Interior Scholarship

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Das AIT-Stipendium der Sto-Stiftung Once again in 2022/2023 students of interior architecture (or comparable studies such as interior design, scenography etc.)

are given the opportunity to apply for financial support by the AIT-Scholarship by Sto Foundation. The students must be enrolled at a European university and at least approaching the end of their second year in order to take part. The total scholarship fund amounts to 24,000€. Each of the scholars will receive up to 580 € per month for a period of one year. Applications are accepted until June 17t

Photos from Interior Scholarship's post 13/07/2022

Blog by Nobuyoshi Yokota
Scholar of the Interior Scholarship 2021/2022
AIT-Scholarship by Sto-Foundation

Plant diversity ; Human expression
– Reflection on our future relationship with plants based on Christopher Dresser’s botanical thinking and contemporary design using plants –

"In this article, I would like to introduce the abstract of my master thesis which I wrote this spring. Since I started living in Geneva two years ago, I have been influenced by many people with different perspectives both in Geneva and in Japan, my native country. My way of thinking about nature and plants is not an exception. My interest in plants started when I discovered new methods of design with plants at Aalto University in Finland last summer. I had no hesitation in researching plants and the expression of human beings using plants, their genealogy and the future relationship between plants and us. I hope this thesis will give you the chance to rethink plants, nature and the relationship we have to them.

This thesis is an attempt to answer the question: „What kind of relationship should we build with plants?”

The contribution of plants to global eco- systems is significant. We humans are no exception: we have been working with plants since ancient times. Not only as foodstuffs, but also as medicinal herbs or natural remedies for medical treatments, or even in the arts, crafts and design that we shape. Plants are the raw material for everything that surrounds us, and the source of inspiration for the forms of things. Through plants, we, humans, are part of a larger ecological cycle. Looking at the history of man and plants we can see that in our artistic activities of the post industrial revolution period, movements in which plants and expression had a strong relationship, such as Naturalism and Art Nouveau, had developed in Europe in the nineteenth century. In recent years, many philosophers and designers have once again attempted to rethink the relationship between plants and ourselves. Why are they calling for us to reconsider our relationship with plants? And what does it mean for us to design using plants today?

In this dissertation, we will explore the meaning of design using plants from multiple perspectives, including not only recent ideas but also the history of design and plants, in order to broaden our understanding on the subject. We will begin with the ‘Past’, focusing on plants and their design expressions since the post-Industrial-Revolution nineteenth century – when the term ‘design’ first came into use – and notably through Christopher Dresser’s approach. Then as the ‘Present’, we will examine plant-based design in the 21st century, as exemplified by Plant Fever. Finally, in the ‘Future’ section, we will consider the ideal relationship between ourselves and plants through a comparison of the work of Dresser and Plant Fever, as well as interviews with contemporary artists making handmade paper using plants as raw materials."

Tutor : Vilardebo Sacchetti Vera (HEAD)
Photographs (fig01-03) © HEAD – Genève, Guillaume Collignon

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Interior Scholarship – das AIT-Stipendium der Sto-Stiftung

Photos from Interior Scholarship's post 13/07/2022

Blogbeitrag von Sophia Janna Dinkel:
Stipendiatin des Interior Scholarship 2021/2022
AIT-Stipendium der Sto-Stiftung

Eine Bürger-Burg für Kempen
"Der Entwurf beschäftigt sich mit dem Umbau der Burg in Kempen. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und gilt als die besterhaltene kurkölnerische Landesburg. In der Geschichte diente sie als Wohnsitz für Adel, Sitz des Gerichts und einige Zeit auch als Ort eines Gymnasiums.
Die Burg wird derzeit als Räumlichkeit für das Stadtarchiv genutzt, soll nun aber den Bürgern Kempens und Touristen öffentlich zugänglich gemacht und konzeptionell umgeplant werden. Es soll eine Bürger-Burg für Kempen entstehen. Sie soll zu einem attraktiven Ort für Aufenthalt und Unterhaltung werden. Sie soll ein Ort der Kommunikation und ein Treffpunkt sein. Seither bestand die Errichtung einer Burg mit der Absicht des Schutzes. Heute soll es eine Möglichkeit zur Öffnung des Gebäudes geben. Der historische Kern der Burg soll erhalten bleiben und restauriert werden. Altes Gemäuer soll wieder zum Vorschein treten und durch neue Raumkonzepte und moderne Elemente, wie einer Dachaufstockung, ergänzt werden. [...] Dort entsteht eine Dachlandschaft mit Gemeinschaftsküche, einer Galerie, einem flexiblen Raum für Yoga/Theater, einem lokalen Laden und einer Bar. [...]"

