03/04/2024
Warum es hier etwas länger still war…- Achtung: kein happy-Insta-Post: Ich verdaue noch….die Welt da draußen und das, wie mein Innen darauf reagiert. Und ja, ich habe Angst. Der Mensch an sich macht mir Angst. Ich habe das Gefühl, das wir als Menschheit immer mehr den Kontakt verlieren. Oder ich verliere ihn zum Mensch-Sein….? Es macht mich traurig, überall Menschen zu beobachten, die mehr in Geräte schauen als in die Augen ihres Gegenübers. Es macht mich traurig, wie wenig ausreicht, um in Konflikt miteinander zu geraten. Selbst der Versuch, ein „guter Mensch“ zu sein, ist heutzutage im „Gutmenschentum“ verkommen…ein sich-selbst-erhöhen mit angeblich „richtigem“ Verhalten bei gleichzeitig enormem Abwerten anderer und Dissoziieren von geschichtlichen Zusammenhängen….was ich damit meine? Eine Tendenz zu verleugnen. Den Schatten der Menschheit, den jedes Einzelnen von uns. Aber auch und vielleicht vor Allem ein Verleugnen unseres Lichts…
Ich merke in mir, dass es mir zu viel wird. Ich bin selbst ein Freund davon „ein guter Mensch“ zu sein oder werden. Und übe mich täglich darin. Und merke, dass hier so einige Labels in den Müll dürfen: Ich muss immer für andere da sein. No. Ich bin ein auch ein guter Mensch, wenn ich mal nein sage und meine Grenze setze. - Ich muss immer alles im Griff haben. No. Es liegt eine Chance darin, zu merken, dass ich gerade nicht alles im Griff habe. Ich wachse. - Ich bin nur liebenswert, wenn ich immer gute Laune habe. No. Auch wenn ich mal wütend werde, bin ich liebenswert. - Ich muss immer eine Lösung liefern. Nur dann vertraut man mir. No. Ich befreie mich aus diesem Druck und der Überverantwortung meines Egos. Ich bin auf dem Weg. Wie wir alle. - Ich werde nur geliebt, wenn ich zu allem Ja sage. No. Ein Nein zu etwas ist ein Ja zu mir selbst. Und darin liegt der Anfang allen Zaubers für jede Beziehung, für die Menschheit insgesamt: in der Selbstliebe. Selbstliebe im Einzelnen stärken ist mein Senfkorn Hoffnung für die Welt.
➡️ weiter in den Kommentaren…
📷 .gruetzmacher.fotografie beim Musikvideo-Dreh zu „Urlaub“ Annic feat. Nico Nitt