29/09/2026
Schulsozialarbeit gehört an jede Schule
Jedes Kind hat ein Recht auf Hilfe, wenn es Probleme hat. Egal, auf welche Schule es geht.
Lehrkräfte sind für ihre Schülerinnen und Schüler da, das ist selbstverständlich. Aber manche Probleme brauchen zusätzlich Fachleute, die dafür ausgebildet sind und Zeit haben. Am Are-Gymnasium gibt es sie: Schulsozialarbeiterinnen kümmern sich jeden Tag um Schulangst, Streit, Stress zuhause und Erinnerungen an die Flut, die noch nicht verarbeitet sind. Möglich ist das, weil nach der Flut Spendenmittel eine Finanzierung ermöglicht haben und weil das Land bei uns eine Ausnahme macht. Denn eigentlich ist Schulsozialarbeit an Gymnasien nicht vorgesehen.
Das Ministerium sieht bei uns einen besonderen Bedarf, wegen der Folgen der Flut im Ahrtal. Dafür bin ich dankbar. Und trotzdem sage ich: Es ist falsch, dass es dafür eine Ausnahme braucht.
Psychische Belastungen machen vor keiner Schulform halt. Pubertät, Leistungsdruck, besorgte Eltern, Krisennachrichten auf dem Handy: Das gibt es an jeder Schule. Wenn ein Kind leidet, müssen wir als Gesellschaft helfen. Das ist auch eine Frage der Bildungsgerechtigkeit. Kinder aus weniger privilegierten Familien sind mit ihren Problemen oft allein, weil zuhause Geld oder Zeit fehlen. Schulsozialarbeit fängt sie auf, damit sie auf dem Gymnasium bleiben können, auch wenn es gerade mal nicht läuft.
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/zuschuesse-fuer-schulsozialarbeit-warum-das-are-gymnasium-profitiert-und-andere-nicht-102.html