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Interior Scholarship – das AIT-Stipendium der Sto-Stiftung

13/07/2022

Blogbeitrag von Christian Kellner:
Stipendiat des Interior Scholarship 2021/2022
AIT-Stipendium der Sto-Stiftung

Es werde Dunkel
"Wir Menschen nehmen dunklen Raum anders wahr als hellen. Je dunkler ein Raum ist, desto stärker öffnet er sich für andere Ebenen der Sinneswahrnehmung, etwa Gehör, Geruch oder Haptik. Wenn die Sicht- und Raumgrenze sich ins Dunkel verschiebt und auflöst, wird die eigene Verortung im Raum zunehmend unscharf. All das führt zu einer Verstärkung der eigenen körperlichen Wahrnehmung. Infolgedessen sprechen uns dunkle Räume in unserem atmosphärischen Empfinden in besonderer Art und Weise an.

Ein dunkler Raum hat eine unbestimmbare Tiefe und eine eigene Dimension, die jedoch bei hellem Zustand nicht seiner tatsächlichen Größe und Ausdehnung entspricht. Im Hellen wird das Dazwischen, die Leere selbst, meist nicht wahrgenommen, im Dunklen hingegen schon. Eher langsam und tastend bewegen wir uns im Raum aufgrund der Dichte und Undurchschaubarkeit des Dunkels. Die Objekte darin sind in ihrem Abstand zueinander nur schwer einzuschätzen und tauchen erst nach einer langsamen Gewöhnung der Augen aus der Dunkelheit auf. Wenn man dabei einzelne, schwach erhellte Objekte oder kleine Lichtöffnungen erblickt, erhalten diese für einen dadurch eine erhöhte Bedeutung. [...]

Die Dunkelheit kann in der InnenArchitektur bewusst auf vielfältige Art und Weise eingesetzt werden. Sie kann die Körperhaftigkeit der InnenArchitektur plastisch deutlicher herausbilden, etwas in Szene setzen oder darüber hinaus durch einen differenzierten Einsatz von Licht und Dunkelheit eine gute Gliederung und Strukturierung von Raum ermöglichen. Auch bietet sie sich als Führungselement für die Durchwegung durch den Raum an. Die Art und Behandlung von Dunkelheit in Verbindung mit der Stofflichkeit kann für die Erzeugung von bestimmten Raumstimmungen oder eines Raumcharakters genutzt werden. Man kann das Dunkle folglich als eine Qualität begreifen, die es zu nutzen gilt. Denn generell erlaubt es die Anpassungsfähigkeit der Augen auch mit weniger Licht zu arbeiten.[...]"

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Interior Scholarship – das AIT-Stipendium der Sto-Stiftung

Photos from Interior Scholarship's post 13/07/2022

Blogbeitrag von Franziska Kocks:
Stipendiatin des Interior Scholarship 2021/2022
AIT-Stipendium der Sto-Stiftung

Situative Farbraumanalyse – Einblicke in meine Bachelorarbeit

"Eine der wichtigsten Schnittstellen in der für die Methode aufgegriffenen Disziplinen stellen die Eingänge am Gebäude dar, an denen sowohl räumliche, farb- und materialtechnische als auch typologische Grenzen spürbar werden. Die Analyse richtet dabei ihren Fokus auf die Außenwirkung dieser Schwellenbereiche in den Stadtraum. Eine sequenzielle Unterteilung des Bereiches von ‚Erkennen‘ bis ‚Ankommen‘, ermöglicht es, konkret auf die menschliche Perspektive und Wahrnehmung beim Erreichen der Eingänge einzugehen. Durch eine abstrahierte und interaktive Darstellung der Raumkörper mithilfe bedruckter Folien stellte ich gestalterische Möglichkeiten dar und zog diese als Diskussionsgrundlage für den Entwurf heran. Mein Ziel war es, einen fließenden Übergang von der Analyse zur Gestaltungspraxis zu finden. [...]
Meine Ergebnisse der Arbeit können als Sprachrohr gesehen werden, welches das Bewusstsein der Rezipient:innen für Gestaltbarkeit des öffentlichen Raums schärfen und zum Weiterdenken anregen soll."

