Janina Budde Coaching

Janina Budde Coaching Pferdegestützte Trainings, Box- Coachings, Workshops, Vorträge

Es waren mir eine Freude und ein Vergnügen für die aktuelle Ausgabe des Ekor Magazins zu schreiben. Für die Rubrik „Ment...
11/09/2022

Es waren mir eine Freude und ein Vergnügen für die aktuelle Ausgabe des Ekor Magazins zu schreiben. Für die Rubrik „Mentale Stärke“ habe ich über Wut geschrieben. Nebenbei sei angemerkt, wie großartig ich es finde, diese Kategorie in einem Magazin für Pferdemenschen zu finden.
Man kann das ganze Heft auch online lesen: https://ekor-magazin.de/

Mein Applaus für diese wundervolle Ausgabe geht an Kristina Sehr und das Ekor- Team.
Danke, dass ich Teil dieser Arbeit sein durfte.

"Durch ihr Verhalten geben sie uns dann ohne Zeitverzug und ungefiltert Rückmeldung, ohne mögliche Folgen und Konsequenz...
01/08/2022

"Durch ihr Verhalten geben sie uns dann ohne Zeitverzug und ungefiltert Rückmeldung, ohne mögliche Folgen und Konsequenzen zu kalkulieren. Dabei sind sie vorurteilsfrei und interpretieren nicht, was es für die Teilnehmer vergleichsweise leicht macht, die eigenen Mannigfachen Bewertungen (inklusive der Selbstabwertungen) los zu lassen und sich im Gegenüber wahrzunehmen."
Heinen & von Lingen

📸 Kristina Sehr

Carl Gustav Jung schrieb „Wogegen du deinen Widerstand richtest, dem schaffst du Bestand“. Das Englische „What you resis...
30/07/2022

Carl Gustav Jung schrieb „Wogegen du deinen Widerstand richtest, dem schaffst du Bestand“. Das Englische „What you resist- persists“ ist vermutlich eingängiger, um sich fest im Gehirn zu verankern.
Die Bewegung des Annehmens oder Anlehnens und des Abstoßens haben gemeinsam, dass sie Halt vermitteln. Beide haben identitätsstiftende Qualitäten. Dadurch, dass wir uns positionieren und verorten, schweben wir nicht mehr im luftleeren Raum. Je öfter wir Widerstand gegen etwas richten, umso häufiger richten wir unseren Fokus voller Energie aus. Immer aufs Neue geben wir unserem Körper ein Signal auf eben jene Sache zu reagieren und konditionieren uns so. Irgendwann übernimmt der trainierte Körper das Ruder und wie automatisch erleben wir spontanen Zorn oder Empörung. Die Kommunikation zwischen dem Körper und den unterschiedlichen geistigen Zuständen ist gut erforscht und so ist bekannt, dass wir bereits erlerntes auch wieder verlernen können. Wir sind bis zur letzten Sekunde unseres Daseins in der Lage uns zu verändern. Mit jeder Sekunde bilden sich neue Neuronen und Synapsen. Wir brauchen also nicht verdrießlich zu denken „so bin ich halt“. Wir haben die Möglichkeit uns zu entscheiden was für Menschen wir sein wollen. Sich von Zeit zu Zeit wieder in diesen Schwebezustand des luftleeren Raums zu begeben, bedeutet ein Wagnis. Wir begeben uns als ein Niemand ins Unbekannte. Die inneren Widerstände aufzulösen, welche so sehr möchten, dass wir uns an unserer vertrauten Identität festhalten, welche uns so viel Sicherheit gibt- das bedeutet einen mutigen Schritt in Richtung Entwicklung zu setzen.

Die Geschichte vom klugen Hans ist den meisten Pferdemenschen bekannt. Das Pferd Hans erregte mit den Fähigkeiten des Re...
27/04/2022

