06/06/2025
Zu alt? Zu spät? Bettinas Geschichte beweist das Gegenteil.
Bettina war 57 als sie zu mir kam. Als HR-Managerin war sie betriebsbedingt gekündigt worden.
Pragmatisch, wie sie ist, dachte sie: „Ich komme doch aus dem HR – also muss ich doch wissen, wie das geht.“
Doch dann kam die Ernüchterung.
Die Bewerbungen, die sie schrieb, blieben unbeantwortet.
Die Stellenanzeigen schienen wie aus einer anderen Welt.
Immer wieder saß sie abends erschöpft vor dem Laptop und fragte sich:
„Wer will mich noch? Wer nimmt mich noch mit 57?“
Doch Bettina wollte sich damit nicht abfinden.
Ihr wurde klar: Es braucht eine andere Strategie.
Genau an diesem Punkt haben wir uns kennengelernt.
Drei Monate lang haben wir zusammengearbeitet.
Wir haben ihren Lebenslauf überarbeitet, ihre Stärken, ihre Werte und ihre Alleinstellungsmerkmale herausgearbeitet.
Aus einer Bittstellerin wurde eine Problemlöserin.
Wir haben ihr Mindset gestärkt – und das hat vieles verändert.
Sie hat gelernt, ihre Erfahrungen nicht kleinzureden, sondern als Schatz zu sehen.
Aus einer unsichtbaren HR-Managerin wurde so eine selbstbewusste Top-Kraft.
Ein riesiger Schritt für sie: Sich zu zeigen, in die Sichtbarkeit zu gehen.
Wir haben ihre LinkedIn-Strategie entwickelt, gezielt Netzwerke aktiviert, Gespräche vorbereitet.
Nach und nach kamen die ersten Rückmeldungen.
Bettina war wieder Teil der HR-Welt.
Sie spürte: Ich bin gefragt. Ich werde gesehen.
Aus der Frau, die Stellenanzeigen hinterher jagte, wurde die selbstbewusste Netzwerkerin.
Heute hat Bettina einen neuen Job – mit 57.
Sie verdient mehr als vorher, im sechsstelligen Bereich.
Sie ist noch in der Probezeit – und die Angst, dass es wieder schiefgehen könnte, ist noch da.
Aber Bettina hat etwas geschafft, wovon viele träumen: Sie hat den Wiedereinstieg gemeistert.
Nicht, weil es leicht war. Sondern weil sie drangeblieben ist.
Bettinas Geschichte zeigt:
Du musst Dich nicht damit abfinden, mit 57 raus zu sein.
Doch es braucht Dein Engagement – Deine Bereitschaft, Dir Hilfe zu holen, neue Wege zu gehen und dranzubleiben.
Mich hat an Bettina besonders beeindruckt, wie stoisch sie ihren Weg gegangen ist – auch als es schwer wurde. Genau das ist in Zeiten wie diesen entscheidend.
Wann bist Du zuletzt stoisch Deinen Weg gegangen?