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Interior Scholarship – das AIT-Stipendium der Sto-Stiftung

19/04/2022

Achtung, Achtung:
Unser Stipendium für Innenarchitekt*Innen geht in die nächste Runde!

Mit dem Interior Scholarship erhalten auch im Jahr 2022/2023 bis zu vier begabte Studierende der Innenarchitektur ein Jahr lang monatlich bis zu 1.000 Euro (Fördersumme gesamt: 24.000 Euro) zur Förderung ihrer akademischen Ausbildung. Möglich gemacht wird diese europaweite Initiative durch die finanzielle Unterstützung der Sto-Stiftung. Interessierte Studierende ab dem 4. Fachsemester, die an einer Hochschule in Europa immatrikuliert sind, können ihre Bewerbung bis zum 17. Juni 2022 einreichen.
-> Neben der Einsendung von Entwurfsarbeiten aus dem Studium sollen die Studierenden sich in diesem Jahr in einem Stegreif mit dem Thema „Atmosphärische Räume“ auseinandersetzen.

Für mehr Infos und zum Herunterladen der Bewerbungsformulare, geht es hier entlang: https://ait-xia-dialog.de/aitdialog-stipendien/ait-dialog-home/interior-scholarship/

Allen Interessierten viel Erfolg!

Photos from Interior Scholarship's post 17/03/2022

Blog by Nobuyoshi Yokota
Scholar of the Interior Scholarship 2021/2022
AIT-Scholarship by Sto-Foundation

Uncontrolled morphology using biodiversity
– the new perspective of relationship between human and nature

In recent years, to consider design is to consider not only its form, but also the production and materials behind it. It is the responsibility of all those involved in manufacturing to create a sustainable society, and to abandon this is to abandon our future.

While a number of designers and artists are experimenting with approaches such as the creation of new materials, to design with plants is another method. And there are two main approaches to design with plants.
The first is an approach to create new alternative materials such as plastic using waste plants. The other approach is to entrust the plant itself to shape the design. This attempt is an approach that is entrusted by plant diversity. It is neither to materials nor to human behavior.

In this article, I would like to present my expedition to design with plants. It is neither a dualistic division between nature and humans, nor a design in which humans overly control nature. I sought a perspective on plant-centric design rather than human-centric design that would allow humans and plants to truly live together in the future. Specifically, I made a bowl-like object using the shape of the plant generated by temperature and humidity without my control.

Method - 1
First of all, at the summer school of Aalto University in Finland, I conducted an experiment to mix willow and cactus, which are plants living in completely different environments, with MFC (micro-fibrillar-cellulose). These samples had the same MFC to plant ratio, oven temperature, and heating time, but each sample was deformed into a different shape. These reactions and shapes are not controlled by humans, but by the elements that make up each plant.

Method - 2
The next method is the process of transforming a plant-made morphology into an object. Specifically, this process included digitizing the morphology generated from the plant obtained by method 1, performing 3D scanning, adjusting it to a preferable size with a computer and finally using a 3D printer to turn them into objects such as bowls.

In the end I extracted only the morphology of the sample generated from the willow, adjusted the scale, and created a bowl- like object. My design doesn’t exist there, it’s a design without human control, a design that follows the characteristics of the plant. Another possible next step would be the challenge of how to reproduce the materiality of individual plants through 3D printing or another method.

In the methodology explored this time, the design is produced on the object scale at this stage, but it is possible to create a space by applying this approach and increasing the size. With the evolution of technology, human beings have made various designs with the use of nature. In today’s all-saturated state designs that “make with nature” have the potential to build new relationships between humans and nature.

Special technical advisor: Abeyi Endrias (HEAD) , Kai Reaver (HEAD), CHEMARTS (Aalto University), Ezerskaia Marina

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Photos from Interior Scholarship's post 17/03/2022

Blogbeitrag von Sophia Janna Dinkel:
Stipendiatin des Interior Scholarship 2021/2022
AIT-Stipendium der Sto-Stiftung

