Unsere Grundidee hinter der BROSIS AG ist einfach: Ältere Schüler aus der Oberstufe greifen jüngeren Mitschülern unter die Arme, um vorhandene Defizite auszugleichen. Einmal die Woche geben Schüler der Oberstufe (11, 12, 13) Nachhilfe für kleine Gruppen; die Schule stellt dafür die Räumlichkeiten zur Verfügung. Unsere Arbeit besteht aus vier Grundbausteinen:
• 1)Jüngere SchülerInnen aus dem siebte
n Jahrgang
• 2)SchülerInnen aus dem 11.-13. Jahrgang „Big Brothers&Big Sisters“
• 3)Projektleitung
Ältere Schüler unterstützen jüngere Schülern mit & ohne Migrationshintergrund ergänzend zum verbindlichen Fächerkanon in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch neue Lernwege kennenlernen zu können. Das der Arbeit zu Grunde liegende pädagogische Konzept legt Wert darauf, dass die Schülerinnen und Schüler als ganzheitliche Persönlichkeiten wahrgenommen und zur möglichst selbständigen Bewältigung ihrer besonderen Situation befähigt werden. Dies geschieht durch Herangehen an die speziellen persönlichen, sprachlichen und schulischen Bedingungen und hat die Befähigung zur optimalen Nutzung der eigenen Ressourcen zum Ziel. In der Struktur des Bildungssystems der Gymnasien gibt es bestimmte Übergänge, an denen eine spezifische Förderung von Schülerinnen und Schülern besonders wichtig ist, die auf der sprachlichen und fachlichen Ebene liegen, aber auch Bildungsberatung und Orientierung betreffen. Daher ist unsere AG auf Schüler der Jahrgangsstufe 7 zugeschnitten. Vorrangiges Ziel der AG ist es, bei möglichst vielen SchülerInnen die Voraussetzung zu schaffen, sich in erster Linie in den Hauptfächern zu verbessern. Die AG soll zu¬dem das „Wir“-Gefühl der geförderten Schüler, eine schützende Zusammengehörigkeit und das Gefühl bewirken, gezielt Unterstützung bzw. Zudem ist das „Wir“ Gefühl ein wichtiger Baustein für die Integration, da durch Kommunikation Integration gelingt. Mit dem so konzipierten Förderunterricht verbinden sich drei Ziele:
-> kurzfristig die Verbesserung der Fachnote(n)
-> mittel- und langfristig die Verbesserung des Lese- und Sprachverständnisses im Deutschen, so dass sprachbedingte fachliche Rückstände auf Dauer ausgeglichen werden können
-> langfristig der Verbleib der geförderten Schüler im Bildungssystem und die Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife.
Übernahme von Verantwortung
SchülerInnen, die in der Oberstufe sind, haben eine Vorbildfunktion und müssen nicht erst von Experten über das deutsche Schul- und Ausbildungssystem informiert werden, da sie selbst die gleiche Schullaufbahn durchlaufen. Hinzufügen sollte man, dass die Inhalte, die im 7. Schuljahr in den Fächern vermittelt werden, von Oberstufenschülern in der Regel beherrscht werden, weil diese Inhalte bis zum Abitur als Grundlage dienen. Schülerinnen und Schüler sollen dabei die Möglichkeit erhalten, in der Schule erlerntes Wissen in realen Problemkontexten anzuwenden. Dabei handelt es sich nicht um Aktivitäten »am Rande« der Schule, sondern vielmehr um eine Arbeit im Zentrum ihres pädagogischen Auftrags. Durch Verantwortungslernen können wir den Schülerinnen und Schülern zumindest einen Ansatz von Erfahrungen der Mitgestaltung des klugen Lösens von Problemen ermöglichen. Die Schule setzt somit die Schülerinnen und Schüler mit Ernstsituationen auseinander. Dabei erfahren sie, welche Wirkungen ihr Einsatz für das Gemeinwohl hat. Wie es sich gezeigt hat, haben beide Seiten etwas davon. Die Jüngeren sind nicht so ängstlich, wenn sie Mitschülern gegenüber Schwächen offenbaren; für die Älteren bedeutet es eine Stärkung des Selbstbewusstseins und ein Stück weit Verantwortung zu übernehmen, bevor der Ernst des Lebens kommt. Win-Win Situation
Parallel zur Förderung der Siebtklässler durch die Oberstufenschüler werden die OberstufenschülerInnen von den Betreuungslehrern bzw. Projektleitern hinsichtlich der Berufswahl bzw. Studienwahl umfassend und gezielt über ein ganzes Jahr betreut. Im Rahmen dieser Betreuung finden Ausflüge statt, in der verschiedene Universitäten besucht werden. An den Ausflügen besuchen die „Big Brothers & Big Sisters“ Vorlesungen und spezielle Seminare. Unser Motto dabei ist: „Je früher man sich Gedanken macht, was man studieren möchte, desto besser ist es“. Die ideelle Förderung der Mentoren
Ein umfassendes ideelles Förderprogramm soll darüber hinaus die persönliche Entwicklung der Mentoren fördern und den Ausbau von Schlüsselqualifikationen, die Fähigkeit zur Selbstorganisation, zusätzlich unterstützen:
Mögliche ideelle Förderkurse nur für Mentoren durch externe Referenten:
• Förderung von Sozialkompetenz und interkultureller Kommunikation
• Vermittlung gesellschaftlicher Zusammenhänge
• Förderung von Problemlösungs- und Methodenkompetenz
• Förderung von Kreativität, Eigeninitiative und Verantwortung
• Förderung interdisziplinären Denkens und Arbeitens
• Rhetorikkurse u.ä. Diese ideelle Förderung wäre ein wichtiger Meilenstein, mehr ehrenamtliche Oberstufenschüler für das Projekt zu gewinnen.