Die Geschichte vom klugen Hans ist den meisten Pferdemenschen bekannt. Das Pferd Hans erregte mit den Fähigkeiten des Rechnens und Zählens in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg Aufsehen. Sein Besitzer, ein Mathematiklehrer, stellte ihm zum Beispiel Aufgaben und Hans klopfte mit seinem Huf das entsprechende Ergebnis. Manchmal wurde das Ergebnis auch durch Nicken oder Kopfschütteln übermittelt. Auch wenn der Lehrer den Raum verließ, war das Pferd weiterhin in der Lage korrekte Antworten zu geben. Als man herausfand, dass Hans nicht wirklich eigenständig das Ergebnis ermittelt hatte, sondern auf feinste Nuancen seines Gegenübers reagierte, konnte man diese Erkenntnis kaum als minder beeindruckend bewerten. Bereits eine Bewegung des Kopfes um einen Fünftelmilimeter reichte Hans aus, um zu reagieren. In 90% der Fälle wurden die Fragen durch ihn korrekt beantwortet – es sei denn, der Fragensteller wusste selbst nicht die richtige Antwort. So wurde Hans zum Namensgeber für den „Kluger-Hans-Effekt“. Dieser Effekt beschreibt, je nach Studienfeld Reaktivität oder auch unbewusste Beeinflussung.
Ich habe kürzlich gelesen, dass laut einer Studie, Pferde doppelt so schnell in der Lage sind Reize und Reaktionen zu verarbeiten wie Menschen. Das erklärt, dass Pferde intuitive Bewegungen des Menschen bereits bemerkt und verarbeitet haben, bevor dieser sie mit seinem Bewusstsein verarbeiten konnte. Pferde verfügen über weitere erstaunliche Eigenschaften: sie nehmen Vibrationen im Boden über ihre Hufe wahr, erkennen den unterschiedlichen Geruch von Angst oder Entspannung bzw. Glück, und können den menschlichen Herzschlag über einige Entfernung bemerken. Ihre feinen Nasenhaare haben je eine direkte synaptische Verbindung ins Gehirn.
Im pferdegestützten Coaching setzt man stark auf diese Qualitäten. Sie untermauern, dass Pferde in der Lage sind den Menschen in aller Feinheit wahrzunehmen, ihn zu lesen und so schnell auf ihn zu reagieren, dass sein Bewusstsein kaum zu folgen vermag. Diese Situation bietet einen Abgleich zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Im Feedback durch den Coach, gegebenenfalls weitere Teilnehmer und eine kritische gemeinsame Videoanalyse kann das intuitive Verhalten auf die Verstandesebene gehoben werden. Dort besteht die Möglichkeit zur konstruktiven Arbeit und der Transferleistung, welche den essenziellen Wert des Coachings ausmacht. Durch das ungewohnte Setting und die besondere Erfahrung der Kommunikation können sich Erkenntnisse tief verankern. Im weiteren Coachingprozess kann man diese Themen weiter bearbeiten und die Anker verstärken. #

„Philosophisch betrachtet, sind Worte niemals das, was sie beschreiben, aber das macht sie zugleich so nützlich. Sie kön...
20/12/2021

„Philosophisch betrachtet, sind Worte niemals das, was sie beschreiben, aber das macht sie zugleich so nützlich. Sie können dabei helfen, etwas Inneres nach außen zu transportieren. Sobald wir versuchen, einen Gedanken in Worte zu fassen, bringen wir ihn in eine Welt, die wir mit anderen teilen. Diese Welt nennen wir „Sprache“. Wenn wir unsere eigenen unsichtbaren Erfahrungen ans Tageslicht holen, helfen wir anderen (und sogar uns selbst), zu verstehen, was wir durchmachen. Was wir laut aussprechen, kann zwar niemals ganz erfassen, wie wir uns fühlen, aber darum geht es eigentlich auch gar nicht.
Worte erfassen nicht, sie geben frei.“
Matt Haig

Kurze Gedanken: Wenn ich anerkenne, dass ich nicht meine Gedanken bin und auch nicht meine Gefühle oder Emotionen; wenn ...
12/11/2021