How will we live together?“

Die Gedanken
Durch den Wandel der gesellschaftlichen Strukturen und stetige technologische Neuerungen muss der Ort des öffentlichen bzw des privaten Raumes neu diskutiert werden. Uns ist es möglich, an unserem Arbeitsplatz zu sein ohne das Haus zu verlassen. Lebensmittel einzukaufen, unsere Wohnung einzurichten, die Freundin in Amerika über FaceTime zu sehen und unsere Gedanken mit der Welt zu teilen. All das, wofür man vor einiger Zeit die eigenen vier Wände verlassen musste: um zu arbeiten, um Grundbedürfnisse zu stillen, um zu kommunizieren und zu diskutieren, ist jetzt problemlos von „zuhause“ möglich. Doch wie privat ist dieser Raum überhaupt noch, wenn sich dort nun auch das öffentliche Leben abspielt? Wir sind dauerhaft erreichbar und doch alleine. Wir müssen uns nicht physisch begegnen, um uns zu treffen. Doch ist es das, was wir wollen oder sehnen wir uns nach mehr wirklichem Zusammensein, nach mehr Gemeinschaft? Wenn man immer erreichbar und verfügbar ist, woher bekomme ich die Ruhe und Intimität, die mir der private Raum gab.

Wie kann man diese Überschneidung der privaten und öffentlichen Räume nun auch in der Architektur anpassen?
Die Architektur würde hier als Indikator dienen, die Trennung von öffentlichem und privatem Raum neu zu definieren. Wir brauchen Räume, in denen wir Offline gehen können, und wir brauchen Räume, in denen wir kommunizieren und produzieren. Diese wollen wir trennen und gleichzeitig neue Räume der Gemeinschaft bilden. Wir beginnen im Maßstab des einzelnen Grundrisses und die führen die Idee konsequent weiter und schließlich wird die ganze Struktur der Stadt daran angepasst. Die Stadt wird ein großes Haus, die Häuser werden zu verschiedenen Zimmern und die Straßen werden zu Fluren. Was hätte dies für eine Bedeutung für unsere privaten und öffentlichen Räume?

Das Projekt
New Density – hypothetical project
In dem Projekt sollen neue Formen des Zusammenlebens entworfen und anhand einer Entwurfsstudie dargestellt werden.
Wir nehmen einen gewöhnlichen Vier-Zimmer-Grundriss. Die Räume des Grundrisses werden voneinander getrennt. Nun haben wir Räume wie Arbeitszimmer, Wohnzimmer, Esszimmer und Küche in den öffentlichen Raum verlagert. So blieb nur das Schlafzimmer, das allerhöchste Intimität und Privatsphäre fordert, welches daher als einziges dem privaten Raum zugeschrieben wird. Wir wollen versuchen, uns von dem alten Muster: 1 Familie besitzt 1 Wohnung, zu entfernen. Und die Stadt der Gemeinschaft zuzuschreiben. Die Stadt neu zu konzipieren. Den öffentlichen und auch den privaten Raum neu zu definieren. Eine neue Stadt zu kreieren, die von der gemeinschaftlichen Nutzung öffentlicher Räume profitiert. Damit eine Stadt in der Gemeinschaft wieder neu aufblüht.
(siehe Abbildung 1)

Für das Projekt gilt der Color Code:
Blau = öffentlicher Raum (Arbeiten, Wohnen, Essen, Kochen)
Rot = privater Raum (Schlafen)
Grün = Grünflächen (öffentliche Parks und Gärten)
Schwarz = Sondernutzung (Straßen)
(siehe Abbildung 2)

Als Anhaltspunkt haben wir bereits bestehende Strukturen innerhalb der Stadt verwendet. Den urbanen Block, die des Hochhauses, die horizontale Siedlung und die der urbanen Villa. Auf all diese bereits lange bewährten Strukturen haben wir nun unseren hypothetischen Ansatz der neuen Stadt angewendet und diesen zu einem ausgeglichenen Stadtbild aus einer Kombination dieser vier Strukturen zusammenfügt.
(siehe Abbildung 3)

Das Beispiel
Ein möglicher Tagesablauf einer Bewohnerin unserer Stadt:
1. C. sitzt in ihrer privaten Einheit, liest ein Buch und genießt einen ruhigen Morgen im Bett, während ……
2. in der Gemeinschaftsküche schon viel los ist. Sie trinkt nur schnell einen Kaffee und unterhält sich mit der Nachbarin, bevor ……
3. sie sich für die Arbeit fertig macht.
4. C. teilt sich ein Büro mit zwei anderen Personen in einem der Hochhäuser. Mit Blick auf einen belebten Platz, welcher viele Möglichkeiten für ein Mittagessen oder einen Drink nach der Arbeit bietet.
5. Aber heute ist sie zu einer Dachparty eingeladen, von Freunden von ihr, die in einer Stadtvilla wohnen.
6. Am Abend will C. ein Buch lesen und sich entspannen, als ein paar lärmende Kinder auftauchen …
(siehe Abbildung 4)

