28/07/2025
https://youtu.be/cZQu6IxNQvo?si=qvVlXkNkuQzZG4iD
Im Sommer 1891 erlitt Skrjabin durch Überbeanspruchung beim Üben (insbesondere Liszts Réminiscences de Don Juan und Balakirevs Islamey) eine ernsthafte, teilweise lang anhaltende Verletzung seiner rechten Hand.
Sein Arzt äußerte, dass er möglicherweise nie wieder mit der rechten Hand spielen könne
Während seiner Rückbildungsphase übte Skrjabin intensiv mit der linken Hand, um beweglich zu bleiben.
Seine Verletzung führte dazu, dass er 1894 die beiden Werke, Prelude in cis‑Moll (Nr. 1) und Nocturne in Des‑Dur (Nr. 2) ausschließlich für die linke Hand schrieb
Das Werk sollte seine Fähigkeiten als Pianist unter schwierigen Umständen demonstrieren und zugleich seine Technik der linken Hand weiterentwickeln
Die Kompositionen erschienen 1895 im Druck und wurden schnell populär.
Diese frühen Werke sind stilistisch noch unter dem Einfluss Chopins und Liszts verortet, insbesondere im Prelude, doch sie zeigen bereits harmonische Experimentierfreude, die Skrjabins späteres Schaffen kennzeichnet
Aus der Verletzung und Umstellung auf die linke Hand entwickelte sich bei Skrjabin eine neuartige rhythmische und polyphone Handschrift – komplexe Verwebung verschiedener Stimmen in einer Hand, ungewöhnliche Sprünge, vielfältige Texturen.
Die Op. 9-Stücke sind nicht nur ein Meisterwerk der Klavierliteratur für linke Hand, sondern auch ein Ausdruck von Skrjabins künstlerischer Resilienz und kreativem Überwinden physischer Einschränkungen. Sie markieren zugleich den Beginn seiner Reifungsphase von spätromantischer Ästhetik hin zu weiterführenden harmonischen Entwicklungen.
Alexander Skrjabin - Prélude und Nocturne Op 9, für die linke Hand Alexander Skrjabin - Prélude und Nocturne Op 9, für die linke Hand Constanze Erhard - KlavierVierklang Musikschule - FrankfurtFolgt uns auf Facebook und You...
29/06/2025
08/06/2025
04/06/2025
25/04/2025
25/04/2025