Kurze Gedanken: Wenn ich anerkenne, dass ich nicht meine Gedanken bin und auch nicht meine Gefühle oder Emotionen; wenn ich meinen „Wesenskern“ lossage von meinen Konditionierungen und diese auch als solche verstehe; wenn ich mich frage, was ich eigentlich will – vor allem wenn Parameter wie Geld, Status, Pflichtgefühl usw. keine Rolle spielen würden – dann empfinde ich das zuweilen als sehr befreiend und zeitgleich als verunsichernd. Das Zitat von Chödrön spricht mich an, da das Bild des Himmels diesen Zustand für mich sehr gut visuell einfängt.
All das, was mich im Außen hält, Arbeit, Dramen, Ablenkungen, was mich vermeintlich zum Reagieren zwingt (weil wir ja immer meinen wir würden, nur reagieren) als Wetter zu betrachten. Als Phänomen welches vorbeizieht. Das Wetter ist nur ein Ablauf, welcher es schwer macht, den Himmel zu sehen- und dennoch zu wissen, der Himmel ist blau hinter den Wolken.
Als ich begonnen habe zu meditieren hat es mir sehr geholfen, mir meine Gedanken als Wolken vorzustellen, die am Himmel vorbeiziehen. Ich kann sie betrachten, lese sie aber mehr als ein Ereignis, als dass ich sie als Zustand wahrnehme. Dann ist das so eine Sache mit dem Wetter. Es ändert nichts, ob ich mich über ein meteorologisches Phänomen ärgere. Die einzige Handlungsmöglichkeit, die bleibt, ist dem Wetter und den Wolken mit Gelassenheit zu begegnen und sich darauf zu konzentrieren, dass der Himmel weiterhin blau ist, auch wenn er gerade nicht sichtbar ist. Interessant ist der Effekt, dass wir die visualisierten Gedanken-Wolken während einer Meditation oft auf Kopfhöhe wahrnehmen – wie die Gedanken, welche in unserem Kopf nach vorne drängen. Es kann lohnend sein, die gedankliche Perspektive zu wechseln, um auf die Wolken hinabzublicken. Sich im Himmelsblau zu verorten und auf den ganzen Lärm von oben herab zu schauen.
Wir denken ca. 60.000 Gedanken am Tag. Ein sehr geringer Anteil dieser Gedanken ist aufbauend. Es ist zudem ein bisschen tragisch, dass die täglichen Gedanken sich zu 98% einfach wiederholen. Wir bestätigen uns selbst. Gleichzeitig ermöglicht es die Freiheit, die Gedanken mal für eine Weile ziehen zu lassen und ihnen ihre Wichtigkeit, ihren Status zu entziehen. Sie werden vermutlich morgen alle wiederkommen.

Diese Erkenntnis ist das Wichtigste, was wir von Pferden lernen können. Wenn sie uns anschauen, sehen sie uns so, wie wi...
08/11/2021

Diese Erkenntnis ist das Wichtigste, was wir von Pferden lernen können. Wenn sie uns anschauen, sehen sie uns so, wie wir sind. Nicht, wie wir waren, wie wir sein werden oder wollen oder würden, wenn wir nur könnten. Sie sehen kein gehetztes Wesen, das aufgespannt ist zwischen Vergangenheit und Zukunft, bis es fast zerreißt, sondern ein lebendiges Stück jenes Seins, das wir alle miteinander teilen.

-Juli Zeh-

📸 : Schindler Fotografen

Kurze Gedanken: Es ist mir unklar geblieben, in welchem Zusammenhang das obige Goethe Zitat entstanden ist. Vermutlich a...
07/11/2021

Kurze Gedanken: Es ist mir unklar geblieben, in welchem Zusammenhang das obige Goethe Zitat entstanden ist. Vermutlich als Antwort auf eine Clavigo-Kritik. Ich habe es, trotz jahrelang andauernder Begeisterung für Goethe, zuerst von einem Anwalt gehört. Das amüsierte mich insofern, dass ich immer das Gefühl hatte, dass es gerade in diesem Berufsfeld darum ging, die Dinge bis ins Kleinste zu zerdenken, breit zu treten bis ins Etwaige und jegliche Risiken abzuwägen und zu verklausulieren. Allerdings kenne ich mich in Rechtswissenschaften auch nicht allzu gut aus und möchte den Juristen kein Unrecht tun. Seither trage ich diesen Satz zumindest mit mir herum.
Wenn die Aussage ist, dass etwas Banales, keinen Zugewinn an Dichte erfahren kann, wenn man es weiter beschreibt und zerredet, so kann ich nicht anders, als zu denken, dass der Quark bereits durch den Akt des getreten Werdens einen Zugewinn erfährt. Es lagert sich ein Diskurs an. Wenn eben dieser, mehr Dichte hat als der Quark, wird der Quark dann zum Simulacrum und erfährt, gerade aufgrund seiner Inhaltsleere, tiefere Bedeutung?
Während ich schreibe, kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass getret'ner Quark allem Anschein nach wirklich nur an Breite zunimmt. Damit entlasse ich mich in einen herrlichen Sonntag, mit blauem Himmel, gutem Essen und ganz viel Zeit, die noch völlig offen für alle Möglichkeiten ist.