Das Fazit
In einem hypothetischen Stadtplan kann man sehen, wie das Stadtgefüge funktionieren könnte!
(siehe Abbildung 5)

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Photos from Interior Scholarship's post 16/03/2022

Blogbeitrag von Franziska Kocks:
Stipendiatin des Interior Scholarship 2021/2022
AIT-Stipendium der Sto-Stiftung

Die Collage – Eine Visualisierung von Architektur und Farbe
Beim Versuch, Farben zu beschreiben, kommen wir schnell an die Grenzen unseres Wortschatzes und verfallen in ein kategorisches Unterteilen in „Rot“, „Grün“, „Blau“ etc., wodurch es schwierig wird, Stimmungsbilder zu differenzieren. Sprechen wir über Farben am Bau, also im architektonischen Kontext, spielen automatisch Faktoren wie Material- und Oberflächenbeschaffenheit eine wichtige Rolle und erhöhen die Komplexität. Neben der sprachlichen Differenzierung von Farbnuancen liegt die Herausforderung auch in der begleitenden analogen Visualisierung. Farben werden dabei zu atmosphärischen Kompositionen, welche sich abhängig von Licht und Schatten verändern können.
Während meines Studiums konnte ich diverse Methoden kennenlernen, um präzise meine Farbkonzepte oder Stimmungsbilder darzustellen. Eine der Visualisierungsmethoden, welche ich während meines Auslandssemesters am Haus der Farbe in Zürich vertiefen konnte, möchte ich hier vorstellen: Das Collagieren.

Der Farbklang
Im ersten Schritt entwickelte ich ein thematisches Konzept mit Moodboard, welches die Farbstimmung eines „geheimen Gartens“ transportierte. Die Übersetzung in die vorgegebene räumliche Situation entstand dann durch die analoge Schnitttechnik der Collage. Die räumliche Farbwirkung durch feine Abstufungen stand dabei im Vordergrund:
• Ein weiches und blumiges Violett leitet den Dreiklang ein. Es erinnert an die ersten Frühlingstage und versetzt den Raum in eine anregende und leicht mysteriöse Stimmung zugleich.
• Das Braun einer gebrannten Tonschale strahlt Wärme aus und bringt einen natürlichen erdigen Ton in die Komposition, welcher Halt und Stabilität gibt. Im Zusammenspiel mit dem Violett entsteht ein sich reibendes und erfrischendes Duo.
• Nicht fehlen darf das Grün und ergänzt sich ganz ungeniert. Beim Abtönen eröffnet sich eine Spannweite von einem dunklen, rankenden Efeugrün, über Moosgrün bis hin zum jungen Knospengrün.
Ein Dreiklang mit seinen feinen Hell- und Dunkelabstufungen führt den Blick von einem verschatteten Winkel zum lichtdurchflutenden Freiraum. Die drei Farben verschmelzen im Boden durch kontrastarme und geringe Helligkeitsabstufungen zu einem leicht vibrierenden Fliesenmosaik. In der Vertikalen setzten gesättigte Farbakzente einen dynamischen Rhythmus.

Die Collagentechnik
Über den zuvor einzeln aufgestrichenen Farbflächen liegt jeweils eine Lasur, welche ich mit dem Schwamm aufgetupft habe. So konnte ich durch eine einfache Technik fließende Farbverläufe erzeugen. Gleichzeitig entstand ein natürliches Ton-in-Ton Farbenspiel innerhalb der einzelnen Flächen, die ich dann in ihre Form ausgeschnitten und zusammengesetzt habe. Durch die Komposition der Flächen entstehen neue Formen, kontrastreiche Linien und Perspektiven. Zudem entschied ich mich für eine Klebetechnik, bei der ich in der Montage durch leichte Erhöhungen die Tiefenwirkung des Bildes zusätzlich verstärken konnte. Die Möglichkeit, einzelne Teile im Entstehungsprozess gezielt oder zufällig austauschen zu können, führte zu einem spannungsreichen und lebendigen Gesamtbild.
Für mich ist die experimentelle Technik der Collage ein fester Bestandteil geworden, um meine Entwürfe zu visualisieren.

