Förderverein Mongolei e.V.

Förderverein Mongolei e.V. Wir unterstützen das mongoleiweite Baumprojekt und die Tuwa-Schule der Galsan Tschinag Stiftung. Außerdem leisten wir den Tuwa-Nomaden Hilfe in Notsituationen.

Der Klimawandel bedeutet eine große Herausforderung für ihre traditionelle Lebensweise. „Der Nomade ist das Kind, der Freund und der Hüter der Natur.“: Der vielfach ausgezeichnete tuwinisch-mongolische Schriftsteller Galsan Tschinag finanziert mit seiner Arbeit zahlreiche soziale und ökologische Projekte in seiner Heimat. Dazu hat er mit seinem Sohn Galtaikhuu Galsan die Galsan-Tschinag-Stiftung (

GTS) ins Leben gerufen. In Deutschland gründete Wilma Brüggemann 2008 den Förderverein Mongolei e.V., um diese Projekte zu unterstützen. Im Frühjahr 2022 übergaben sie und das bisherige Vorstandsteam den Verein in jüngere Hände. Aktueller Vereinssitz ist Gummersbach. Die nomadische Weltsicht und Lebensweise ist naturliebend, nachhaltig und zukunftsweisend. Galsan Tschinag als Oberhaupt der Tuwa sagt dementsprechend: "Wenig ist mehr." Weitere Informationen finden Sie bei: https://www.foerderverein-mongolei.de/

"Jeden Tag und jedes Jahr  Wird die Welt neu erschaffen  Wer seine fünf Sinne zusammenhat  Erkennt dies und weiß  Ehrfür...
26/07/2026

"Jeden Tag und jedes Jahr
Wird die Welt neu erschaffen
Wer seine fünf Sinne zusammenhat
Erkennt dies und weiß
Ehrfürchtig zu leben
Angesichts der andauernden
Schöpfung
Und wer seinen sechsten Sinn
Noch wach hat
Steht dem Tag und dem Jahr bei
Beteiligt sich an deren Schaffen
Zupft dieses zurecht
Fügt jenes hinzu
Die Welt ist ein gemeinsames
Fortlaufendes Werk"

Galsan Tschinag: "Weltenwanderer", Unionsverlag Zürich 2023, S. 29

In der Mongolei beginnt das Naadamfest 2026. 🥰🇲🇳💚🇩🇪🍀
11/07/2026

In der Mongolei beginnt das Naadamfest 2026. 🥰🇲🇳💚🇩🇪🍀

Та бүхэнд Үндэсний их баяр наадмын мэндийг өргөн дэвшүүлье!

🏇🏹🤼

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein frohes und erholsames Naadam-Fest!

Im "Ewigen Garten" in Ulaanbaatar wurde unter Leitung von Galtaikhuu Galsan im Mai in einer zweiwöchigen Aktion zusammen...
15/06/2026

Im "Ewigen Garten" in Ulaanbaatar wurde unter Leitung von Galtaikhuu Galsan im Mai in einer zweiwöchigen Aktion zusammen mit vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern die traditionelle Frühjahrspflanzung 2026 erfolgreich durchgeführt. Insgesamt wurden 800 Bäume und Setzlinge gespendet; davon 350 Bäume durch den Förderverein Mongolei e.V. und 450 Bäume durch die Galsan Tschinag Stiftung/Чинагийн Галсан Сан. Galsan Galtaikhuu schreibt, dieser Garten erhalte nun "ein Gesicht, weil die ersten Bäume schon über zwei Meter hoch gewachsen sind" und die Gegend werde bei den Menschen immer beliebter. Herzlichen Dank an alle Baumspender:innen und Spender, die durch ihre Treue dazu beitragen, dass das Baumprojekt der Galsan Tschinag Stiftung weitergeführt wird! 🍀💚🌳

"An den HimmelIch habe michWeil ich mussteIn einen Baum verwandeltMit all meinen Ästen Glüh ichMit all meinen KnospenBlü...
14/06/2026

"An den Himmel

Ich habe mich
Weil ich musste
In einen Baum verwandelt
Mit all meinen Ästen
Glüh ich
Mit all meinen Knospen
Blüh ich
Zu dir hinauf
Lass die Sonne scheinen
Strecke deine ermunternden
Wurzeln mir entgegen

Ich habe mich
Weil ich musste
In einen Fluss gewandelt
Glucksendes, schwarzes Wasser
Flute ich
Schweigender, schwarzer Fisch
Schwärme ich
Auf dich zu
Lass den Regen niedergehn
Halte deine erfrischenden
Wurzeln mir entgegen

Ich habe mich
Weil ich musste
In einen Berg verwandelt
Mein Scheitel zieht
Den Schnee an
Schichtet ihn zum Gletscher auf
Meine Kruste fängt den Staub ab
Webt ihn zu Flechten
Lass deine Blitze hernieder
Sende deine versengenden
Wurzeln mir entgegen

Ich will
Weil ich muss
Bei dir ankommen und
Mich mit dir zusammentun
Damit ich
Um das mehr bin
Was du bist
Und du
Um das mehr bist
Was ich bin

Gaksan Tschinag:
"Sonnenrote Orakelsteine", Waldgut Verlag, 3. Auflage 2009

"Jahre, Jahrzehnte später wird es einmal in meinem Hirn aufblitzen: Die Urquelle jeglicher Kultur ist die klare Denkweis...
19/05/2026

