen haben zum Himmel geschrien, Hannover 1994
Am „Tag der Befreiung“ am 8. Mai sind wir wieder zusammen gekommen, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Aber: welche Formen von Erinnerung wirken – nach dem Versterben der Zeitzeug*innen - heute noch? Mit welchen Ansätzen können wir vor allem auch jüngere Menschen für eine Beteiligung an Gedenkveranstaltungen gewinnen? Und welche Aspekte werden in unserer heutigen Gedenkkultur überhaupt nicht berücksichtigt?
Darüber wollen wir mit euch ins Gespräch kommen und gemeinsam unsere lokale Gedenkkultur weiterentwickeln. Am „Tag der Befreiung“ haben wir den Anfang gemacht und die Teilnehmer*innen nach ihrer Meinung gefragt. Die Antworten seht Ihr im Reel. Was denkt ihr dazu?
Am 30. Juni 2026 wurden in erneut für die Opfer des verlegt – insgesamt 11 Steine an 7 Orten im Stadtgebiet.
Stellvertretend für die Verlegung stellen wir euch im Reel die Geschichte der polnisch-jüdischen Familie Flieder vor. Sie wohnten in der Marktstraße, wo heute nur noch ihre Stolpersteine daran erinnern, dass dort einmal Menschen wohnten.
Die neuen Stolpersteine geben den Personen ihren Platz im Stadtbild zurück und bewahren die Erinnerung an Menschen, deren Leben gewaltsam ausgelöscht werden sollte.
Wenn ihr mehr über die Verfolgungsgeschichte und das Truppenschiff Dunera erfahren wollt, schaut auf der Internetseite der Angehörigen von Ida Flieder vorbei: dunera.de
Wenn ihr mehr über die Biografien hinter den verlegten Stolpersteinen erfahren wollt, schaut auf der Internetseite des ZeitZentrum Zivilcourage vorbei (Link in Bio).
Bildquellen: Privatbesitz, dunera.de, Bildarchiv des Historischen Museums Hannover, Hannoverscher Anzeiger, Nachrichtenblatt, Kazerne Dossin
01/06/2026
Unsere Veranstaltungen im Juni 2026!
Seid ihr dabei?
Heute vor 90 Jahren wurde der Maschsee offiziell eingeweiht. Hier hört ihr einen kleinen Ausschnitt aus dem Audiospaziergang „Maschsee Geschichte weiterdenken“. Entlang von sechs Stationen werden ausgewählte Aspekte u.a. von Professor Detlef Schmiechen-Ackermann (Direktor des Instituts für Didaktik der Demokratie und außerplanmäßiger Professor am Historischen Seminar der LUH) verdeutlicht und mit aktuellen Fragen verknüpft.
Wenn ihr mehr über die Geschichte des Maschsees erfahren wollt, findet ihr den restlichen Audiospaziergang auf unserer Internetseite oder kommt am 6. Juni ins ZeitZentrum Zivilcourage. Zur Nacht der Museen werden wir Kurzpräsentationen zu seinem Jubiläum halten und ihr habt die Möglichkeit, in einem Quiz euer Wissen zu testen und Preise zu gewinnen.
16/05/2026
VON NEONAZIS UND FDGO-ULTRAS:
Das Panzermuseum als gesellschaftlicher
Akteur in den Sozialen Medien
28. Mai 2026 | 18:30 Uhr | ZeitZentrum Zivilcourage
Militärgeschichte wird oft als Nische wahrgenommen,
obwohl sie ein zentraler Ort gesellschaftlicher Auseinandersetzung ist.
Wie positioniert sich ein Museum, das Panzer
und Militärtechnik ausstellt, in einer Zeit,
in der Demokratie und Frieden immer wieder
infrage gestellt werden? Und wie agiert
ein Akteur in den sozialen Medien, der nicht
nur Fachpublikum, sondern die Spannbreite
zwischen Neonazis und „Freiheitlich demokratische
Grundordnung-Ultras“ erreicht?
Ralf Raths, Leiter des Panzermuseums
Munster, gibt Einblicke in die Herausforderungen
und Chancen, die sich aus dieser
besonderen Verantwortung ergeben. In seinem
Vortrag verbindet er eine theoretische
Perspektive auf Militärgeschichte als Teil
der Demokratiebildung mit konkreten Erfahrungen
aus der Praxis.
Der öffentliche Abendvortrag findet im
Rahmen der Tagung „Demokratie.Bildung.
Erinnerung. Auftrag und Herausforderung
für eine zeitgemäße historisch-politische
Bildung“ (28.–29. Mai 2026) statt.
Veranstaltungsort:
ZeitZentrum Zivilcourage
Theodor-Lessing-Platz 1A | 30159 Hannover
Anmeldung unter:
[email protected]
Weitere Informationen unter:
www.hannover.de/z-tagung
15/05/2026
Im Rahmen des Aktionstags bietet das ZeitZentrum Zivilcourage am 22. Mai 2026 um 16 Uhr den Stadtspaziergang „Schwarze Hannoveraner*innen 1900-1950“ an.
Der Spaziergang beginnt vor dem ZeitZentrum Zivilcourage, Theodor-Lessing-Platz 1A. Er ist ca. 2 km lang und dauert ca. 2 Stunden.
Die Veranstaltung ist begrenzt auf 25 Teilnehmende. Bitte anmelden über: [email protected]
16:00 Uhr | 22. Mai 2026 | ZeitZentrum Zivilcourage
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Lage
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Theodor-Lessing-Platz 1A
Hanover
30159