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16/03/2022

Blogbeitrag von Christian Kellner:
Stipendiat des Interior Scholarship 2021/2022
AIT-Stipendium der Sto-Stiftung

Mit diesem Beitrag habe ich mich theoretisch mit dem Thema Metaverse befasst. Ich war neugierig, mehr darüber herauszufinden, was das Metaverse ist, wer es aufbauen wird und vor allem, ob es für (Innen-)Architekt*innen von Bedeutung sein könnte und ob wir Designer eine wichtige Rolle in dieser aufstrebenden digitalen Welt spielen sollten.

Bevor wir nun aber tiefer in das Thema eintauchen wollen wir die Frage klären, was ist überhaupt ein Metaverse? Es gibt viele Artikel, verschiedene Definitionen und Ansichten für das Metaverse, vereinfacht gesagt ist es ein digitales dreidimensionales Universum parallel zu dem Realen, in dem Sie durch einen digitalen Avatar von Ihnen abgebildet werden. Es wird nicht die eine Welt geben, sondern mehrere. Das Metaverse wird damit als Nachfolger des Internets angesehen. Eine Vorstellung davon, wie das Leben im Metaverse aussehen könnte, bekommen wir durch den Film „Ready Player One“, in dem alles, was wir uns vorstellen können, existieren kann und wir uns ständig mit dem Metaverse verbinden können, um unser reales Leben um außergewöhnliche Erfahrungen zu erweitern. Um Euch ein Gefühl für das Metaverse zu geben, habe ich eine abstrakte Grafik eines Museumsinnenraumes erstellt, in der ich alles digitale auf Linien reduziert habe und damit schlussendlich nur noch der Mensch als einzig analoges übrig bleibt.

Im Gegensatz zum zentralisierten Metaverse Oasis in „Ready Player One“ meinen viele, dass das Metaverse ein offenes und interoperables Ökosystem sein sollte, das nicht von einem einzelnen Unternehmen dominiert wird. In Zukunft sollte deshalb also die Frage, ob ein Unternehmen das Metaverse aufbaut, hoffentlich genauso absurd klingen wie die Frage, ob jemandem das Internet gehört. Es sollte auf Dezentralität aufgebaut werden und nicht von einigen wenigen Kräften monopolisiert werden können. Die Energie rund um das Metaverse wird von den Nutzern kommen, nicht von den Unternehmen. Es sollte nicht von irgendeinem Branchenriesen kommen, sondern das Ergebnis der Mitgestaltung von Millionen von Menschen sein. Jeder kann durch die Erstellung von Inhalten, Programmierung und Design und vielen weiteren Formen und Weisen seinen Teil zum Metaverse beitragen.

Viele Jahre lang war das Internet hauptsächlich ein 2D-Katalog mit Hyperlinks, und jetzt beginnt es endlich interessant zu werden, mit dem Potenzial für 3D-Erlebnisse. Eines ist sicher: Es wird die Art und Weise verändern, wie wir arbeiten, einkaufen und leben. Wie können aber wir als InnenArchitekt*innen eine Rolle dabei spielen?

Dafür darf man sich zunächst das Bigger Picture ansehen. Die ganze Welt ist in einem tiefgreifenden Wandel von der realen zur digitalen Wirtschaft, und dies hat sich seit der globalen Pandemie drastisch beschleunigt. Ob es uns gefällt oder nicht, Covid-19 hat eine große Veränderung mit sich gebracht. Einige der Pioniere unter den Branchen, die als erste Metaversen mit aufbauen, sind Gaming, Mode, Hollywood und Krypto. Auch wir InnenArchitekt*innen sollten uns diese Chance nicht entgehen lassen, endlich teilzuhaben an dem digitalen Wandel, wenn sich das Internet in die Dreidimensionalität verschiebt.

Digitale Gegenstände sind bereits ein riesiger Markt, der durch die Anwendung der Blockchain-Technologie mit NFTs (Non-fungible Tokens) ermöglicht wurde, wodurch sie einen echten, dauerhaften Wert besitzen können. “Non-fungible” bedeutet, dass sie einzigartig sind und nicht ersetzt werden können. Der Wert von NFTs besteht also darin, dass sie ein digitales Objekt als einzigartig bestätigen und sich somit in einer digitalen Welt von Unbegrenztheit eine nachweisbare Begrenzung herstellen lässt. Und diese digitale Kreation kann alles sein, auch digitale InnenArchitektur.