Sorgen sind ein Schaukelpferd.  Es wirft dich hin und her, aber du wirst nirgends ankommen. Nun ist es leicht gesagt, da...
01/11/2021

Sorgen sind ein Schaukelpferd. Es wirft dich hin und her, aber du wirst nirgends ankommen.
Nun ist es leicht gesagt, dass man bemerken und anerkennen soll, wenn es nichts mehr gibt, was aktiv zu tun ist. Hier möchte ich einige Vorschläge teilen, um Ruhe ins eigene System zu bringen.

Anerkennen was ist: Analysiere deine Situation. Gibt es noch etwas das akut getan werden muss oder kann? Wenn dem nicht so ist, gib dir die offizielle Erlaubnis deinen Fokus jetzt auf etwas anderes zu richten. Es kann auch helfen, die Lage nochmal für sich (ggf. schriftlich) zusammenfassen und für sich einen Zeitpunkt festzulegen, zu welchem du dich der Thematik erneut bewusst zuwendest.

Blickrichtung wechseln: Um die Aufmerksamkeit neu auszurichten, kann man sich sowohl innerlicher, als auch äußerer Marker bedienen. Du kannst dir ein Szenario vorstellen, bei dem ein kleines Figürchen mit einem riesigen Stoppschild in deinen Gedanken auftaucht oder du setzt einen äußeren Reiz, z.B. das Flitschen eines Gummibandes am Handgelenk oder ein Druckpunkt. So kannst du nach und nach üben deinen Fokus zu trainieren. Es kann auch hilfreich sein, den Körper auszuschütteln oder eine Tanzeinheit einzulegen. Gib dem Stress eine Chance deinen Körper zu verlassen.
Meditation: Eine meditative Praxis zu haben oder das Meditieren zu erlernen, kann hilfreich für verschiedenste Lebensbereiche sein. Es wird trainiert den Geist zur Ruhe zu bringen und im Körper anzukommen. Gleichzeitig lernt man Gnade und Geduld zu entwickeln für das eigene gestresste System. Meditative Momente kann man aber auch außerhalb einer sitzenden Meditation mit geschlossenen Augen erfahren. Hier kannst du individuell überprüfen, was es sein kann, dass dich zur Ruhe bringt und deinen Fokus in Anspruch nimmt, sei es musizieren, Motorrad fahren, ein Spaziergang durch den Wald, das Lesen eines Buches oder handwerkliches Arbeiten.

Das Wichtigste: Sei sanft mit dir. Es muss nicht alles sofort funktionieren. Du musst nicht funktionieren. Du wirst in jedem Moment dein Bestes geben, mit den Ressourcen, die dir zur Verfügung stehen und das „Beste“ darf variieren.

Kurze Gedanken: Wir sollten weniger persönlich nehmen. So sehr wie man selbst nur in der Lage ist, seinen eigenen Horizo...
31/10/2021