"Jahre, Jahrzehnte später wird es einmal in meinem Hirn aufblitzen: Die Urquelle jeglicher Kultur ist die klare Denkweise, die genaue Einsicht, und sie beginnt, wenn der Mensch in der Lage ist zu erkennen, wer und weshalb er da ist und welcher Wert dem Augenblick zukommt. Wer auf diese Fragen antworten kann, wird auch imstande sein zu erkennen, wo ein Pfad liegt, der ihm das Überleben bis zum morgigen Tag, bis zum nächsten Frühjahr gewährt. Unsere Vorfahren haben diesen Pfad gefunden, und der hat einen jeden zur Gemeinschaft geführt; und so haben sie einem jeden ihrer Kinder beigebracht: Dir kann es nur dann gut gehen, wenn es auch um die Gemeinschaft gut bestellt ist. Die Gemeinschaft aber setzt sich nicht nur aus Einzelmenschen, sondern aus allen Einzelteilen des ganzen Alls zusammen - und daher ist ihr Glaube von der untrennbaren Zusammengehörigkeit aller entstanden." Galsan Tschinag: "Kennst du das Land", S. 221/222, Unionsverlag Zürich, 2018.

"In unserer Anrufung des Urgeistes, bei der Anstimmung des Begleitinstruments zum Vortragen einer Heldensage wie auch be...
09/05/2026

"In unserer Anrufung des Urgeistes, bei der Anstimmung des Begleitinstruments zum Vortragen einer Heldensage wie auch bei der Beschwörung der Trommel zum Antreten einer schamanischen Reise heißt es: "Im Anfang war ein Schall, dieser umgab einen Wind, der vom Himmel, dem Blauen, kam." Ich sage rundheraus: Schall, Wind und Himmel sind andere Worte für Wort, Geist und Gott. Dieses Urwort ist es, das im Anfang aller Dinge gestanden hat, das Bibel-Wort, das Wind-Geist-Wort, das Himmels-Gott-Wort, für das wir uns entschließen, wenn wir in unserer Kultur nach einem würdigen Gegengeschenk auf ein liebes Geschenk hin suchen. Dabei stellt das Wort lediglich die Schale, ja, den Schall dar, ist die Verpackung. In diese ausgesuchten, gereinigten und geläuterten Worte werden Gedanken verpackt, von denen wir annehmen, sie könnten für die, denen wir Dank schulden, von Nutzen sein. Dieser Wunsch beseelt mich beim Schreiben meiner Bücher. Das sind Gedanken, die aus der Ganzheit des Alls im Allgemeinen und der Einheit jeder Dreiheit von Geist, Seele und Körper im Einzelnen herrühren." Galsan Tschinag "Der singende Fels", Unionsverlag Zürich 2009, S. 123

Erinnerungen: Beginnend im Mai 2016 war der mongolische Heiler und internationale Schriftsteller Galsan Tschinag während...
01/05/2026

Erinnerungen: Beginnend im Mai 2016 war der mongolische Heiler und internationale Schriftsteller Galsan Tschinag während vieler Jahre am Vereins-Standort in Gummersbach bei Veranstaltungen zu Gast. Quelle: Bergischer Bote, Ausgabe 3/2016.
🍀📚🌞🌳🇲🇳

"Mein Land liegt Ein Urgestein An der Dachflanke der Erdkugel Mein Volk klebt daran Eine Urflechte Beide haben ihre Farb...
26/04/2026

"Mein Land liegt
Ein Urgestein
An der Dachflanke der Erdkugel
Mein Volk klebt daran
Eine Urflechte
Beide haben ihre Farben
Ihren Geruch
Hier nistet der Weltenwind
Erhebt sich
Ab und an zu Rundflügen
Verwüstet und verseucht
Die Täler, die Ebenen
Reinigt und gesundet sie
Aber auch
Raum reißend"

Galsan Tschinag: "Steppenwind Weltenwind", Waldgut Verlag 2013, S. 33

Galtaikhuu Galsan ist Mitte April 2026 nach Südchina gereist. Dort besuchte er die Technologiemesse, denn er möchte die ...
24/04/2026

Galtaikhuu Galsan ist Mitte April 2026 nach Südchina gereist. Dort besuchte er die Technologiemesse, denn er möchte die Baumschule der Galsan Tschinag Stiftung gerne mit Solarenergie betreiben. Für den Mai sind wieder Baumpflanzungen im Ewigen Garten in Ulaanbaatar geplant. 🍀🌳💚

"Ich will Geschichte machen. Die Menschen halten mich für verrückt, zunächst fast alle, zum Schluß nur noch wenige. Ich ...
19/04/2026

"Ich will Geschichte machen. Die Menschen halten mich für verrückt, zunächst fast alle, zum Schluß nur noch wenige. Ich weiß, was ich tue, und kein Gerede ist imstande, mich von dem Weg abzubringen, der vor mir liegt und wie vom Schicksal vorgezeichnet scheint. Am Morgen des Tages, an dem ich die Heimatecke verließ, bekam ich von den Eltern meine Aufgabe im Leben zugewiesen. , sagte Vater mit Blick auf den um drei Jahre älteren Bruder, der neben mir saß und friedlich kaute, , und er schaute mir fest in die Augen, ". Galsan Tschinag in "Die Karawane", Unionsverlag Zürich 2003, S. 5.

Adresse

Förderverein Mongolei E. V. C/o Christine Scharlipp, Neudieringhauser Straße 18a
Gummersbach
51645

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