Ein weiterer Trend besteht darin, in virtuelle Grundstücke und Immobilien in diesen Welten zu investieren. Diese sind im Laufe dieses Jahres im Preis bereits stark angestiegen. Ein Stück virtuelles Land in Decentraland wurde kürzlich für rund vier Millionen Dollar verkauft. In diesen virtuellen Welten können Menschen ihre NFT-Kunstsammlungen ausstellen, mit Freunden herumlaufen, Gebäude besichtigen und an Veranstaltungen teilnehmen. Für viele mag dies wie ein Scherz klingen, und die Welten mögen verfrühte Versionen wie das frühe Internet sein, aber es ist definitiv ein spannender Bereich für Designer, um ihre Fähigkeiten der physischen Welt zu nutzen und in die virtuelle Welt zu übertragen.

Darüber hinaus schafft das Metaverse die Möglichkeit eines anderen Geschäftsmodells als das des/der gewöhnlichen InnenArchitekten/InnenArchitektin, nämlich vom Berater zum Creator. Der Beruf des/der InnenArchitekten/InnenArchitektin hat sich immer mehr vom “Baumeister” zum/zur Projektmanager/Projektmanagerin hin verschoben und wird demnach wie andere von Fachleuten erbrachte Dienstleistungen nach Stundensatz oder nach Projekt bezahlt, was eine gewisse Begrenztheit mit sich bringt. Anstatt einzelne Dienstleistungen anzubieten, könnten InnenArchitekt*innen das Geschäftsmodell neu erfinden und Produkte/Dienstleistungen anbieten, die skalierbar sind, Lösungen, die wiederverwendet werden können und einer deutlich größeren Anzahl von Nutzern zu Gute kommen, nicht nur einem Kunden.

Das Metaverse benötigt nämlich umfangreiche Inhalte, die noch nicht existieren. Es braucht Erlebnisse wie virtuelle Museen, virtuelle Konzerte, virtuelle Schulen, virtuelle Konferenzen und vieles mehr, im Grunde genommen alles, was Sie sich vorstellen können. Für InnenArchitekt*innen ist das Metaverse ein Neuland voller Möglichkeiten und eine Utopia ohne die Zwänge der physischen Welt. Keine physikalischen Gesetze, keine Baugesetze, keine Materialkosten … InnenArchitekt*innen können einzigartige Entwürfe erstellen, sowie digitale Objekte wie Gebäude, Möbel, Skulpturen, Texturen und diese mehrfach verkaufen. Während Architektur ein relativ lokales Geschäft ist, können sie diese digitalen Produkte/Dienstleistungen auf der ganzen Welt anbieten und damit ganz andere Kunden ansprechen als die aus ihrer Region. Und damit bleiben die meisten Entwürfe eben nicht nur auf dem Papier oder in der Schublade.

Die Technologie schreitet voran. Das Metaverse ist eine neue Spielwiese, an der sich InnenArchitekt*innen gemeinsam mit anderen Akteuren beteiligen können. InnenArchitekt*innen können mit ihrer Kompetenz als Brücke zwischen der physischen und der virtuellen Welt fungieren. Im Metaverse wird es viele interessante Anwendungen und Möglichkeiten geben, man muss nur kreativ und mutig sein, um die Ressourcen zu nutzen und seine Erfahrungen in diesen neuen Bereich mit einzubringen.

Die Wahrheit ist nämlich, dass wir alle im Metaverse 1.0 leben. Auch wenn die meisten Menschen nicht wissen, was das Metaverse ist oder bedeutet. Die Anfänge existieren bereits seit längerer Zeit mit den sozialen Netzwerken, Videospielen, Film und Fernsehen. In den letzten zwanzig Jahren haben wir immer mehr Zeit in der digitalen Welt verbracht. Der Durchschnittsmensch zieht das ‘Metaverse’ inzwischen der physischen Welt vor. Klingt unpopulär, klingt unangenehm, es ist aber die statistische Wahrheit. Wir verbringen mehr Zeit in den sozialen Medien, wir verbringen mehr Stunden mit Videospielen, wir verbringen mehr Stunden mit dem Konsum von Fernsehen, Netflix usw. Das Metaverse ist vielleicht noch nicht völlig immersiv, ja, man spürt es noch nicht auf der Haut. Aber man verlässt immer noch die physische Realität, um in eine andere Neue zu treten. Irgendwie leben wir schon heute, ohne das voll entwickelte Metaverse, darin.

