09/08/2024
📈 Dr. Hendrik Hagedorn, Ökonom am Institut, behandelt in seinem Artikel, der erstmals in der Ausgabe Nr. 38 "Das Ende des Wachstums" veröffentlicht wurde, die Thesen des "Club of Rome" kritisch. Er argumentiert, dass die vorhergesagten Ressourcenknappheiten und Umweltkatastrophen nicht eingetreten sind. Stattdessen haben technologische Fortschritte und marktwirtschaftliche Dynamiken seit den 1970er Jahren zu einem kontinuierlichen Rückgang der globalen Rohstoffpreise geführt. Diese Entwicklungen haben nicht nur den Ressourcenverbrauch verringert, sondern auch neue Quellen erschlossen und das Wirtschaftswachstum gefördert. Hagedorn betont, dass die wahren Grenzen des Wachstums eher aus der Angst vor diesen Grenzen resultieren als aus den Grenzen selbst. Er vergleicht die fehlerhaften Prognosen des "Club of Rome" mit denen von Marx, der fälschlicherweise vorausgesagt hatte, dass der Kapitalismus seine Profitmöglichkeiten erschöpfen würde. Hagedorn warnt vor den Gefahren abstrakter Konzepte, die oft unreflektiert übernommen werden und durch ihre Vorsicht das Wachstum und den gesellschaftlichen Fortschritt tatsächlich hemmen könnten. ▶️
The true limits of growth stem from the very warnings intended to prevent them, shaping our economic and environmental future.