Kurze Gedanken: Wir sollten weniger persönlich nehmen. So sehr wie man selbst nur in der Lage ist, seinen eigenen Horizont zu denken, so sehr ist es der andere auch. Es kommt hinzu, dass man bessere und schlechtere Momente hat. In den besseren Momenten schafft man es, das Streulicht des eigenen Bewusstseins von sich und dem ganzen eigenen Kram abzuwenden und aktiv auf den anderen zu schauen. Beweggründe zu antizipieren, zuzuhören oder auch einfach großzügig zu sein.
Auch in dem Moment, in dem wir meinen, wir wüssten was im anderen vorgeht, wir würden unseren Partner kennen oder schlicht und einfach wissen, wer dieser andere ist – dann unterliegen wir einem Irrtum.
Wenn Watzlawick schreibt, dass wir nicht nicht kommunizieren können, so möchte ich direkt mit Shaw ergänzen: „Das größte Problem mit der Kommunikation ist die Illusion, sie sei gelungen.“
Wir haben vage Ideen davon, wer der andere ist, was er denkt und wie er fühlt. Immer nur mit der Referenz unseres eigenen Erfahrungs- und Wissensspektrums im Gepäck. Uns sollte klar sein, dass unsere vermeintliche Wahrheit nur ein fragiles Konstrukt ist, welches nur einen Teil der Geschichte erzählt– die zudem eine Geschichte ist.
Wir gehen in Resonanz mit Dingen, Aussagen, Szenen, die etwas in uns ansprechen. Vielleicht etwas das wir selbst an uns nicht mögen oder auch etwas, das wir bewundern, selbst gerne hätten. Wenn etwas eine starke Reaktion auslöst, hat es etwas mit uns selbst zu tun („Unbewusstes erkennt Unbewusstes irrtumslos“ Scheunert). Wenn wir uns instinktiv distanzieren, so ist es womöglich etwas, dass wir in den sogenannten Schatten gedrängt haben. In jedem Fall lohnt es sich hier genauer nachzuspüren, denn hier kann ungeahntes kreatives Potenzial brach liegen.
Es ist also wichtig, sich diesen Effekt vor Augen zu führen und sich zeitgleich im Klaren darüber zu sein, dass es anderen mit uns genauso geht. Menschen verhandeln ihre eigenen Themen, indem sie andere Menschen als Resonanzfläche nutzen. Sich diese Erkenntnis präsent zu halten, entlastet zwar, da Dinge, die von außen kommen, vermeintlich nichts mit einem selbst zu tun haben- doch das wäre zu kurz gedacht. Immerhin erkennt das Unbewusste und ist somit nicht willkürlich. Also möchte ich dem obigen Zitat von Hicks widersprechen. Die Reaktionen der Menschen haben schon etwas mit einem zu tun – letztlich haben sie jedoch mehr mit ihnen selbst zu tun.
Gleichzeitig verpflichtet dieser Gedankengang dazu, bei sich zu bleiben und auch den eigenen Ärger auf andere, sowie das eigene Emotionsspektrum unter die Lupe zu nehmen. Es besteht die Möglichkeit, dass die eigene heftige Reaktion mehr mit einem selbst zu tun hat als mit dem anderen- dass es vielleicht sogar, das Andere in uns gibt. Oder um es mit Heinemann zu sagen: „Wer auf andere mit dem ausgestreckten Zeigefinger zeigt, der deutet mit drei Fingern seiner Hand auf sich selbst.“

Kontrolle ist eine Illusion. Was für eine Erleichterung.Wie befreiend es ist, sich zu vergegenwärtigen, dass man sich ni...
28/10/2021

Kontrolle ist eine Illusion.

Was für eine Erleichterung.

Wie befreiend es ist, sich zu vergegenwärtigen, dass man sich nicht um das Schlagen des eigenen Herzens oder das Fließen des Blutes zu kümmern hat. Die Planeten finden ihren Weg und auch die Jahreszeiten befinden sich im Wandel gänzlich ohne dein Zutun. Wir schlafen ein und lassen den Tag los und werden wieder wach. So dringend wie wir Kontrolle erlangen wollen, um uns in einem Gefühl von Sicherheit zu wähnen, so befreiend ist es auch, sich von dieser Bürde zu entbinden.

Versteh` mich richtig. Ich bin schon der Meinung, dass wir sehr viele Möglichkeiten haben Einfluss zu nehmen- auf unsere Geschicke, unsere Gedanken, Emotionen, unser Innen und Außen. Wir gestalten unsere Welt.

Doch Kontrolle in Form von Überwachung und Beaufsichtigung wird nicht hilfreich sein.

Wenn du dir erlaubst, mental locker zu lassen, entsteht plötzlich viel Raum. Das kann erschreckend sein. Ein Vakuum – das man schnell füllen will. Denn Leere, Ruhe und das Unbekannte sind rar geworden, in einer Welt die ständige Ablenkung und Fülle bietet. Wer kann schon wissen, was einem in der eigenen Stille begegnet. Ich denke es lohnt sich daher sehr, am Konterpunkt zur Kontrolle, dem Vertrauen zu arbeiten. Je mehr Vertrauen wir entwickeln, umso mehr Spielraum erschaffen wir, um unseren Fokus auf die Dinge zu lenken, die uns wichtig sind. Und was uns wirklich wichtig ist – das lässt sich in der Stille finden.

23/10/2021

Saturday. Sweat more. Think less. Enjoy.

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In Der Groll 12
Haltern Am See
45721

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