Das Metaverse wird also nicht kommen, sondern es ist schon da. Das Metaverse entfaltet sich und entwickelt sich, jetzt. Ob man es will oder nicht. Das Einzige, was wir kontrollieren können, ist, wie es sich entfalten wird, wie es aussehen wird, wie es sich anfühlen wird… Und die Frage sollte lauten: Wie wollen wir als InnenArchitekt*innen eine wichtige Rolle dabei spielen? Nicht ob.

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Photos from Interior Scholarship's post 03/03/2022

Vorstellung:
AIT Stipendiat der STO-Stiftung 2021/2022
Nobuyoshi Yokota studiert an der HEAD (Haute école d’art et de design) in Genf in der Schweiz Interior Architecture, um dann mit dem Master of Arts dort abzuschließen. Am meisten interessiert ihn an seinem Studium „the possibility of creating a new relationship between architecture and nature, human beings and design as well as regional diverse nature assets.“

„With the development of technology, urbanization and industrialization are advancing, all things are being systematized, and efficiency, rationality, and convenience are being pursued. Even in the field of interior design, we design by simply combining mass-produced ready-made products like a puzzle.
However, I believe that a prosperous world is a world full of diversity and choices. And rather than over-controlling the environment by uniformly processing trees and plants as in previous designs, I believe that we should seek a variety of designs that coexist, resonate, and build an intimate relationship with all things and the natural environment that surrounds us like just as nature has evolved in a way that is appropriate for each region and overflows with diversity.“ (Nobuyoshi Yokota)

Juryurteil:
„Die Arbeiten von Nobuyoshi Yokota bestechen durch ihre vielseitigen konzeptionellen Ansätze und ein räumliches Verständnis jenseits von herkömmlichen Maßstäblichkeiten. Über zukünftige ‚Food Cultures‘ im Mikro-Maßstab, zu imaginären Räumen, die aus ‚Verse Novels‘ generiert werden, hin zu ‚Reacting Spaces‘, Räumen, die die Schwelle ihrer Wahrnehmung in die physische Präsenz ausloten, wird eine Experimentierfreue spürbar, aus der heraus nicht nur einzigartige Projekte entstehen, sondern die darüber hinaus tiefe Einblicke in ihre kreativen Entstehungsprozesse erlauben. Bestechend dabei ist die durchgängig hohe Qualität der Arbeiten, die in ihrem ganzheitlichen Ansatz die Schwelle des Konzeptionellen bis in die konkrete gabaute Räumlichkeit, vom Entwurf bis in die Umsetzung ausloten.
Der klare innenräumliche Ansatz von Yokota geht dabei weit über das gewöhnliche Verständnis von ‚Interior Design‘ hinaus und eröffnet in überraschender Schönheit und kraftvoller Ästhetik die Manifestation des Raumes durch die Unmittelbarkeit des Materials. In dieser komplexen Überlagerung verschmelzen die Grenzen zwischen innen und außen zu Raumerfahrungen, die nicht nur durch ihre Eigenständigkeit bestechen, sondern deren Charakter darüber hinaus vielseitig Nutzungen ermöglicht und bereits im Entstehungsprozess unterschiedlichste Akteure mit in den Entstehungsprozess einbezieht.
Konsequenter Weise zielt das Stegreifprojekt ‚Rail Wine Farm‘ auf Prozesse der Teilhabe ab, die durch ein gemeinschaftliches Projekt und das gemeinsame Schaffen, kulturelle Barrieren überwindet und eine interaktive Kommunikation zwischen Arbeitslosen und lokalen Bewohnern verbessert.
Wir gratulieren Nobuyoshi Yokota zum Gewinn des Wettbewerbs und erwarten mit Spannung seine nächsten Projekte.“

Lesen Sie dazu auch gerne unseren gesamten Blog-Beitrag und mehr zur diesjährigen Stegreifaufgabe auf:
https://ait-xia-dialog.de/ait-dialog-blog/nobuyoshi-yokota-ait-stipendiat-der-sto-stiftung-2021-2022/

Herzlichen Glückwunsch!

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