22/08/2026
Social media ist manchmal wie 80 Köche an einem Topf. 😅
Nur dass am Ende nicht die Suppe versalzen ist – sondern deine Katzen möglicherweise noch gestresster sind als vorher.
Du schilderst ein Problem.
Und dann kommen sie:
👉 „Einfach zusammenlassen.“
👉 „Auf keinen Fall zusammenlassen!“
👉 „Die müssen ihre Rangordnung klären.“
👉 „Mehr Geduld.“
👉 „Probier Feliway.“
👉 „Tausch die Decken.“
👉 „Bei meinen hat es auch neun Monate gedauert.“
👉 „Bei meinen war nach drei Tagen alles gut.“
Und mein persönlicher Klassiker:
„Bei meinen Katzen hat das funktioniert.“
Das glaube ich sogar.
Aber deine Katzen sind nicht deren Katzen.
Und genau deshalb sind solche Tipps nicht grundsätzlich falsch – aber sie können im falschen Fall falsch sein.
Eine Katze, die kurz faucht und danach entspannt ihres Weges geht, braucht etwas anderes als eine Katze, die beim Anblick der anderen in massive Erregung gerät und lange braucht, um wieder herunterzufahren.
Eine Katze, die Distanz fordert, braucht etwas anderes als eine, die aktiv verfolgt.
Eine unsichere Katze braucht möglicherweise ein anderes Training als eine Katze, die kaum Impulskontrolle besitzt.
Und eine Gruppe aus vier Katzen ist noch einmal eine ganz andere Dynamik als zwei Katzen, die gerade lernen sollen, miteinander klarzukommen.
Deshalb arbeite ich nicht mit „dem einen Trick“ für Zusammenführungen.
Ich möchte wissen:
Warum entsteht das Verhalten?
Was hält es aufrecht?
Was kann die einzelne Katze bereits – und was noch nicht?
Und genau dort beginnt Training.
Nicht bei Tipp Nr. 38.
💚 Geduld ja. Passivität nein.
Jetzt bin ich neugierig:
Was hast du bei deinen Katzen schon alles ausprobiert, damit es zwischen ihnen besser wird?
Und gab es vielleicht sogar etwas, bei dem du im Nachhinein dachtest:
„Okay … das hätte ich lieber gelassen.“ 🙈
Erzähl mir in den Kommentaren, wo ihr gerade steht und was ihr schon ausprobiert habt. 👇
Ich bin gespannt, was da zusammenkommt.